30.11.2012 13:14
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EM-Unternehmensanleihefonds: Gutes Chance-Risiko-Profil bei EM-Firmenbonds

München (www.fondscheck.de) - Unternehmensanleihen aus Schwellenländern erfreuen sich wachsender Beliebtheit, so die Experten von "FundResearch".

In Zeiten der Euro- und Staatsschuldenkrise würden immer mehr Anleger ihr Heil in Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets suchen. Einer Studie von Standard & Poor's aus dem Frühjahr dieses Jahres zufolge, würden die Ausfallraten von Emittenten aus Schwellenländern unter denen in entwickelten Ländern liegen. Höheren Renditechancen stünden demnach geringere Ausfallrisiken als in Industriestaaten gegenüber. Für Anleiheinvestoren könnte sich daher in den aufstrebenden Märkten ein attraktives Chance/Risiko-Verhältnis bieten.

Grundsätzlich sollten Berater darauf achten wie stark die Fonds im High-Yield-Bereich investiert seien, da dies eine wichtige Einflussgröße für die künftige Rendite und Schwankungsbreite der Fonds darstelle. "FundResearch" habe Unternehmensanleihefonds aus den Schwellenländern untersucht, die einen Euro-Hedge hätten und dadurch ein eventuelles Währungsrisiko ausschließen könnten. Fünf Fonds, die 2012 bisher am besten performt hätten, seien es wert, näher vorgestellt zu werden.

Mit einem Volumen von fast 420 Millionen Euro (Stand: 31. Oktober 2012) sei der PIMCO GIS Emerging Markets Corporate Bond E (PIMCO Global Investors Series Emerging Markets Corporate Bond E EUR (Hed.) acc) von PIMCO Global Investors der größte dieser fünf Fonds. Fondsmanagerin Brigitte Posch erreiche in diesem Jahr bisher einen Wertzuwachs von 13,56 Prozent. Die Volatilität über zwei Jahre, des im Februar 2010 aufgelegten Fonds, liege mit 6,84 Prozent im Mittelfeld der Peergroup. Die Sharpe Ratio von 0,74 im selben Zeitraum reiche nur für das untere Drittel. In der Länderallokation habe Posch Russland mit 22,1 Prozent am stärksten gewichtet (Stand: 31. Oktober 2012). Mit 21,8 Prozent investiere sie in Brasilien nur leicht weniger. Mexiko folge dahinter mit 8,4 Prozent. Die am stärksten gewichteten Anleihen würden von den Unternehmen Alrosa Finance (1,6 Prozent), BBVA Bancomer (1,5 Prozent) und Israel Electric Corp (1,5 Prozent) stammen.

Der DWS Invest Emerging Markets Corporates (DWS Invest Emerging Markets Corporates LCH) der DWS komme im laufenden Jahr bisher auf ein Plus von 15,27 Prozent. Fondsmanager Maruf Siddiquee verwalte gut 200 Millionen Euro. Der Fonds sei im November 2010 aufgelegt worden und sei mit einer Zweijahresvolatilität von 6,58 Prozent der risikoärmste dieser fünf Fonds und werde im Universum nur von einem getoppt. Das Gleiche gelte für die Sharpe Ratio von 1,18. Siddiquee investiere auf Länderebene verstärkt in Brasilien. Auf das südamerikanische Land würden 18,7 Prozent des Fondvolumens entfallen (Stand: 28. September 2012). In Russland investiere er 13,9 Prozent und in Hongkong 8,6 Prozent. 2,2 Prozent des Portfolios bestehe aus Anleihen von Itaú Unibanco. Je 2,1 Prozent würden auf Petrobras International von den und BBVA Bancomer entfallen.

Invesco komme mit dem Invesco Emerging Markets Corporate Bond Fund (Invesco Emerging Market Corporate Bond Fund A (EUR H) thes.) auf Platz drei. Die Fondsmanager Claudia Calich und Jack Deino würden 67,51 Millionen Euro und damit den kleinsten Fonds dieses Vergleichs verwalten. Für 2012 stehe bisher ein Plus von 17,35 Prozent. Der Fonds sei erst im Mai 2011 aufgelegt worden und habe daher noch keine, mit den anderen Fonds vergleichbare Zweijahreswerte von Volatilität und Sharpe Ratio. Die Fondsmanager würden auf Länderebene zu 16,5 Prozent in Russland investieren (Stand: 31. Oktober 2012). 10,8 Prozent würden auf Brasilien und 7,8 Prozent auf China entfallen. Ajecorp B.V. (2,85 Prozent), Vimpelcom Holdings (2,80 Prozent) und Tükiye Is Bankasi (2,36 Prozent) seien die am stärksten allokierten Anleihen.

Platz zwei gehe an den JPM Emerging Markets Corporate Bond (JPM Emerging Markets Corporate Bond A (acc) - EUR (hedged)) von J.P. Morgan. Im laufenden Jahr würden die Fondsmanager Pierre-Yves Bareau und Scott McKee auf ein Plus von 17,54 Prozent kommen. Der ca. 316 Millionen Euro starke Fonds sei im Juli 2010 aufgelegt worden. Mit einer Volatilität von 7,94 Prozent über zwei Jahre rangiere er am unteren Ende der Peergroup. Die Sharpe Ratio von 1,02 bringe ihn ins obere Viertel. Die Länderallokation (Stand: 30. September 2012) zeige eine gleichmäßige Verteilung von China (10,7 Prozent) und Russland (10,6 Prozent). Mexiko sei mit 9,9 Prozent am drittstärksten vertreten. Cemex Fin sei mit 1,85 Prozent das am stärksten vertretene Unternehmen, bei dem die Fondsmanager in Anleihen investieren würden. Auf Emaar Sukuk würden 1,63 Prozent und auf Ogx Petroleo e Gas Participacoes 1,35 Prozent entfallen.

Die stärkste Wertsteigerung in 2012 habe bisher der Emerging Markets Corporate Value Bond von Sparinvest (Sparinvest - Emerging Markets Corporate Value Bonds EUR R) verzeichnet. Das Fondsmanagerteam komme auf ein Plus von 18,67 Prozent. Die Volatilität von 10,33 über zwei Jahre sei allerdings auch die höchste des Universums. Die Sharpe Ratio von 0,79 reiche für den im September 2010 aufgelegten Rentenfonds für das Peergroup-Mittelfeld. 16,3 Prozent (Stand 30. Juni 2012) des Fondsvolumens würden die Fondsmanager auf den Cayman Islands investieren (in der Regel würden sich dahinter chinesische Unternehmen verbergen). Auf Mexiko würden 8,1 Prozent und auf Südafrika 5,3 Prozent entfallen. Unternehmensanleihen von Yuksel Insaat würden 3,36 Prozent des Portfolios ausmachen. Von China Automation seien es 2,90 Prozent und von Corporación Durango seien es 2,84 Prozent. (Ausgabe vom 29.11.2012) (30.11.2012/fc/a/f)

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