12.04.2013 14:07
Bewerten
 (57)

Die armen Deutschen

Euro fondsxpress
Deutsche ärmer als Zyprer! Das ist das Ergebnis der nun komplett veröffentlichten repräsentativen EZB-­Untersuchung. Die ersten Daten wurden ja schon während der Zypern-Rettung bekannt.
Aber wohlweislich hielt die EZB zahlen für Zypern und andere Krisenstaaten erst einmal zurück, bis alles in trockenen Tüchern war. Laut EZB besitzen Bundesbürger im Median nur 51 000 Euro. Damit ist Deutschland das Schlusslicht in der EU. Griechen besitzen das doppelte. ­Zyprer sogar 267 000 Euro. Ein Aufschrei von Politikern oder Moderatoren der mit heißer Nadel gestrickten Talkshows ist jedoch nicht zu ­hören. Nur die Kommentatoren der großen Tageszeitungen befleißigen sich, dies aufzugreifen. Auffällig dabei ist, dass die eher linken Publikationen teils aberwitzige Argumentationen vorbringen, warum die deutsche Bevölkerung viel reicher sei, als dargestellt.

In Griechenland gibt es das doppelte vom letzen Gehalt

Es wird etwa das Rentensystem angeführt. Dabei ist dies umlagefinanziert, und man hat dort gar nichts angespart. Ähnliche Systeme gibt es in vielen anderen Ländern auch, nur das Niveau liegt deutlich ­höher. In Griechenland bekommt man laut OECD 82 Prozent des letzten Gehalts. Bei uns noch 39 Prozent. Ebenfalls die niedrige Immobilienquote muss herhalten. Aber wer kein Haus ­besitzt, müsste doch eigentlich mehr auf der hohe Kante haben. Oder das angeblich mieterfreundliche Mietrecht wird angeführt. Auch wenn die EZB-Studie sicher ihre Macken hat, zeigt sie doch, dass der Süden wegen seinen laxen Haltung gegenüber Steuersündern viel reicher ist als gedacht. Hierzulande wurden die Bürger schon jahrzehntelang durch hohe Steuern enteignet, in Zypern führt das nun zum Aufschrei.

Ein sonniges Wochenende wünscht Jörn Kränicke, Chefredakteur

Zum Download von Euro fondsxpress klicken Sie bitte HIER



Sie können den fondsxpress, der immer freitags per E-Mail zugestellt wird, auch kostenlos abonnieren unter: www.fondsxpress.de

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX leicht im Plus -- Infineon erwartet weiteres Wachstum in Asien -- Allianz denkt über Aktienrückkauf nach -- Brent-Rohöl über 50 Dollar --Infineon, Allianz im Fokus

Smartphone-Probleme bremsen Lenovo. Chiphersteller Infineon erwartet weiteres Wachstum in Asien. Banco Popular will Kapital erhöhen. Microsoft hat zwei neue Xbox-Modelle im Köcher. Höhere Herstellungskosten drücken KWS-Ergebnis. Brasiliens Regierung plant Verkauf von Flughafenanteilen. Irland ruft EuGH wegen Facebook an.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.
In welcher Metropolregion leben am meisten Menschen?
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experte
Volatilität in Schwellenländern

Umfrage

Bundeskanzlerin Merkel hält trotz aller Kritik am umstrittenen Flüchtlingspakt mit der Türkei fest. Wie bewerten Sie dessen Chancen?