02.03.2017 12:00
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Globale Gewinner: Diese Aktien sind weltklasse!

Euro am Sonntag-Titel: Globale Gewinner: Diese Aktien sind weltklasse! | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Titel
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Trotz des jüngsten Höhenflugs des DAX bringen viele internationale Aktien mehr Rendite als die deutschen Konzerne. Wie Anleger ihr Depot erfolgreich globalisieren.
€uro am Sonntag
von Sven Parplies, Euro am Sonntag

Geldanlage ist eine sensible Sache. Verluste sind schmerzhaft. Anleger setzen darum gern auf vertraute Namen: Daimler, BASF und Allianz gehören zu den Lieblingsaktien der Deutschen. Diese drei Titel sind laut einer aktuellen Analyse des Onlinebrokers Comdirect mit den größten Volumen in den Depots vertreten.


Ebenfalls populär: Siemens, Deutsche Telekom, SAP, Bayer, Deutsche Bank und Munich Re. Der einzige ausländische Wert unter den Top Ten ist Apple. Der in Kalifornien ansässige Konzern ist dank iPhone den meisten Deutschen bekannt und darum quasi eingebürgert. Die Lieblingsaktien gehören zu grundsoliden Unternehmen. Trotzdem haben Anleger damit Rendite verschenkt.


Ein gleichgewichtetes Depot aus den zehn Lieblingen hat über die vergangenen fünf Jahre inklusive Dividenden 94 Prozent an Wert gewonnen. Ein gutes Ergebnis. Noch besser aber hätten Anleger aus Deutschland mit einem Investment in den MSCI World abgeschnitten. In Euro gerechnet legte der weltweite Aktienindex im ­selben Zeitraum um 102 Prozent zu. Der amerikanische S & P 500 verdoppelte sich auf Dollarbasis, in Euro schaffte er sogar 138 Prozent. Das zeigt: Wer sich über die Landesgrenzen hinauswagt, kann seine Rendite verbessern.

"Jedes Land, jede Kultur hat ­eigene Qualitäten. Wer weltweit investiert, kann von den Stärken aller Regionen profitieren", erklärt Andre Köttner, Fondsmanager und Co-Leiter Aktien bei der Deutschen Asset Management, die Vorzüge eines globalen Portfolios.


Den größten Aktienmarkt haben die USA. "Während viele Mittelständler aus Deutschland die Öffentlichkeit scheuen, ist ein Börsengang in Amerika oft eine Selbstverständlichkeit. Auffallend ist die Dominanz der USA bei Internet und Biotech, während Deutschland beispielsweise im Automobil- und Chemiesektor sehr stark ist", erklärt Köttner.

Auch die europäischen Nachbarn bieten mehr Vielfalt als Deutschland: die Niederlande den Konsumgüterkonzern Unilever oder den Ölriesen Royal Dutch Shell, Frankreich das Luxuskon­glomerat LVMH und den Energiekonzern Total, die Schweiz die Pharmawerte Roche und Novartis oder den Nahrungsriesen Nestlé.

Fluchtburg Amerika

Noch ein anderer Aspekt ist wichtig: Die USA sind die Heimat für viele der größten Konzerne der Welt. Apple etwa ist nach Börsenwert mehr als sechsmal so groß wie SAP, der größte DAX-Wert. Der wiederum käme im amerikanischen Aktienindex S & P 500 erst auf Platz 38. Größe wiederum bedeutet oft Widerstandskraft in Krisen. Auch der Dollar als inoffizielle Weltwährung macht amerikanische Unternehmen zur Fluchtburg in gefährlichen Zeiten.

Einen besonderen Charakter ­haben Schwellenländer. Die aufstrebenden Staaten aus Asien und Südamerika wachsen stark, sind aber anfällig für wirtschaftliche und politische Krisen. Wer dort investiert, muss sich also auf stärkere Turbulenzen einstellen, sollte langfristig aber belohnt werden. Chinas Bruttoinlandsprodukt beispielsweise wächst noch immer um sechs Prozent und mehr - für Europa und die USA ist das eine unerreichbare Dimension.

Aktuell spricht die Dynamik weiterhin für die amerikanischen Aktienmärkte. Die Republikaner wollen ihre Mehrheit im Parlament nutzen, um die Steuern radikal zu senken. Das wird die Unternehmensgewinne weiter steigern. In einer globalisierten Welt aber verschwimmen die Grenzen. Deutsche Unternehmen sind stark im Export und profitieren darum auch vom Wachstum anderer ­Länder. Das macht viele DAX-Konzerne zu guten Investments. Zugleich rücken aber amerikanische Unternehmen wie Google oder Amazon in den Alltag der Deutschen. Das macht es leichter, die Hemmschwelle zu überwinden und in starke Unternehmen anderer Staaten zu investieren.

