01.03.2013 13:51

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Hedgefonds Verbot droht


Das Wörtchen „Verbot“ hat in diesen Tagen Hochkonjunktur. In dieser Woche hat die Europäische Union beschlossen, die Bonus-Zahlungen für Banker fast zu verbieten. Sie sollen nur noch maximal in der Höhe eines Jahres­gehalts ausgezahlt werden.

Ausnahmen soll es nur dann geben, wenn auf der Hauptversammlung die Mehrheit der Aktionäre dafür ist. Dann darf der Bonus höchstens doppelt so hoch sein wie das Festgehalt. Gelten soll dies für die rund 8200 europäischen Banken. Aber auch für die in der EU tätigen Häuser aus anderen Ländern. So sinnvoll eine Begrenzung der oft absurden Gehälter ist, man sollte doch lieber den „Schweizer Weg“ gehen. Dort stimmen am Sonntag die Bürger bei der Volksabstimmung der „Abzocker-Initiative“ darüber ab, ob Aktionäre künftig bindend über die Vergütung der Manager bestimmen sollen. Zudem sollen Antrittsprämien und Abfindungen verboten werden.

Die Chancen stehen gut für die Initiative

Die Chancen, dass sich die Initiative durchsetzt, stehen gut. Jüngsten Umfragen zufolge wollen 64 Prozent der Eidgenossen dafür stimmen. Aber nicht nur die Gehaltsfrage treibt die Finanzbranche um. Auch die deutsche Politik heckt einiges aus. Das Wahlprogramm der „Linken“ sieht ein Verbot von Hedgefonds und Derivaten vor. Früher wäre dies ein Aufreger gewesen. Nun ist es Mainstream. Auch die Regierungskoalition will ein Hedgefondsverbot. In der AIFM-Richtlinie ist dies vorgesehen und Mitglieder des Finanzausschusses wie Hans Michelbach fordern dies vehement. In der Bundestagsdebatte sagte er: „Wir verbieten jetzt Hedgefonds für Privatanleger.“ Nach neun Jahren heißt es nun Abschied nehmen.

Ein frühlingshaftes Wochenende wünscht Ihnen Jörn Kränicke, Chefredakteur

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Kommentare zu diesem Artikel

I. Jarakoff schrieb:
02.03.2013 15:37:12

Willkommen in der finanziellen Repression!!!

Die Planwirtschaft kommt...

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