06.09.2013 14:15
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Zinstief bleibt länger

Euro fondsxpress
Derzeit blickt die Anlegerwelt immer gespannt darauf, was die wichtigsten Notenbanker wie Mario Draghi oder Ben Bernanke von sich geben. Am gestrigen Donnerstag war es wieder einmal bei der EZB so weit.
Draghi betonte erneut, dass die Zinsen länger auf diesem Niveau (0,5 %) verharren oder sogar sinken können. Die Konjunktur in Europa läuft zwar besser, aber angesichts der Zahlen ist ein Boom in weiter Ferne. Die Wachstumsprognosen der EZB belaufen sich für 2013 auf minus 0,4 Prozent und fürs kommende Jahr sind ein Prozent prognostiziert. Auch Inflation wird von der EZB kaum erwartet. Sie soll bei 2014 bei 1,3 Prozent liegen. Trotz der bis auf Weiteres wohl lockeren Euro-Geldpolitik sind die langfristigen Zinsen abermals deutlich gestiegen. Die 10-jährige Bundesanleihe rentiert nun wieder über zwei Prozent. Das schmeckt der EZB nicht unbedingt. Sie möchte nach Möglichkeit keine steigende Zinsen am langen Ende. Denn sie könnten die nach wie vor schwache Konjunktur schnell wieder abwürgen. Das wird Draghi wohl mit aller Macht verhindern.

Jetzt auf Anleihen setzen

Daher gibt es derzeit eine Menge Fondsmanager, die bei Bonds Kaufkurse sehen. Bert Flossbach gehört etwa dazu. Gleichwohl dürfte diese Wette nur auf Sicht von vielleicht 12 oder 14 Monaten aufgehen. Diese Spielchen sollte man daher den Profis überlassen. Zumal es inzwischen aus Renditegesichtspunkten interessantere Anlagen gibt — die Emerging Markets etwa. Dort haben sich inzwischen die Kurse stabilisiert. Wer dort einsteigen möchte, für den haben wir eine Topempfehlung — den WMP Emerging Markets Established Leaders. Er investiert sehr erfolgreich in die lokalen Töchter von Unternehmen wie Nestlé oder Unilever (S. 3).

Ein ruhiges Wochenende wünscht ­Ihnen Jörn Kränicke, Chefredakteur

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