Union Investment Vorstandsvorsitzender Hans Joachim Reinke wünscht sich mehr Klarheit bei den geplanten regulatorischen Maßnahmen und mehr Augenmaß in der Diskussion. Ansonsten würden sich seiner Meinung nach die über 30 aktuellen Regulierungsvorhaben für die Branche wohl teilweise gegenseitig widersprechen. Reinke ist bereits seit Langem ein scharfer Kritiker der Transaktionsteuer. Seinem Unternehmen würde die Steuer zwar nicht schaden, aber die Kunden dagegen stark belasten. „Die Finanztransaktionsteuer wird die Falschen treffen — nicht die Verursacher der Krise, sondern die Kleinsparer.
Es wäre eine zusätzlich Steuer für Kleinsparer
Sie ist nichts anderes als eine zusätzliche Abgabe für die Menschen, die mit ihren Steuergeldern schon genug für die Misere der Eurostaatenkrise einstehen müssen“, sagt er. Als Beleg führte er die Europäische Kommission selbst an. Sie habe die Auswirkung der Finanztransaktionsteuer am Beispiel eines niederländischen Pensionsfonds überprüft und eine Reduzierung der Ablaufleistung um acht Prozent errechnet. Allianz-Chef Michael Dieckmann schlägt in die gleiche Kerbe. Er warnte davor die Finanztransaktionsteuer auf Geschäfte für die Altervorsorge anzuwenden. Denn schon heute müssten die Menschen aufgrund der niedrigen Zinsen ein Drittel mehr sparen, um bei der Altersvorsorge den gleichen Effekt zu erzielen wie in einem normalen Zinsumfeld.
Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen Jörn Kränicke, Chefredakteur
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