09.11.2012 14:45
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Quo vadis China?

Euro fondsxpress
Pünktlich zum seit gestern tagenden 18. Parteikongress mehren sich die ­Anzeichen, dass die Flaute in China und somit eine harte Landung des Riesenreichs erst einmal abgewendet zu sein scheint.
Zhou Xiaochuan, Chef der chinesischen Zentralbank (People’s Bank of China) glaubt, dass das Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im vierten Quartal wieder zulegen wird. Nach sieben mauen Quartalen wäre dies auch wieder bitter nötig. Denn dieses Jahr wird wohl das schwächste seit 1999 sein. „Nur“ 7,4 Prozent wird wohl das Wachstum 2012 betragen. Im Vorjahr waren es noch 9,3 Prozent. Mit der nun anziehenden Konjunktur könnten Chinas neue Machthaber gute Startvoraussetzungen haben. Bis Donnerstag kommender Woche findet der Parteikongress noch statt. Auf dem nur alle fünf Jahre stattfinden Ereignis wird Chinas Weg für die kommenden zehn Jahre bestimmt. Die 2300 Delegierten werden über den neuen Parteichef entscheiden. Es ist kein Geheimnis, dass der bisherige 59-jährige Vizepräsident Xi Jinping das Rennen machen wird. Er beerbt damit den 69-jährigen Hu Jintao.

Xis Verwandschaft besitzt Millionen

Beim Volkskongress im März 2013 wird er dann auch Hus Nachfolge als Staatspräsident antreten. Xi gibt sich zwar als Vorkämpfer gegen Korruption. Bloomberg enthüllte jedoch im Sommer, dass seine Verwandten Vermögen in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro besitzen. Gleichzeitig­ mahnte Hu gestern: Wenn die Frage der ­Korruption nicht gelöst werde, würde sie der Partei tödlichen Schaden zufügen. 600 000 Beamte wurden allein in den vergangenen fünf Jahren wegen Korruption belangt. Quo vadis China dürfte aktueller denn je sein!

Ein sonniges Wochenende wünscht Ihnen Jörn Kränicke, Chefredakteur

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