23.01.2013 15:42
Bewerten
(1)

„Finanztransaktionssteuer ist undifferenziert“

DRUCKEN

Deutsche Kreditwirtschaft warnt vor Risiken einer auf einzelne EU-Staaten beschränkten Finanztransaktionssteuer.

Es war nicht anders zu erwarten: „Für die Deutsche Kreditwirtschaft ist der Beschluss des ECOFIN-Rats, die Einführung einer Finanztransaktionssteuer im Wege einer sogenannten Verstärkten Zusammenarbeit von elf EU-Mitgliedstaaten zuzulassen, mit erheblichen Risiken behaftet“, so die Interessenvertreter der deutschen Banken und Sparkassen. Insbesondere mit Blick auf Großbritannien, das die Steuer ablehnte, bestehe die Gefahr von Abwanderungsbewegungen durch die Verlagerung von Geschäften in Mitgliedstaaten ohne Finanztransaktionssteuer. „Im Gegensatz zum Gedanken der Verstärkten Zusammenarbeit, einheitliche Wettbewerbsbedingungen zu befördern, wird eine derartige Finanztransaktionssteuer zu Verzerrungen des Wettbewerbs und zu einer Destabilisierung der Finanzmärkte in Europa beitragen“, befürchten die Berliner Banken-Vertreter.

Ihrer Ansicht nach sei die gewollte positive Lenkungswirkung durch die Steuer unrealistisch. Sie erfasse undifferenziert alle Finanztransaktionen. Dadurch verteuere sie generell Finanzprodukte, weshalb nicht nur Kreditinstitute sie zu tragen hätten, sondern die gesamte Wirtschaft und damit auch die Bürger. „Die Finanztransaktionssteuer wird zu einer Mehrfachbelastung von Geschäften mit mehreren Handelsstufen führen“, so die Deutsche Kreditwirtschaft in ihrer Stellungnahme. Die Steuer beträfe auch Wertpapierpensionsgeschäfte, die unter anderem für die Liquiditätssteuerung zwischen den Kreditinstituten von tragender Bedeutung seien. Dies habe ebenfalls negative Folgen für die gesamte Wirtschaft. „Dies sollte bei einer endgültigen Entscheidung über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer sorgsam bedacht und abgewogen werden“, so die Aufforderung an die Politik.

Neben den Wortführern Deutschland und Frankreich wollen sich auch Österreich, Belgien, Spanien, Estland, Griechenland, Italien, Portugal, die Slowakei und Slowenien an der gestern verabredeten Finanztransaktionssteuer beteiligen. „Deutschland und Frankreich haben gemeinsam den Weg für eine Verstärkte Zusammenarbeit bei der Finanztransaktionssteuer in Europa geebnet“, erklärte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. „Ich freue mich, dass wir schon jetzt neun Mitstreiter in der EU haben.“

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt trotz schwachem Euro kaum bewegt -- Dow stabil -- Robert Shiller warnt vor dem Bärenmarkt -- Apple iPhone 6 so günstig wie nie -- Commerzbank, thyssenkrupp, Amazon, Tesla im Fokus

Axovant Sciences-Aktie verliert rekordverdächtige 70 Prozent. adidas-Aktie rutscht nach Korruptionsvorwürfen tief. Gold-Experte: "Der Bitcoin ist Müll!". Rovio-Börsengang: Neue Aktien zum Höchstpreis. Analysten sehen Kupferglanz bei Aurubis eingetrübt.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 38: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 38: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 37: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Angela Merkel kann zwar voraussichtlich vier weitere Jahre regieren - aber nur mit dem größten Verlust in der Geschichte ihrer Union. Hätten Sie sich einen neuen Kanzler gewünscht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Sonstiges
17:57 Uhr
Ölpreise drehen ins Minus
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Bank AG514000
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
Bitcoin Group SEA1TNV9
Nordex AGA0D655
TeslaA1CX3T
Deutsche Telekom AG555750
AlibabaA117ME
Amazon906866
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
Allianz840400