Fidelity European Growth Fund Erfolgsgeschichte
Kronberg im Taunus (aktiencheck.de AG) - Alexander Scurlock blickt nach dem ersten Jahr als Fondsmanager des Fidelity Funds - European Growth Fund (ISIN LU0048578792/ WKN 973270) auf eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte zurück, so die Experten von Fidelity International.
Der von ihm vorangetriebene Portfolioumbau habe dem Fonds trotz volatiler Märkte und zeitweise hoher Mittelabflüsse eine überdurchschnittliche Wertentwicklung ermöglicht. Das Flaggschiff sei mit einem Plus von 6,14 Prozent im Jahr 2007 an die Spitze seiner Vergleichsgruppe zurückgekehrt. Die Rating-Agentur Standard & Poor's habe Scurlock bereits nach wenigen Monaten die sehr gute Note AA verliehen. Weniger Titel im Portfolio, ein stärkerer Fokus auf Großunternehmen, eine konsequente Einzeltitelauswahl sowie eine erhöhte Liquiditätsquote - das seien die Eckpunkte der Erfolgsstrategie, nach der Alexander Scurlock den Fidelity European Growth Fund ausgerichtet und durch sein erstes Jahr als Manager des Investmentklassikers geführt habe. Damit gehöre der Fonds, der mit 1.023 Prozent über einen Zeitraum von 15 Jahren die beste Wertentwicklung aller vergleichbaren Fonds erzielt habe, nun auch über kürzere Zeiträume wieder zu den Spitzenprodukten seiner Kategorie. 2007 habe er besser als 89 Prozent seiner 399 Produkte umfassenden Vergleichsgruppe abgeschnitten (Stand: 31. Dezember 2007). "Alexander Scurlock hat das Richtige unternommen, um den Fidelity European Growth Fund auf die Veränderungen an den Börsen und beim Anlegerverhalten einzustellen. Dadurch ist und bleibt der Fonds ein erstklassiges Basisinvestment sowie eine Bereicherung für jedes Depot", habe Alfred Strebel, Sprecher der Geschäftsleitung von Fidelity International in Deutschland, gesagt.
Der Umbau des Fidelity European Growth Fund habe zum Großteil im ersten Quartal 2007 stattgefunden. In dieser Phase habe Scurlock Marktschwankungen für den gezielten Auf- und Abbau von Positionen genutzt. Er habe die ausgeprägten Branchen-, Marktkapitalisierungs- und Ländergewichtungen reduziert und damit das Schwankungsrisiko verringert. Die Anzahl der Titel im Portfolio sei von rund 240 um die Hälfte gesunken. Die höhere Konzentration sorge nun für einen stärkeren Einfluss der einzelnen Positionen auf die Wertentwicklung. Rund 90 Prozent des Zuwachses des vergangenen Jahres seien Resultat der Titelauswahl. Bezogen auf die Unternehmensgrößen habe Scurlock seinen Fokus stärker auf Large Caps gerichtet, da diese seiner Ansicht nach im aktuellen Marktumfeld die besten Renditechancen bieten würden. Entsprechend sei die durchschnittliche Marktkapitalisierung der Titel im Portfolio gestiegen. Ende September 2006 habe die Kapitalisierung im Schnitt je 13 Mrd. Euro betragen, während der Mittelwert der Unternehmen im Vergleichsindex bei 42 Milliarden Euro gelegen habe. Nach dem Umbau entspreche die Marktkapitalisierung jetzt in etwa der des Index. Mit diesen Unternehmen steuere der Fonds weiterhin gut durch die aktuellen Turbulenzen im Zuge der US-Hypothekenkrise: Große Gesellschaften seien liquider und weniger auf Fremdmittel angewiesen als kleine Unternehmen. Dadurch seien sie den gestiegenen Kreditmarktrisiken besser gewachsen und würden auch künftig gute Gewinnaussichten bieten.
