Die Griechen knicken ein

Draghi will durch die Hintertür Geld nach Griechenland schieben
Doch Mario Draghi hat schon einen Weg durch die Hintertür gefunden. Die EZB könnte seiner Meinung nach die günstig erworbenen Anleihen zum Nominalwert an den EFSF weiterreichen und den Gewinn an die Euro-Regierungen ausschütten, die ihn wiederum nach Athen überweisen. So könnte die EZB das Verbot der direkten Staatsfinanzierung geschickt umgehen. Aber machen wir uns nichts vor: Selbst wenn getrickst und umgeschuldet wird und das Geld aus dem Rettungschirm fließt — wie soll Griechenland wieder auf die Beine kommen? Schon jetzt liegt die offizielle Arbeitslosenquote bei über 20 Prozent. Zudem fordert das Sparpaket weitere Entlassungen von Beamten. Dieses Jahr sollen 15 000 gehen und bis 2015 noch mal 150 000. So weit so gut. Aber was kommt nach dem Sparwahn? Wachstum sicher nicht, dafür fehlt es in Griechenland einfach an der industriellen Basis, die auch nicht über Nacht aufgebaut werden kann. Die Pleite ist nah!
Ein sportives Wochenende wünscht Jörn Kränicke, Chefredakteur
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