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19.11.2010 06:00

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EURO-FONDSNOTE

Beim DWS-Flaggschiff läuft es nicht mehr rund



Objekt der Begierde: Die Euro-Fonds-Note von 1
Bei der €uro-FondsNote lässt der DWS Vermögensbildung I, von Klaus Kaldemorgen gemanagt, Federn. Dagegen holt der Templeton Growth Fund langsam wieder auf.

von Jörn Kränicke, Euro am Sonntag

Wer gehört zu den Aufsteigern bei der FondsNote? Wer rutscht nach unten ab? Im November gab es die eine oder andere Überraschung bei der €uro-FondsNote. Manche waren positiv, von einigen Fonds hätte man dagegen eine bessere Entwicklung erwartet. Insgesamt konnten sich im Vergleich zum Vormonat 99 Fonds auf der Notenskala verbessern. 123 konnten dagegen den Standard nicht halten und wurden nach unten durchgereicht. Darunter auch ein bekannter und großer Fonds, der wohl in den kommenden Monaten versuchen wird, die magere Zeit vergessen zu machen: der DWS Vermögensbildungsfonds I.


DWS-Fondsmanager Klaus Kaldemorgen
Das fünf Milliarden Euro schwere Flaggschiff der Fondsgesellschaft DWS der Deutsche-Bank-Gruppe stieg im November von Note 2 auf Note 3 ab. Bei Fondsmanager Klaus Kaldemorgen läuft es in diesem Jahr nicht wirklich rund. Nur knapp zwei Prozent Gewinn konnte er mit seinem Fonds seit Jahresanfang erwirtschaften. In seiner Vergleichsgruppe der weltweit agierenden Aktienfonds ist er damit weit abgeschlagen. Zahlreiche Konkurrenten haben von der Erholung der Weltwirtschaft profitiert und liegen zweistellig im Plus. Kaldemorgen hat dagegen den Aufschwung seit Frühjahr 2009 nicht voll mitgenommen.

Im Überblick: Die Auf- und Absteiger der Euro-FondsNote (PDF)

Hinderlich war sicher die bisweilen hohe Cashquote des DWS Vermögensbildungsfonds. Noch Ende September betrug sie rund 15 Prozent. „Die Kasse steuere ich sehr aktiv“, betont Kaldemorgen. „Die Anleger fordern von einem aktiven Fondsmanager, dass er sich nicht nur darauf beschränkt, Aktien zu selektieren, sondern, dass er alle Quellen nutzt, aus denen er Performance ziehen kann.“ Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Aktionäre zweimal innerhalb von zehn Jahren massive Verluste erlitten hätten, sei die Forderung nach einer aktiven Steuerung der Kasse berechtigt. Da kann man Kaldemorgen beipflichten und muss hoffen, dass der Fonds wieder in die Erfolgsspur zurückfindet.

Besser sieht es dagegen beim Templeton Growth Fund aus. Dort ist der Abstieg offenbar beendet, der Templeton-Klassiker hat sich wieder auf FondsNote 3 hochgearbeitet. Fondsmanagerin Cindy Sweeting setzte zuletzt verstärkt auf europäische Aktien, was der Wertentwicklung des Fonds offensichtlich geholfen hat. Allerdings ist der Aufstieg auf Note 3 nur ein erster Lichtblick. Sweeting muss ihr Value-Portfolio nun dauerhaft auf Kurs halten. Immerhin läuft es seit Jahresbeginn wieder besser als in den Vorjahren.


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Dem in Euro notierten Pendant des Templeton Growth Fund steht die Hochstufung auf FondsNote 3 allerdings erst noch bevor. Weil er höhere Gebühren als das Original verlangt, trägt er weiterhin FondsNote 4.

Während einige Branchengrößen Federn lassen oder frühere Einbußen aufholen mussten, konnte sich mancher Neueinsteiger gut etablieren. Wie man gegen den Trend investieren und doch Rendite erwirtschaften kann, bewiesen Martin Mack und Herwig Weise. Sie setzten trotz der Aufholrally seit Frühjahr 2009 eher auf Defensive als auf Renditejagd. Gleich bei der ersten Bewertung heimste ihr Mischfonds M & W Privat die FondsNote 1 ein. Die beiden Hamburger Vermögensverwalter erwarten weiterhin, dass die Tiefstände von 2009 erneut getestet werden. Daher investieren sie in Edelmetalle. Die waren bisher stark gefragt und brachten hohe Renditen.

Die €uro-FondsNote: Die Fondsbewertung des Finanzen Verlags wird in Kooperation mit dem Münchner Analysehaus FondsConsult jeden Monat neu berechnet. Einer Schulnote vergleichbar, berücksichtigt sie das Abschneiden der Fonds in den vergangenen vier Jahren, das Risiko, das der Fondsmanager eingegangen ist, sowie die Aussichten auf künftige vergleichbare Leistungen.

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