28.09.2012 15:19
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Allianz will keine Bunds

Euro fondsxpress
Allianz-Chef Michael Diekmann dürfte nun ein rotes Tuch für Europas Staatslenker sein. Europas größter und wichtigster Staatsfinanzierer will zukünftig Investitionen in europäische Staatsanleihen vermeiden. Sie seien ein riesiges Verlust­geschäft, sagte er in einem Interview mit dem „Handelsblatt“.
Als Grund nannte er den Haircut bei den Griechen-Bonds vom März dieses Jahres. Laut Handelsblatt hat die Allianz immerhin 27 Prozent ihrer 1,65 Billionen Euro in den nun nicht mehr als sicher geltenden Staatspapieren investiert. Gleichwohl hält es Diekmann für schwer, den Schwenk weg von den Euro-Staatsanleihen zu vollziehen. Als Alternativen sieht der Allianz-Chef US- und Schwellenländerpapiere. Überdies engagiert sich die Allianz bei erneuerbaren Energien. Das Unternehmen betreibt inzwischen schon mehr als 30 Windparks und auch einige Solarparks. Auch der Konkurrent Munich Re hat sich zuletzt stark in Windparks engagiert. Zudem hat der weltweit größte Rückversicherer angekündigt, auch in Hochspannungsnetze zu investieren.

Windparks, Solaranlagen und Parkuhren heißen die Alternativen

Der Anlagenotstand der Versicherer macht eben erfinderisch. So ist die Allianz auch am norwegischen Gasnetz Gassled beteiligt. Aber auch eine Gesellschaft, die Parkuhren in Chicago betreibt, gehört zum Portfolio der Allianz. Das zeigt, die großen der Branche suchen auch abseits der ausgetretenen Pfade nach renditeträchtigen Anlagen. Auch wenn man selbst nicht in Chicagoer Parkuhren investieren kann, so stellen wir Ihnen diese Woche mit dem Invesco Renminbi Fixed Income Fund (S. 13) eine interessante Alternative vor.

Ein ruhiges Wochenende wünscht Ihnen Jörn Kränicke, Chefredakteur

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