Die Redaktion stellt auf den folgenden beiden Doppelseiten Aktien, ETFs und aktiv gemanagte Fonds vor, mit denen Anleger je nach Risikoneigung ihre Depots internationalisieren können.

USA: Land der Anlegerträume

Die Vereinigten Staaten bieten neben viel Hightech auch attraktive Banken.

Jeff Bezos ist schnell. Mit wenig Rücksicht auf die Marge investiert der Gründer des weltweit größten Onlinehändlers Amazon viel Geld - nicht nur in Erweiterungen des Kerngeschäfts, sondern auch in neue Märkte. In den Wohnzimmern seiner Kunden verändert Bezos mit günstiger Elektronik, dem Fire-TV-Stick zum Beispiel, die Art, wie Fernseher genutzt werden. Der internetfähige Riegel bringt nicht nur Amazons Filmbibliothek via Web auf die Bildschirme in den eigenen vier Wänden, sondern auch persönliche Bilder und Videos, die Kunden in Amazons Cloud speichern.

Der digitale Trend zur Cloud, dem Zugriff auf Software via Internet, verändert ganze Industrien. US-Konzerne prägen den technologischen Wandel, bei dem die Cloud einer der Megatrends ist. Bezos hat den Internethändler Amazon zu einem Technologieriesen entwickelt, der in neuen Märkten führend ist. Die Konzerntochter Amazon Webservices (AWS) steigerte ihren Umsatz 2016 um fast 50 Prozent auf 14 Milliarden Euro. Positiv für Aktionäre: Hier sind die Margen hoch - die Strategie des Amazon-Chefs ist also gold­richtig.

Mit Smartphones, Tablets und internetfähigen Sensoren in Autos, Flugzeugtriebwerken und Fabriken dringt das Web in immer mehr Bereiche der Wirtschaft vor. Damit entsteht das sogenannte Internet der Dinge als Hotspot für neue Märkte, vorangetrieben von US-Konzernen. Um diese neuen Chancen zu nutzen, investiert Cisco, weltweit größter Anbieter für Ausrüstung für den Datentransport im Web, seine 65 Milliarden Dollar Cashreserven. Mit Zukäufen, wie jüngst AppDynamics, deren Technologie Firmensoftware in Netzwerken beschleunigt, nutzt Cisco seine Stärke im stagnierenden Stammgeschäft, um sich angrenzende Softwaremärkte zu sichern.

Biotech-Gigant

Stark sind US-Konzerne auch im Zukunftsmarkt Biotechnologie. Amgen ist mit deutlich mehr als 20 Milliarden Dollar Umsatz und einer nachhaltigen Dividendenpolitik Amerikas größter Biotechkonzern. Mit Arzneien für Krebstherapien und Cholesterinsenkern ist Amgen breit aufgestellt und hat in den vergangenen Jahren viel investiert -auch zulasten der Marge. Für 2017 wird deshalb eine Serie neuer Medikamente erwartet, die Hersteller von Nachahmerarzneien auf Distanz halten soll.

Anders als in den klassischen Wachstumsmärkten Technologie und Biotech profitieren die Favoriten der Anleger in den US-Märkten für Banken und Luftfahrtgesellschaften von einer starken Konsolidierung. So ist die Bank of America mit Zukäufen nach der Finanzkrise im Jahr 2009 zum führenden Filial­institut in den USA aufgestiegen. Im Investmentbanking und in der Vermögensverwaltung wurde eine starke globale Präsenz aufgebaut.

Den Markt für Fluggesellschaften kontrollieren nach etlichen Fusionen und Pleiten während der vergangenen Jahrzehnte jetzt vier große Konzerne - Delta, American Airlines, United Continental und Southwest Airlines. Zwei Drittel des Markts gehören ihnen. Der Unterschied zu Europa: Die Preise und damit die Gewinnmargen sind stabiler, der Einfluss der Gewerkschaften hat abgenommen. Unser Favorit South­west Airlines ist stark auf den Heimatmarkt fokussiert.

Investor-Info

US-Favoriten
Wachstums-Asse

Bei Amazon machen sich die hohen Investments in neue Märkte, die zulasten der Profitabilität gingen, mit Wertzuwächsen für Aktionäre bezahlt. Bei Amgen und Cisco schätzen Investoren auch die soliden Dividendenrenditen. Bank of America und Southwest Airlines sind Konsolidierungsgewinner.

