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27.07.2012 14:44

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Offene Immobilienfonds sollen verboten werden


Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat einen Feind: Die Investmentfondsbranche. Zum einen sperrt er sich gegen die steuerliche Gleichstellung von Fondssparplänen mit Lebensversicherungen. Dafür hatte sich der BVI stark gemacht.

Das für Anfang 2013 geplante „Altersvorsorgeverbesserungsgesetz“ enthält nun keinen entsprechenden Passus. Und nun droht das Verbot Offener Immobilienfonds. Denn im Diskussionsentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Umsetzung der AIFM-Richtlinie ist dies vorgesehen. Neu aufgelegte Offene Immobilienfonds soll es nicht mehr geben dürfen. Für die derzeit auf dem Markt befindlichen Fonds soll es jedoch Bestandsschutz geben. Sollte der Entwurf Realität werden, würden neue Immobilienfonds nur noch als geschlossene Fonds im KG-Mantel auf den Markt kommen.

Die Nachfrage ist ungebrochen

Zumal sich ernsthaft die Frage stellt, wer soll damit eigentlich geschützt werden? In den ersten fünf Monaten investierten Deutschlands Kleinsparer freiwillig 1,5 Milliarden Euro in Offene Immobilienfonds. Die Politik tickt schon komisch. Denn: Bislang ist das 2011 beschlossene Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz (AnsFuG) noch nicht mal Realität – bis 2013 muss es umgesetzt sein – und soll nun schon Makulatur sein. Das verstehe, wer will. Die darin vorgesehene Regulierung dürfte die zuletzt aufgetretenen Probleme aus der Welt schaffen. Darin ist geplant, dass Rückgaben auf maximal 30 000 Euro einmal pro Halbjahr beschränkt sind. Zudem gibt es eine zweijährige Mindesthaltefrist. Bleibt nur zu hoffen, dass in Berlin der Sachverstand nur Sommerpause hat und solcher AIFM-Quatsch nicht Gesetz wird.

Ein erholsames Wochenende wünscht Jörn Kränicke, Chefredakteur

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