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15.09.2009 09:56

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ETF-Markt gelassener Handel


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die vergangenen Tage sind von Hochständen in den Indices weltweit geprägt, hervorgerufen durch gute Wirtschaftszahlen aus den USA und China, so die Deutsche Börse AG.

In dieser Woche hätten der DAX®, der DJ Euro Stoxx 50 oder der US-amerikanische Dow Jones Industrial einen Zuwachs zwischen 2 und 3 Prozent erreicht.

"Wir beobachten einen gelassenen, ausgeglichenen Handel", beschreibe Bernardus Roelofs von Flow Traders den Markt. Es gäbe durchaus Teilgewinnmitnahmen, aber keine großen Abgaben. Auch Marco Salaorno von der Société Générale berichte von einem ausgeglichenen Handel mit ETFs zu Standardindices. Während die Indextracker auf den DJ EURO STOXX 50 verkauft würden, würden einige Marktteilnehmer in den breiten DJ STOXX 600-ETF (iShares DJ STOXX 600 (DE)) von iShares einsteigen. Zudem könne er einen Hang zu Value-Ansätzen bei Anlegern ausmachen. ETFs, die eine Dividendenstrategie verfolgen würden, würden gekauft, wie der Lyxor ETF DJ STOXX 30 Select Dividend (Lyxor ETF DJ Stoxx Select Dividend 30).

Marktteilnehmer würden davon ausgehen, dass die Unternehmensgewinne wieder anziehen würden. "Die Schätzungen der Analysten zu den erwarteten Unternehmensgewinnen in den USA fallen seit einigen Monaten wieder höher aus", erläutere Frank Mohr von der Commerzbank. Diese guten Zahlen hätten die Anleger wieder vermehrt zu Aktien-ETFs greifen lassen.

Überwiegend Käufer sehe auch Mark Schönbrodt von der DekaBank: "Im gesamten Handelsvolumen haben wir etwa doppelt so viele Käufer als Verkäufer." Mit unter den Spitzenreitern sei der ETFlab Dax (ETFlab DAX (R)).

Ein ganz anderes Bild zeichne Bastian Ohta von der UniCredit Group: "Im Blue-Chip-Bereich verkaufen die Investoren großzügig. Wir müssen ETF-Anteile an die Fondsgesellschaften zurückgeben." Allerdings würden Small-Cap-ETFs, wie der iShares DJ STOXX Small 200 ETF (iShares DJ STOXX Small 200 (DE)), gekauft. "Man möchte die Nachzügler noch erwischen", meine Ohta. Auch Roelofs sehe Interesse an Small- und Mid-Cap-ETFs.

In den Sektoren zeige sich ein vielfältiges Handelsverhalten. Zwar würden einige Market Maker im ETF-Handel einheitlich Verkäufe von Finanzaktien bemerken, d. h. ETFs (db x-trackers DJ STOXX (R) 600 BANKS ETF 1C) mit Banken- und Versicherungswerten würden abgegeben. Auch ein Real Estate-Portfolio stehe auf der Verkaufsliste. "Die sind sehr gut gelaufen, da nehmen Anleger ihre Gewinne mit", vermute Otha.

Auf der Verkaufsliste stünden auch Grundstoff-ETFs (Lyxor ETF DJ Stoxx 600 Basic Resources). Gefragte Sektoren seien im Moment Telekommunikation (Lyxor ETF DJ Stoxx 600 Telecommunications), Bauindustrie (Lyxor ETF DJ Stoxx 600 ConstructionMaterials) oder Medien (WKN LYX0AU). Interesse bestehe auch an Energierohstoffen, der Lyxor ETF DJ STOXX 600 Oil and Gas ETF (Lyxor ETF DJ Stoxx 600 Media) finde Abnehmer.

Einige Anleger würden also in Nischen ausweichen - neben gezielt ausgesuchten Sektoren seien das Schwellenländer. So würden Market Maker Glauben an asiatische Marktentwicklung mit Engagements in den Lyxor ETF China Enterprise (HSCEI) (LYXOR ETF CHINA ENTERPRISE (HSCEI) ) oder den Lyxor ETF Hongkong (LYXOR ETF HONG KONG (HSI) A) beobachten. Auch Lateinamerika-ETFs seien gefragt - sowohl in einer breiten Ausrichtung über den dbx-trackers Lateinamerika (db x-trackers MSCI EM LATAM TRN INDEX ETF 1C) als auch in einer gezielten Länderauswahl. Hier habe es den Investoren vor allem Brasilien angetan (LYXOR ETF BRAZIL (IBOVESPA) A).

Wenig beliebt scheinen dagegen russische Aktien (LYXOR ETF Russia (DJ RUSINDEX TITANS 10) A) und südafrikanische mit dem Lyxor ETF South Africa (LYXOR ETF SOUTH AFRICA (FTSE JSE TOP 40) A), so die Deutsche Börse AG.

Ruhig würden sich die Investoren auf der Seite der Renten-ETFs zeigen. Laut Roelofs würden kürzere Laufzeiten-ETFs eher abgegeben. Schönbrodt berichte, dass Investoren auch im fünf- bis zehnjährigen Bereich (db x-trackers II iBoxx EUR Sover Eurozone 7-10 Total Return) verkaufen würden. (15.09.2009/fc/a/f)

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