Um Renditepotenziale optimal zu nutzen, setze Alexander Scurlock insgesamt wieder deutlich auf die Stärke von Fidelity und wende eine gezielte Einzeltitelauswahl an. Untersuche Scurlock das Gewinnpotenzial einer Aktiengesellschaft, gleiche dies einem Puzzlespiel: In der Mitte liege das Unternehmen; nur wenn sich mit den umliegenden Teilen, also Kunden, Zulieferern, Wettbewerbern und Herstellern von Ersatzprodukten ein stimmiges Bild ergebe, komme die Aktie für eine Investition in Frage. Zu seinem Ansatz gehöre zudem, in die Analyse von Aktien, die nicht im Portfolio seien, ebenso viel Zeit zu investieren wie in solche, die er im Depot halte. Scurlock greife dabei auf das größte Investment-Expertenteam der Welt zurück. Die rund eintausend Fondsmanager und Analysten von Fidelity würden 95 Prozent der globalen Marktkapitalisierung abdecken. Das Jahr 2007 sei für Alexander Scurlock äußerst erfolgreich verlaufen. Die Voraussetzungen dafür seien allerdings nicht optimal gewesen. Als der Fondsmanager das Ruder übernommen habe, sei er mit erheblichen Mittelabflüssen konfrontiert gewesen. Scurlock sei dieser Herausforderung begegnet, indem er die Liquiditätsquote erhöht habe. Dies habe zwar zur Folge, dass der Fonds nicht immer in vollem Umfang von positiven Marktentwicklungen habe profitieren können. Doch gleichzeitig sei der Fondsmanager durch dieses Vorgehen nie gezwungen gewesen, gut laufende Titel zu verkaufen. Normalerweise hätte eine hohe Liquidität zu einer unterdurchschnittlichen Wertentwicklung geführt. Scurlocks Verdienst sei es, dennoch die meisten vergleichbaren Fonds übertroffen zu haben. In geografischer Hinsicht habe Scurlock die Gewichtung der aufstrebenden Länder an der Peripherie des Kontinents wie etwa in Osteuropa reduziert. Hervorragende Investmentchancen sehe er derzeit etwa bei deutschen Gesellschaften. Bei der Branchenaufteilung habe Scurlock Anteile in den Bereichen Konsumgüter sowie Öl und Gas vermindert. Statt in integrierte Öl- und Gaskonzerne investiere Scurlock derzeit verstärkt in Ölausrüster und -dienstleister, die von den steigenden Explorationsausgaben der Öl- und Gasförderer profitieren und eine Vielzahl neuer Aufträge erhalten würden. Auch die Untergewichtung des Bankensektors habe aufgrund der Probleme am Kreditmarkt und der Sorge über die Auswirkungen der Zahlungsausfälle im Segment der zweitklassigen Hypothekendarlehen einen positiven Effekt gehabt. Standard & Poor's habe Scurlocks Arbeit mit einer AA-Bewertung honoriert. Die Rating-Agentur habe sich davon beeindruckt gezeigt, wie der Fondsmanager den durch Mittelabflüsse entstandenen Druck bewältigt habe. Das Portfolio sei nun sorgfältig aufgebaut und überwiegend auf Großunternehmen ausgerichtet. Als weitere hohe Auszeichnung habe der Fondsmanager bereits wenige Monate, nachdem er den Fidelity European Growth Fund übernommen habe, zwei Sauren-Goldmedaillen in der Kategorie "Aktien Europa inklusive Großbritannien" für ausgezeichnetes Fondsmanagement erhalten. Nachdem Scurlock 1994 als Analyst bei Fidelity eingestiegen sei, sei er zwei Jahre später Assistent von Graham Clapp geworden, der den Fidelity European Growth Fund bis zur Übernahme durch Scurlock geführt habe. 1997 sei Scurlock zum Director of Research aufgestiegen und habe erfolgreich verschiedene Europafonds wie zum Beispiel den Fidelity Euro Blue Chip Fund (ISIN LU0088814487/ WKN 988525) geleitet. (15.01.2008/fc/a/f)