Aktie ISIN Div.-Ren.1)
Amazon US0231351067 -
Amgen US0311621009 2,7 %
Bank of America US0605051046 1,5 %
Cisco US17275R1023 3,3 %
Southwest Airl. US8447411088 0,8 %
1) Dividendenrendite; Quelle: Bloomberg

S & P 500
Vereinigte Aktien

Der Leitindex für amerikanische Aktien ist der S & P 500. Er umfasst die größten Unternehmen der USA und bildet 75 Prozent der Marktkapitalisierung des dortigen Aktienmarkts ab. Größte Positionen waren zuletzt Apple, Microsoft und Amazon. Der Index ­eignet sich für langfristig orientierte Anleger gut als ein Kerninvestment. Investieren können Anleger in den S & P 500 über einen ETF unter anderem von State Street.

Fidelity America
Amerikanische Werte

Ein gutes Händchen auf dem US-Aktienmarkt hat das Management bei Fidelity bewiesen. Der Fonds setzt bevorzugt auf Titel, die von der Masse der Anleger ignoriert oder unterschätzt werden und damit günstig zu haben sind. Die Auswahl folgt also einem Value-Ansatz. Größte Positionen im Portfolio waren zuletzt Oracle, Verizon, L3 Technologies und Berkshire Hathaway. Die Dividenden werden bei diesem Fonds ausgeschüttet.

Europa: Der bunte Kontinent

Hohe Dividenden, wirksame Medikamente und dicke Luft.

Wenn es um die Dividende geht, können sich Anleger auf Roche verlassen. Zum 30. Mal in Folge will der Schweizer Pharmakonzern seine Dividende ­anheben. Nur die Zustimmung der Hauptversammlung steht noch aus.

Die wichtigsten Produkte von ­Roche sind drei Krebsmedikamente, die zusammen 40 Prozent des ­Umsatzes ausmachen. Wie fast die gesamte Pharmabranche muss sich Roche gegen härtere Konkurrenz wehren. Fürs laufende Jahr rechnet das Management deshalb nur mit einem Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozent­bereich. Neue Medikamente sollen die Ausfälle mittelfristig auffangen. Analysten gehen davon aus, dass ­Roche die Dividende auch nächstes Jahr anhebt. Die Dividendenrendite der Aktie liegt mit rund 3,5 Prozent über dem DAX-Niveau.

Als Geldquelle ähnlich zuverlässig ist der britisch-niederländische Konsumgüterhersteller Unilever, unter anderem bekannt für Deos (Rexona) und Fertiggerichte (Knorr). Das ­Management hat gerade ein Übernahmeangebot des US-Konkurrenten Kraft Heinz abgelehnt und sich dadurch unter Druck gesetzt. Bis Anfang April will Unilever darlegen, wie der Wert des Unternehmens gesteigert werden soll. Analysten spekulieren auf den Verkauf einzelner Produktbereiche und stärkere Kostensenkungen. Denkbar wäre auch, dass Unilever sogar das komplette Nahrungsmittelgeschäft verkauft, um sich auf die lukrativeren Bereiche Körperpflege und Haushalts­waren zu konzentrieren.

Rund sieben Prozent Dividendenrendite trauen Analysten bei aktuellem Aktienkurs Royal Dutch Shell zu. Der britisch-niederländische Ölkonzern leidet unter den noch immer niedrigen Rohstoffpreisen, hat seine Kosten aber deutlich gesenkt. In den vergangenen beiden Quartalen hat der Rohstoffriese genug Geld verdient, um Investitionen und die Dividende zu finanzieren. Der Aktienkurs wird weiterhin stark an der Entwicklung des Ölpreises hängen.

Qualm und Glamour

Geschmackssache ist die Aktie des britischen Tabakkonzerns British American Tobacco BAT (Lucky Strike). Zigaretten können Menschen töten, sind aber legal. Ihr Suchtcharakter macht sie zu einem lukrativen Geschäft. Die Nachfrage geht zwar zurück, die Hersteller aber können Preiserhöhungen durchsetzen. Wachstumspotenzial bietet der noch junge Markt für elektrische Zigaretten, die BAT derzeit in zehn Ländern verkauft.

