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19.02.2010 06:00

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Goldener Bulle: Die besten Fonds 2010


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Seit der Fusion der beiden Gesellschaften Templeton und Franklin finden Anleger den bewährten Value-Ansatz von Templeton und den flexiblen, Growth-orientierten Ansatz von Franklin in einer Firma. Das Zusammenspiel funktioniert. Michael Hasenstab und Edwin Lugo holen zusammen elf von 16 Awards, die Franklin Templeton insgesamt abräumt. Ähnlich konzentriert sind die Preise bei anderen Gesellschaften, die in diesem Jahr gut abschnitten. So erreichte Star­manager Geoff Blanning mit seinen beiden Absolute-Return-Rentenfonds allein fünf Auszeichnungen – ein Drittel der 15 Awards, die das britische Traditionshaus Schroders insgesamt verbucht. Der Lohn: ein zweiter Platz im Gesamtklassement.

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Andererseits ist der Manager vorsichtiger als die Konkurrenz. Bevor er in ein Land investiert, sprechen die Analysten von Schroders nicht nur mit Investmentspezialisten, sondern mit Politikern, Zentralbankern und anderen Personen vor Ort, die eine hilfreiche Einschätzung liefern können. „Überall gibt es kleine Informationsstücke, die wir zu einem Gesamtbild zusammenfügen“, erklärt Blanning.

Wie treffsicher dieses Bild ist, beweisen die hervorragenden Ergebnisse seiner Fonds. So erzielte der Schroders Emerging Market Dept AR auf Sicht von drei Jahren über 19 Prozent. Selbst im Horrorjahr 2008, als viele Schwellenländer­Rentenfonds bis zu 30 Prozent verloren, hielt sich der Fonds mit einem kleinen Minus von 2,2 Prozent glänzend.

Solche Erfolge ziehen Geld an. In dem Fonds stecken mittlerweile über vier Milliarden Euro, hauptsächlich von institutionellen Investoren. Doch gerade für konservative Privatanleger ist der Fonds attraktiv. Geringe Schwankungen und eine zu erwartende Rendite von fünf bis acht Prozent passen in jedes Depot. Dank Blannings Leistungen ist Schroders in diesem Jahr die Fondsgesellschaft mit der besten Erfolgsquote bei Rentenfonds. Beim Rennen um den Titel Rentenmanager des Jahres setzten sich die Briten deutlich gegen Threadneedle und Co durch. Aktienhaus des Jahres 2010 ist Franklin Templeton. Hier sorgte Edwin Lugos Nebenwertefonds für die knappe Entscheidung gegenüber den Asienexperten von Fidelity.

Rohstoffguru

Ähnlich erfolgreich wie Edwin Lugo arbeitet Evy Hambro für seine Fondsgesellschaft BlackRock. Mit seinen beiden Fonds BGF World Mining und World Gold erringt der Starmanager der Rohstoffbranche vier der elf Awards von BlackRock. Beide Produkte sind mit Abstand die größten und langfristig erfolgreichsten ihrer Kategorie und jeweils mehrere Milliarden Euro schwer.

Doch das Argument, diese Milliarden schränkten die Performancemöglichkeiten der Fonds ein, lässt Evy Hambro nicht gelten: „Trotz seines Volumens hat der BGF World Mining noch genug Spielraum.“ Schließlich besitze das Universum mittlerweile eine Marktkapitalisierung von rund einer Billion Dollar.Als Hambro – als einer der ersten Manager – das Thema Rohstoffaktien in den 90er-Jahren aufgriff, war es noch eine kleine Investmentnische. Komplett verändert hat den Sektor vor allem die Nachfrage aus China. „Als ich vor über zehn Jahren anfing, hatte sie nicht annähernd das jetzige Niveau“, meint Hambro, der viel Zeit der Marktanalyse für einzelne Metalle widmet, bevor er die besten Minen aussucht. Aufgrund des Rohstoffhungers der stark wachsenden Schwellenländer sieht Hambro weiter gute Perspektiven für Minenaktien, denn „die demografische Entwicklung spricht für die Wachstums­region Asien. Rohstoffunternehmen sind ein Weg, davon zu profitieren.“

Deutsche Bilanz

BlackRock, Franklin Templeton, Fidelity, Schroders – in diesem Jahr dominieren ausländische Anbieter das €uro-Ranking der besten Fondsgesellschaften. Doch wo bleiben die großen deutschen Anbieter? Während Allianz Global Investors, DWS und Deka noch passabel abschneiden, muss man bei Union Investment schon gründlich suchen, um FundAwards in der Statistik zu finden. Gerade einmal sechs Fonds in rund 60 Kategorien über drei Zeiträume schaffen es unter die ersten drei – und das bei durchschnittlich 70 Fonds, die Union ins Rennen schickt.

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Mit Franklin Templeton aber wird in diesem Jahr eine Gesellschaft ausgezeichnet, die in Deutschland eine lange Tradition hat. Templeton war einer der ersten ausländischen Anbieter und verkauft seit den 80er-Jahren den Templeton Growth Fund. Mit über 13 Milliarden Euro Volumen und als einer der dienstältesten Investmentfonds überhaupt ist er immer noch Franklin Templetons Flaggschiff.

Transparente Erfolgsrezepte

Zwar blieb er in den Jahren 2007 und 2008 hinter dem Vergleichsindex MSCI World und den Erwartungen der Anleger zurück, doch 2009 konnte der Abwärtstrend teilweise gestoppt werden. Fondsmanagerin Cindy Sweeting blieb zwar auf Indexniveau, verlor aber gegenüber den meisten Vergleichsfonds weiter an Boden. Trotz der teils massiven Kritik blieb das Managementteam beim langfristig bewährten Value-Stil, der im Fonds seit 1954 gepflegt wird. Franklin-Templeton-Geschäftsführer Berben ist darauf stolz. „Die Stiltreue des Templeton Growth Fund ist das beste Beispiel für unsere Berechenbarkeit und Transparenz“, sagt er.

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Bildquellen: Axel Griesch
Seite:  1234

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Kommentare zu diesem Artikel

BubbleBobble schrieb:
29.07.2010 16:21:10

Überschrift: -Das Börsenjahr 2009 hat den Fondsmangern alles abverlangt...- zum Kringeln!

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