16.11.2012 16:38
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Das R-Wort ist wieder da

Euro fondsxpress
Nun macht mal wieder das ungeliebte R-Wort die Runde. Im dritten Quartal ist die Eurozone in die Rezession gerutscht. Selbst die letzten beiden Mohikaner – Deutschland und Frankreich – die noch leicht wuchsen, konnten dies nicht verhindern.
Allerdings spricht auch vieles dafür, dass Deutschland im vierten Quartal womöglich auch ein negatives Wachstum aufweist. Man schaue einfach nur mal auf die steigende Anzahl der Kurzarbeit. Im Oktober lag die Zahl mit 44 164 Kurzarbeitern auf dem höchsten Stand seit Dezember 2010. Allerdings beunruhigt weniger die Zahl, als vielmehr die Tatsache, dass viele namhafte Unternehmen bereits zu dem Mittel greifen müssen. Etwa MAN mit der vierwöchigen Betriebspause plus drei Wochen Schließung über Weihnachten. Bei Bosch wird ebenfalls in einigen Konzernteilen kurz gearbeitet. Diese Woche hat auch Infineon 1100 Mitarbeiter für ein halbes Jahr in Kurzarbeit geschickt.

Harte Zeiten drohen

Die kommenden Monate dürften also gerade für die Autoindustrie und ihre Zulieferer hart werden. Und wenn schon Deutschlands wichtigster Industriezweig schwächelt – er trägt immerhin rund 20 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei – könnte es für den Rest der Wirtschaft auch ungemütlich werden. Zumal auch der Ifo-Index noch kein Anzeichen von Leben zeigt. Daher gibt sich derzeit auch kaum einer der Strategen optimistisch. Aktuell erwarten die meisten Auguren keine deutliche Erholung in der Eurozone vor der zweiten Jahreshälfte 2013. Was dies kurzfristig für die Aktienmärkte heißt, ist schwer zu sagen. Optimisten würden argumentieren, dass die Märkte die Erholung immer rund sechs Monate vorher antizipieren

Ein sonniges Wochenende wünscht Ihnen Jörn Kränicke, Chefredakteur

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