Glamour verbreitet der französische Luxusgüterkonzern LVHM. Nach Umsatz größte Sparte sind Mode und Lederwaren wie von Louis Vuitton. Zum breiten Portfolio zählen unter anderem auch Uhren von Tag Heuer und Hennessy-Cognac. Die Luxus­güterindustrie litt lange unter sinkender Nachfrage aus Asien und unter der schleppenden Weltkonjunktur. Die jüngsten Quar­tals­ergebnisse, auch von LVMH, wecken aber die Hoffnung, dass der alte Glanz zurückkehrt.

Wie BAT ist auch LVMH in einer Branche aktiv, die im DAX nicht vertreten ist. Reine Rohstoffkonzerne wie Royal Durch Shell sucht man dort ebenfalls vergeblich. Pharma spielt bei Roche eine größere Rolle als bei Bayer und Merck. Unilever ähnelt Beiersdorf und Henkel, bietet aber eine deutlich höhere Dividendenrendite.svp

Europa-Favoriten
Stattliche Renditen

Die fünf von der Redaktion ausgesuchten Aktien aus Europa decken verschiedene Branchen ab und bieten dabei eine ordentliche ­Dividendenrendite. Royal Dutch Shell kommt auf die höchste Prozentzahl, ist aber auch ein etwas riskanteres Investment. Bei Unilever locken aktionärsfreundliche Maßnahmen.

Aktie ISIN Div.-Ren.1)
British Am. Tob. GB0002875804 3,7 %
LVMH FR0000121014 2,3 %
Roche CH0012032113 3,5 %
Royal Dutch Shell GB00B03MLX29 7,1 %
Unilever NL0000009355 3,1 %
1) Dividendenrendite; Quelle: Bloomberg

Investor-Info

Stoxx Europe 600
Ein ganzer Kontinent

Der Stoxx Europe bündelt 600 Aktien aus ganz Europa. Vertreten sind Unternehmen aus 17 Ländern, darunter auch Großbritannien und die Schweiz, die nicht zum Euroraum gehören. Größte Positionen sind der Nahrungsmittelkonzern Nestlé, der Pharma­riese Novartis und die Bank HSBC. Investieren können Anleger in den Index unter anderem über einen ETF von iShares. Dividenden werden bei diesem Produkt ausgeschüttet.

Invesco Europa CORE
Kühl kalkuliert

Nach einer klar definierten Vorgehensweise wählt der auf Europa fokussierte Fonds von Invesco seine Aktien aus. Kriterien sind neben Bewertungskennziffern u. a. auch Änderungen der Gewinnschätzungen und die relative Entwicklung einer Aktie gegenüber dem Gesamtmarkt. Etwas mehr als ein Viertel der Bestände waren zuletzt in britische Aktien investiert. Deutschland war knapp hinter der Schweiz mit 13 Prozent vertreten.

Schwellenländer: Wachsen mit den Riesen

Einen Teil des Depots sollten die aufstrebenden Märkte ausmachen. Denn sie werden in der globalen Wirtschaft immer wichtiger

von Andreas Hohenadl

Die Schwellenländer dürfen in einem international aufgestellten Depot nicht fehlen. Der Grund ist einfach: Nationen wie China oder Brasilien spielen in der Weltwirtschaft eine zu große Rolle, um sie zu ignorieren. Und das unabhängig davon, ob Aktien aus den Wachstumsmärkten gerade in Mode sind oder nicht. Für langfristig agierende Anleger sollten diese Titel zu den festen Bestand­teilen des Portfolios gehören.

Etwa 70 Prozent der Weltbevölkerung leben in den Schwellenländern. Sie tragen heute schon etwa 38 Prozent zur glo­balen Wirtschaftsleistung bei. ­Dieser Anteil wird sich in den nächsten Jahrzehnten deutlich erhöhen. So prognostiziert die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) in ­einer aktuellen Studie, dass die sieben größten Schwellenländer bis 2040 ungefähr doppelt so viel produzieren werden wie die ­sieben größten Industrienationen (G 7).

Treiber dieser Entwicklung werden vor allem China und Indien sein. Aber auch Indonesien, Brasilien, Russland, Mexiko und die Türkei werden bis 2050 im Ranking der größten Volkswirtschaften weiter vorrücken. Mit Ausnahme der Türkei liegen dann laut PwC-Prognose alle vor Deutschland, das - gemessen an der Kaufkraft - von aktuell Platz 5 auf Rang 9 zurückfallen wird.

