von Jörn Kränicke, €uro am Sonntag
Umso mehr, umso besser. Das gilt für das Gehalt oder den Kontostand. Aber für Fonds wird Größe oft zu einer schweren Bürde, wie in der Vergangenheit schon häufig zu beobachten war. Einfacher Grund: Wird das Anlagevolumen zu groß, kann der Manager seine Strategie meist nicht mehr flexibel genug umsetzen.
Auch die Wertentwicklung des BlackRock World Mining A2 € und des BlackRock World Gold hat darunter gelitten. Beim World Mining beträgt das Volumen inzwischen über 17 Milliarden US-Dollar und beim World Gold liegt es bei knapp neun Milliarden. Nun wurden beide Fonds, die lange Jahre aufgrund ihrer herausragenden Renditeerfolge als das Nonplusultra in der Rohstofffondsbranche galten, auf die €uro-FondsNote 3 herabgestuft.
Verantwortlich für die Flaggschiffe von BlackRock Global Funds (BGF) ist Evy Hambro, seit sich der renommierte Fondsmanager Graham Birch im Januar 2010 verabschiedet hat. Seit April steht Hambro nun Catherine Raw als Co-Managerin beim World Mining Fund zur Seite. Raw hat bereits seit 2003 eng mit Hambro zusammengearbeitet und ihn beim Management des BGF World Mining Fund und des BGF World Gold Fund unterstützt.

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Doch ein Problem bleibt trotz Doppelführung: Hauptsächlich Schwergewichte wie Rio Tinto, BHP Billiton, CVRD, Goldcorp oder Newcrest Mining befinden sich in beiden Fonds. Die Briten können bei den sehr hohen Fondsvolumen nur schwer auf aussichtsreiche kleinere Werte setzen, deren Kurse häufig von Übernahmen stark profitieren.
Gleichwohl sollten investierte Anleger die Fonds nicht gleich verkaufen. Denn eine solide Basisanlage im Rohstoffbereich sind die Fonds von BlackRock trotzdem. Aber man sollte darüber nachdenken, ihnen ein Schnellboot zu Seite zu stellen. Also einen wendigeren Fonds suchen, der stärker in kleinere Werte investiert. Etwa den Stabilitas Pacific Gold + Metals P, der in diesem Monat auf die FondsNote 1 hochgestuft wurde. Fondsberater Martin Siegel ist ein alter Hase im Rohstoffsektor. Seit 1998 berät er bereits Goldminenfonds.
Ebenfalls zu den Note-1-Aufsteigern gehört der Robeco Lux-o-rente. Manager Olaf Penninga investiert mithilfe eines quantitativen Modells in Staatsanleihen aus den USA, Japan und Europa. Dabei setzt der Niederländer ausschließlich währungsgesicherte Staatsanleihen ein. Das Modell bewertet verschiedene Kriterien, um zu bestimmen, wie das Umfeld für Anleihen in Zukunft aussehen wird. Zum einen berücksichtigt es die Lage an den Aktienmärkten als Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Zum anderen analysiert das Modell die Rohstoffpreise. Sind alle Kriterien ausgewertet, erteilt das Quant-Modell eine Empfehlung, wie die Laufzeit der Anleihen im Portfolio zu steuern ist. Werden fallende Zinsen erwartet, setzt es die Duration nach oben. Das verwendete System sorgt dafür, dass der Fonds von fallenden Zinsen stark profitiert, aber bei steigenden kaum verliert.
Aber nicht nur aktive Rentenfonds können top sein. Das beweisen passive Anleihen-ETFs von db x-trackers, dem ETF-Ableger der Deutschen Bank. So wurden der db x-trackers II iBoxx EUR Sov. Euroz 3-5 TR, der db x-trackers II iBoxx EUR Inflation Linked TR und der db x-trackers II iBoxx Global Inflation Linked TR Hedged erstmals bewertet und erhielten sogleich die Bestnote 1.
Aufsteiger, Absteiger und Erstbewertungen (pdf)