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16.11.2010 15:56

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ETF-Handel in Vorbereitung fürs Jahresende


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Marktteilnehmer können im Handel mit ETFs auf eine schwierige Woche zurückblicken, so die Deutsche Börse AG.

"Die Umsätze steigen zwar im Vergleich zu den Vorwochen, aber es gibt immer wieder tote Strecken", beschreibe Bastian Ohta von Unicredit Group die Stimmung in den Handelssälen. Ende der voherigen Woche, erinnere sich Florian Perini von Flow Traders, habe die Meldung, dass das Wachstum in der Eurozone 0,1 Prozent geringer ausgefallen sei als erwartet, zu einigen Gewinnmitnahmen geführt. Doch zum Wochenanfang habe sich die Stimmung gedreht und dem Dax zu neuen Hochständen verholfen.

Jetzt seien wieder mehr Käufer aktiv. Also eine durchwachsene Woche, meine Perini. "Zum einen haben wir die in Deutschland ausgesprochen positiv verlaufende Berichtssaison, zum anderen haben die USA ihre Gelddruckmaschine abermals angeworfen und in Europa sind die Schuldenprobleme der PIIGS-Staaten wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer gerückt." Mark Schönbrodt von der DekaBank dagegen sehe eher Verkäufer als Käufer.

In diesem Umfeld würden ETFs auf die Bluechip-Indices, wie der iShares EURO STOXX 50 ETF oder DAX-ETFs (db x-trackers DAX (R) ETF 1C) weitgehend ausgeglichen gehandelt. MSCI USA-ETFs wären dagegen tendenziell gesucht (LYXOR ETF MSCI USA), würden die Market Maker zusammenfassen. ETFs auf Indices, die kleinere und mittelgroße Unternehmen abdecken würden, wie der MDAX (iShares EURO STOXX 50 (DE)) oder der MSCI Small Caps Europa (ComStage ETF MSCI Europe Small Cap TRN I) ebenso wie MSCI Small Caps USA (ComStage ETF MSCI USA Small Cap TRN I), würden durchaus Interessenten finden.

Die angespannte Situation in Irland habe durchaus verantwortlich dafür sein können, dass Anleger sich in den vergangenen Tagen weitgehend von Banken-ETFs über alle Emittenten hinweg (iShares EURO STOXX Banks (DE)) verabschieden und sogar in Short-ETFs zum Sektor (LYXOR ETF STOXX Europe 600 Banks Daily Short A) einsteigen würden. Irische Staatsanleihen könnten sich in zahlreichen Bankenportfolios befinden, meine ein Händler. Wenig begehrt seien in dieser Woche auch Indexfonds mit Automobilaktien (LYXOR ETF DJ STOXX 600 AUTOMOBILESPARTS), Chemiewerten, Industriegütern (ComStage ETF DJ STOXX R 600 Industrial GoodsServices TR I) sowie Grundstoffproduzenten (iShares STOXX Europe 600 Basic Resources (DE)) gewesen.

Käufer dagegen beobachte Gregor Hamme von UniCredit Group in ETFs mit Versicherungstiteln. "Versicherungen sind gut bewertet mit einem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7 und die Gesellschaften haben eine hohe Dividendenrendite." Interesse hätten Anleger auch an Telekommunikations-ETFs (LYXOR ETF DJ STOXX 600 TELECOMMUNICATIONS) und der Branche Öl + Gas (LYXOR ETF DJ STOXX 600 OILGAS) gezeigt.

Dass Irland und die PIIGS-Staaten wieder in aller Munde seien, habe einige Anleger dazu bewegt, ihre Positionen in europäischen Anleihen ein wenig zu reduzieren. Bei den Trackern zum Immobiliensektor halte die Phase der Gewinnmitnahmen weiterhin an (db x-trackers FTSE EPRA/NAREIT DEVELOP EUROPE REAL EST 1C).

Bei den Schwellenländer-ETFs scheine der Hang zu Asien ungebrochen ebenso wie zu breiten Index-ETFs wie auf den MSCI Emerging Markets (db x-trackers MSCI EMERGING MARKETS TRN INDEX ETF 1C). Für Lateinamerika-Investoren, insbesondere in brasilianische Aktien (LYXOR ETF BRAZIL (IBOVESPA) A) scheine die Saison gelaufen zu sein. Diese ETFs würden verkauft. Vereinzelt würden die Market Maker Interesse an Länder-ETFs mit türkischen (Lyxor ETF Turkey (DJ Turkey TITANS 20)) oder russischen Aktien (LYXOR ETF Russia (DJ RUSINDEX TITANS 10) A) beobachten.

Im Rentenbereich scheine den Investoren bei europäischen Staatsanleihen eher Vorsicht geboten zu sein. Sie würden sich von den entsprechenden Anlagevehikeln (iShares ebrexx (R) Government Germany 55-105 (DE)) verabschieden und an deutschen Staatsanleihen mit kurzer bis mittlerer Laufzeit kein Interesse zeigen. Sie würden die entsprechenen eb.rexx-Produkte (iShares ebrexx (R) Government Germany 25-55 (DE)) verkaufen. (16.11.2010/fc/a/f)

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