Ich kaufe jetzt: Allianz Renminbi Currency
Geboren: 1969 in Straßburg
Position: Geschäftsführer der Valorvest Vermögensverwaltung
Keine Frage wird derzeit häufiger gestellt als die nach Alternativen zu Euroanlagen. Neben den oft genannten Sachwerten wie Aktien, Immobilien, Edelmetallen und Rohstoffen sind Fremdwährungsanlagen eine sinnvolle Möglichkeit der Portfoliodiversifikation. Geografisch naheliegend sind hier der Schweizer Franken und die Norwegische Krone, aber auch der Polnische Zloty. Und auch außerhalb Europas sind interessante „Währungsstorys“ zu finden. Zum Beispiel in China.
Die sich im letzten Sommer andeutende Wachstumsverlangsamung entpuppte sich mittlerweile als temporäre Delle. Fundamental betrachtet sprechen die hohen chinesischen Devisenreserven einerseits sowie unverändert signifikante Überschüsse in der Handels- und Leistungsbilanz andererseits für zu erwartende Währungsgewinne. Die zunehmende Liberalisierung des Devisenmarkts sollte langfristig zu einer deutlichen Aufwertung der chinesischen Währung führen, deren Wechselkurs als exportfördernde Maßnahme derzeit staatlich kontrolliert wird.
Die Investition in Renminbi-Anleihen gestaltet sich allerdings schwierig. Diese sind meist nur außerbörslich erwerbbar und zudem oftmals nur in Stückelungen von umgerechnet etwa 125.000 Euro verfügbar. Für Privatanleger bietet sich zur Abdeckung dieses Anlagesegments der Allianz Renminbi Currency (WKN: A1J ED1) an. Dieser Fonds investiert überwiegend in Tagesgelder und kurz laufende Anleihen in chinesischer Währung und partizipiert an deren Wertentwicklung gegenüber dem US-Dollar. Das Wechselkursrisiko US-Dollar gegen Euro wird weitgehend abgesichert. Da sich die chinesische Notenbank bei der kontrollierten sukzessiven Freigabe ihrer Währung am Wechselkurs gegen den US-Dollar und nicht gegen den Euro orientiert, ist bei dieser Form der Anlage mit einer deutlich geringeren Schwankungsbreite als bei einem Renminbi-Direktinvestment zu rechnen.
Ihr bestes Investment? Aktien des Aachener Anlagenbauers Aixtron, deren Kurs sich Ende der 1990er-Jahre nach dem Börsengang innerhalb weniger Monate vervielfachte.
Ihr schlechtestes Investment? Aktien des Schweizer Unternehmens Tégé, dessen Pommes-frites-Automaten sich nicht am Markt etablieren konnten.
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