Emerging-Market-Fonds im Fokus
Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Fuchsbriefe" nahmen Emerging-Markets-Fonds unter die Lupe.
Schwellenländer seien die großen Gewinner der Globalisierung. Die einzelnen Schwellenländer würden unterschiedlich von der weltweiten Arbeitsteilung profitieren. Allen voran China habe sich auf Grund der enormen Inlandsnachfrage und seines hohen Investitionswachstums zur Lokomotive der Weltwirtschaft und insbesondere anderer Schwellenländer entwickelt. In den Fondstöpfen noch untergewichtet seien Unternehmenswerte aus den Schwellenländern Afrikas sowie des Mittleren und Nahen Ostens, die aber langfristig für erstklassige Renditechancen sorgen würden. So chancenreich Schwellenländerinvestments auch seien, mit zwischenzeitlich deutlichen Kurskorrekturen müssten Anleger immer kalkulieren. Gute Fondsmanager könnten derartige Volatilitäten allerdings begrenzen.
Ein langfristig hervorragendes Chance-Risiko-Profil biete beispielsweise der Carmignac Emergents Fonds (ISIN FR0010149302/ WKN A0DPX3). Der Fonds glänze über die letzten zehn Jahre mit 15% jährlicher Rendite und liege mit seinen Wertschwankungen im Durchschnittsbereich der Schwellenländerfonds. Die höchsten Renditen innerhalb der letzten zwölf Monate habe der Vitruvius Emerging Markets Portfolio (ISIN LU0148753444/ WKN 164362) verbucht - allerdings unter Inkaufnahme hoher Wertschwankungen. Das Fondsmanagement strebe einen langfristigen Kapitalzuwachs in einem breit diversifizierten Aktienportfolio an.
Mit ausgewogenen Chance-Risiko-Profilen würden der Global Advantage Emerging Markets High Value (ISIN LU0047906267/ WKN 972996) und der Thames River Global Emerging Markets (ISIN IE0032605994/ WKN A0BLAU) überzeugen. Der Global Advantage Fonds werde nach dem "Top Value Model" gemanagt. Dabei stufe das Management die Gesamtmärkte als "Kauf" bzw. "Verkauf" nach ihren Fundamentaldaten ein. Für die Einzeltitelauswahl sei dann ein Research-Team der State Street Bank verantwortlich. Aktuelle Favoriten seien Aktien aus Südkorea, der Türkei, Brasilien, Thailand, und Taiwan, die jeweils zwischen 14% und 16% des Fonds ausmachen würden. Die Stockpicker des Thames River Fonds würden dagegen in Blue Chips vornehmlich aus Südkorea, China, Brasilien, Taiwan und Russland investieren.
Kontinuierlich erfolgreich sei auch der von den Wertpapierexperten mehrfach empfohlene Magellan (ISIN FR0000292278/ WKN 5779549). Seine Renditen würden sich langfristig über dem Durchschnitt bewegen. Zugleich glänze das Produkt mit den geringsten Schwankungen aller Top-Schwellenländerfonds.
Schwellenländerfonds sorgen für Renditekicks, sollten aber wegen ihrer hohen Risiken auf höchstens 15% Depotanteil beschränkt werden, so die Experten von "Fuchsbriefe". (Ausgabe 39 vom 27.09.07) (28.09.2007/fc/a/f)


