07.08.2013 09:17

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ETFs: Rückschlag im Juni


ETFs liefen lange Zeit fast wie von selbst. Im Juni mussten europäische Emittenten zum vierten Mal in Folge Mittelabflüsse hinnehmen.

Zum ersten Mal seit April 2012 hat die internationale Exchange-Traded-Products (ETP)-Industrie im Juni 2013 Nettorückflüsse hinnehmen müssen. Einem Bericht von Deutsche Bank Research zufolge waren Ende Juni rund 1,9 Billionen US-Dollar in börsengehandelte Fonds investiert. Das sind rund 100 Mrd. weniger als Ende Mai. Die europäischen Emittenten mussten im Juni sogar den vierten Monat in Folge mit Abflüssen hinnehmen. Hier wurden 274,2 Mrd. US-Dollar an Nettovolumen gezählt, das sind 2,1 Prozent weniger als im Monat Juni des Vorjahres.

Im "Epizentrum der Rückgänge" habe der Bereich Fixed Income (Zinsprodukte) gestanden, heißt es im Bericht der Research-Experten. Hier schrumpften die Bestände weltweit um 9,4 Mrd. Dollar. Global habe lediglich der Bereich Equity (Aktien) ein wenig zulegen können, ein Wachstum, das im Vergleich zu den Rückgängen der übrigen Klassen beinahe schon als "anämisch" bezeichnet werden müsse und primär vom Plus bei japanischen-, Hongkong- und koreanischen Indexprodukten getrieben worden sei. Hingegen: ETFs auf europäische Indizes hätten im Juni mit 1,1 Mrd Dollar die bislang größten monatlichen Abflüsse dieses Jahres gesehen.

Wie sich die per Ende Juni 2013 in europäische ETFs (der Großteil der ETPs) investierten Summen verhalten, zeigt die Grafik unten. Hier sind vor allem die in Commodity (Rohstoffe)-Indizes angelegten Assets in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres empfindlich zurückgekommen.

Der Wettbewerb der meist passiven ETFs mit den klassischen Investmentfonds dürfte mit dieser Statistik also weiter angeheizt werden. Der Juni 2013 stand im Zeichen der Unsicherheiten über die weitere Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve. Viele aktive Fonds hatten dennoch Zuflüsse - jahrelang aber sahen die aktiven Produkte oft nur die passiven Rücklichter. Im Juli gab es international aber bereits wieder etwas entspanntere Mienen bei den europäischen ETF-Emittenten, berichten Marktexperten.

ETFs in Europa: Konsolidierung nach starkem Wachstum

Quelle: Deutsche Bank Research, London

(DIF)

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