Neue Mittelschicht

Basis für den Aufstieg vieler Emerging Markets bildet das starke Bevölkerungswachstum in diesen Ländern. Vor allem der hohe Anteil an jungen Menschen sorgt für einen ständigen Nachschub an Arbeitskräften. Dazu kommt, dass in Asien, Lateinamerika und Teilen Afrikas eine neue Mittelschicht heranwächst und den Konsum treibt.

Das führt nach Berechnung von PwC dazu, dass die sieben größten Schwellenländer bis 2050 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 3,5 Prozent verzeichnen. Die G 7-Staaten würden dagegen im Schnitt nur 1,6 Prozent pro Jahr zulegen. Gute Aussichten also für Anleger, die langfristig von den Wachstumsmärkten profitieren wollen.

Ein längerer Atem ist aber in der Tat notwendig, um heraus­ragende Renditen zu erzielen. Denn Schwellenländerinvestments bergen höhere Risiken. Zum einen unterscheiden sich diese Nationen sehr voneinander. Bei ressourcenreichen Ländern wie Brasilien oder Russland hat die Entwicklung der Rohstoffpreise entscheidenden Einfluss auf die Börse. Indien wie­derum ist sehr stark vom ­Binnenkonsum getrieben. Und China steckt in einem Transformationsprozess.

Galt das Reich der Mitte lange als Werkbank der Welt, soll die wirtschaftliche Dynamik nach dem Willen der Regierung künftig stärker durch die Inlandsnachfrage bestimmt werden. Doch noch immer beruht das hohe Wirtschaftswachstum auf staatlich getriebenen Investitionen, deren Nachhaltigkeit in vielen Fällen bezweifelt wird.

Daneben sind in vielen Schwellenländern die Kapitalmärkte verglichen mit der Realwirtschaft unterentwickelt. Zudem ist der Zugang für ausländische Investoren oft erschwert. Doch dieses Bild wandelt sich zusehends. So wachsen etwa institutionelle Investoren wie Versicherungen und Pensionsfonds in den Schwellenländern, die ihr Geld zunehmend in heimische Wertpapiere stecken.

In einem Punkt sind die Emerging Markets den Industrie­ländern schon heute überlegen: Sie sind deutlich geringer verschuldet und haben daher einen größeren Handlungsspielraum. Allerdings besteht der Großteil der Schulden in US-Dollar, was die Länder abhängig von der Entwicklung des Greenback macht.

Bei einem Investment in Schwellenländer sind also zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen. Für Privatanleger empfiehlt sich deshalb am ehesten ein breit gestreuter Fonds. Links unten stellen wir ein globales Schwellenländerportfolio und eines mit Schwerpunkt Asien vor. Daneben als günstiges passives Invest­ment einen Indexfonds auf den MSCI Emerging Markets.

Investor-Info

Comgest Growth Asia Pac. ex Jap.
Erfolgreicher Asien-Fonds

Die Asien-Pazifik-Region gehört für Schwellenländer-Investoren aufgrund ihrer hohen Wachstumsraten zu den attraktivsten Anlagezielen. Als Investment empfiehlt sich der langfristig sehr erfolgreiche Comgest-Fonds. Das stärkste Gewicht im Portfolio nehmen Aktien aus China und Indien ein. Investiert wird in erstklassige Unternehmen mit stetigem Wachstum. Über die vergangenen drei Jahre steht ein Plus von fast 90 Prozent.

Vontobel MTX Sust. EM Leaders
Nachhaltigkeit bringt Rendite

Wer global in Emerging Markets investieren will, für den bietet sich der Vontobel-Fonds an. Er setzt auf Unternehmen mit starker Wettbewerbsposition und hoher Rentabilität. Zusätzlich achtet er darauf, dass die Firmen Nachhaltigkeitskriterien in Bezug auf Umwelt, Mitarbeiter und Unternehmensführung erfüllen. Ein offenbar sehr gutes Konzept für die Schwellenländer, wie die Wertentwicklung von rund 65 Prozent über drei Jahre zeigt.

dbx Msci Emerging Markets ETF
Passiv in die Schwellenländer

Anleger, die für günstige Gebühren an der Entwicklung der weltweiten Wachstumsmärkte partizipieren wollen, können zum ETF von db X-trackers greifen. Denn dieser bildet die Wertentwicklung von mehr als 800 Unternehmen mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung aus 23 Schwellenländern ab. Am stärksten ist mit knapp 19 Prozent China gewichtet. Über drei Jahre steht ein Plus von knapp 35 Prozent zu Buche.
Bildquellen: Triff / Shutterstock.com, iStock, Kovak / Shutterstock.com

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

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