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19.10.2012 15:31

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Patriotische Italiener


Im Sommer forderte nicht nur das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) – zum Abbau der Schulden in Europa – die Bürger mit großem Vermögen stärker zur Schuldentilgung heranzuziehen.

Damals erwärmte sich nicht nur das DIW, sondern auch Politiker wie Wolfgang Schäuble für Zwangsanleihen für „Reiche“. Das der Zwang gar nicht nötig ist, zeigt nun das viel geschmähte Italien. Dort machte Mario Monti mit einer speziell auf Privatanleger zugeschnittenen Anleihe den Bürgern schmackhaft, dem Staat dringend benötigtes Geld zu leihen. Satte 18 Milliarden Euro sammelte der italienische Staat binnen drei Tagen ein. Die Konditionen für die vier Jahre laufende Anleihe sind nicht schlecht. Sie wird mit 2,55 Prozent verzinst. Obendrauf kommt noch die Inflation. Anleger, die die Papiere bis zur Fälligkeit 2016 halten, erhalten sogar noch einen Bonus von 0,4 Prozent.

Italiener sind Patrioten

Die Italiener scheinen also echte Patrioten zu sein und glauben an ihr Land. Das ist ein entscheidender Unterschied zu Griechenland. Hier würde eine solche Anleihe sicher jämmerlich scheitern. Es scheint also so, als ob man sich um Italien weniger sorgen machen müsste. Vielmehr sollte man mal einen Blick über den Brenner werfen. Denn der dortige Aktienmarkt bietet imer noch so manches Schnäppchen. Viele Aktien von Top-Unternehmen sind nur in etwa halb so hoch bewertet wie ihre ausländischen Konkurrenten. Lesen Sie hierzu auch unser dieswöchiges Interview auf Seite 11. Gilles Guibout, Manager des AXA Framlington Italy erklärt, warum ein Einstieg trotz der schon gestarteten Rally immer noch lohnt.

Ein sonniges Wochenende wünscht Ihnen Jörn Kränicke, Chefredakteur

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Kommentare zu diesem Artikel

hotWolf schrieb:
19.10.2012 23:02:06

Tja - Schuld an diesem Zustand ist der Obergefreite aus Braunau. Und seit dieser tot ist, gibts die Erbschuld in Deutschland.

bruehlsax schrieb:
19.10.2012 19:20:24

Dumm nur daß sowas und ähnliches für Deutschland kaum in Frage kommt.
Sind doch Patriotismus, Vaterland, Heimat usw. hier verpönt und nicht gefördert im Einheitsbrei, wer soll sich da zum Staat bekennen?! Ja, jetzt könnte der Staat solche Bekenntnisse gebrauchen - Gold gab ich für Eisen 1813 !

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