aktualisiert: 15.10.2012 14:42
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FondsNote: Franzosen unter Druck

EuroFondsNote
Für die Anlegerlieblinge Carmignac Patrimoine und Investissement gibt es diesmal schlechtere Noten. Dagegen wird die Risikobereitschaft beim BGF Emerging Europe belohnt.
€uro am Sonntag

von Marc Hofmann, Euro am Sonntag

Die neuen FondsNoten für Oktober sind da. Und diesmal bringen sie für die erfolgsverwöhnte Fondsboutique Carmignac keine guten Nachrichten. Sowohl für den Mischfonds Patrimoine als auch für den Aktienfonds Investissement zeigt der Daumen nach unten. Von Note 2 geht es auf Note 3 hinab. Dies hat vor allem technische Gründe. Denn in der €uro-FondsNote spielen neben Risikoaspekten und Zukunftserwartungen auch die Leistungen der Vergangenheit eine Rolle. Konkret heißt das: die Wertentwicklung der letzten vier Jahre.

Bislang fiel in diesen Betrachtungszeitraum noch das Jahr 2008. Dort schnitten beide Fonds des Franzosen hervorragend ab. Durch den Verzicht auf Gebühren und eine erstklassige Managementarbeit schaffte es Carmignac 2008, seine Fonds in den schwarzen Zahlen zu halten. Ein Kunststück, das kaum einem anderen gelang. Bei der aktuellen FondsNote ist nun jedoch dieser Beobachtungszeitraum herausgefallen. Da Carmignac in den Folgejahren zwar keine schlechte, aber eben nur durchschnittliche Kost bot, ist die FondsNote gesunken. In unserem defensiven Depot halten wir allerdings weiter am Investissement fest. Denn die Krisenstärke des Fonds bleibt unbestritten.

Erfreulicher lief es dagegen für den Emerging-Europe-Fonds von BlackRock. Für den Osteuropa-Aktienfonds ging es von Note 2 auf Note 1. Mit einem Plus von 76 Prozent in vier Jahren schlägt er Vergleichsprodukte wie etwa den Magna Eastern European Fund C deutlich. Die Risikobereitschaft von Manager Sam Vechta ist dabei allerdings auch höher als die seiner Kollegen. Das beweist nicht zuletzt die starke Ausrichtung des Fonds auf russische Titel, die knapp 50 Prozent des Portfolios ausmachen. Allein die drei Aktien von Lukoil, Gazprom und Sberbank bringen zusammen 28 Prozent auf die Waage.

Seine Russland-Affinität begründete Vechta kürzlich so: „Russische Aktien könnten in den nächsten zwölf Monaten um bis zu 40 Prozent steigen, da die Regierung die Energiekonzerne dazu drängt, ihre Dividenden nachhaltig zu erhöhen.“ Behält Vechta recht, so könnte sich seine Risikobereitschaft einmal mehr auszahlen.
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