First Private Europa Aktien Ulm erhält AA+
Wiesbaden (aktiencheck.de AG) - Der First Private Europa Aktien Ulm (First Private Europa Aktien ULM A) wird nach einem gut strukturierten Investmentprozess gemanagt, der einem quantitativen Ansatz folgt und sich auf Aktien des MSCI Europa und Stoxx (SXXP) konzentriert, so die Experten der TELOS GmbH.
Die Vorgehensweise basiere auf einer leicht verständlichen Philosophie, die sich voll und ganz im Investmentprozess wiederfinde. In das Portfolio würden Titel aufgenommen, die im Rahmen eines "Multifaktormodells" eine niedrige Bewertung aufweisen, gleichzeitig aber auch ein aus Sicht der Portfoliomanager solides Wachstum versprechen würden.
Der erste Teil des Investmentprozesses sei ein quantitativer Filterprozess, der ohne jeden subjektiven Einfluss durchgeführt werde. Dabei würden Werte aussortiert, die nicht ausreichend liquide seien oder eine kritische Finanzstruktur aufweisen würden. Ausgewählt würden dagegen Titel, die ein solides Ertragswachstum erwarten lassen und ein attraktives Bewertungsniveau aufweisen würden.
Der anschließende Teil des Investmentprozesses umfasse eine systematische "Portfolio-Optimierung", die darauf abziele, Portfolionutzen bzw. erwartetes Alpha abzüglich Tracking Error und Transaktionskosten zu maximieren. In diesem Zusammenhang werde im Rahmen einer "quantitativen Qualitätskontrolle" für 100 bis 150 ausgewählte Aktien zunächst überprüft, ob die Werte über eine solide Bilanzqualität und stabile Fundamentaldaten verfügen würden.
Weiterhin erfolge eine qualitative Prüfung durch das Portfoliomanagement (negatives Screening). Hierzu folge eine Überprüfung daraufhin, was gegen einen Kauf sprechen könnte. Im Rahmen dessen würden Titel aufgrund ihres individuellen Risikos ausgeschlossen. Des Weiteren gehe es darum, größere Klumpenrisiken bezüglich der Länder- oder Branchenallokation zu vermeiden.
Im letztem Schritt greife die "Portfolio-Optimierung" unter Risikogesichtspunkten nicht immer auf den "allerattraktivsten" Wert zurück, sondern überspringe mitunter Werte, die entweder bereits einzeln gesehen zu riskant (volatil) seien oder eben z.B. ein ungünstiges Klumpenrisiko auslösen würden. Unter anderem im Rahmen der Portfolio-Optimierung erfolge eine "Mean-Variance"-Betrachtung.
Im Hinblick auf die Marktturbulenzen im Zuge der Subrime-Krise sei das Investmentkonzept Anfang 2008 angepasst worden. Davor seien alle Titel im Fonds gleichgewichtet gewesen, was zu einer konstruktionsbedingten Large-Cap-Untergewichtung und einer potentiell starken Branchenkonzentration geführt habe. Zur Neutralisierung dieses Effektes würden die Gewichte der Titel mittlerweile zwischen 0,5 und 2,8% variiert.
Ins Portfolio würden die 40 bis 65 besten Aktien des Universums aufgenommen. Der Investmentprozess werde alle drei Monate vollständig durchlaufen, wobei das Portfolio kontinuierlich auf den bestehenden Rebalancing-Bedarf analysiert werde. Der Aktienselektionsprozess habe sich seit Auflegung im Kern nicht geändert. Der Vergleichsindex sei nicht Grundlage der Portfoliokonstruktion.
Das Fondsmanagement verfolge das Ziel einer 5%igen Outperformance gegenüber dem Vergleichsindex (betrachtet über den gesamten Businesszyklus). Gleichzeitig solle die Volatilität geringer als die des Vergleichsindexes sein. Nach guten Investmentergebnissen in Vorjahren habe die Performance des Fonds in der jüngeren Vergangenheit unter der des Vergleichsindex MSCI Europa gelegen. Das Sharpe-Ratio habe in der rollierenden Betrachtung im negativen Bereich gelegen.
Der First Private Europa Aktien Ulm erhält auch wegen des erfahrenen Teams um Tobias Klein die Bewertung AA+, so die Experten der TELOS GmbH. (Ausgabe 11/2011) (22.11.2011/fc/a/f)


