07.06.2013 12:52
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FlexKonzept 2-Fonds: Halbjahresbericht per 31.03.2013, Wertsteigerung von 4,66%

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München (www.fondscheck.de) - Ziel des FlexKonzept 2-Fonds (ISIN DE000A1JJJP7/ WKN A1JJJP) ist langfristig ein kontinuierlicher Wertzuwachs und Ertrag, so die Experten von MEAG.

Um dies zu erreichen, investiere der Investmentfonds auf Basis eines dynamischen Konzeptes. Mit Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht habe die MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH im Geschäftshalbjahr die Anlagepolitik des FlexKonzept 2 geändert. Bis einschließlich 10. März 2013 habe das Sondervermögen eine Partizipation an der Wertentwicklung der deutschen Aktienmärkte bei einer realisierten Volatilität zwischen 6 und 10 Prozent angestrebt.

Ziel des FlexKonzept 2 seit Änderung sei eine Partizipation von 50 Prozent des Sondervermögens an der Entwicklung der deutschen Rentenmärkte und eine Partizipation von bis zu 50 Prozent des Sondervermögens an der Entwicklung der deutschen Aktienmärkte. Die Umsetzung der Anlagepolitik erfolge weiterhin durch den Einsatz von Derivaten. Allerdings werde zukünftig nur noch für den auf die Aktienmarktpartizipation entfallenden Teil des Sondervermögens eine realisierte Volatilität zwischen 6 und 10 Prozent angestrebt.

Der Aktienindex DAX, der die 30 größten Standardwerte Deutschlands umfasse, habe in der Berichtsperiode seinen Aufwärtstrend der vergangenen Monate fortgesetzt. Dabei habe der Index insbesondere von der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie den soliden Konjunkturaussichten für die Bundesrepublik profitiert. Nach einer anfänglichen Seitwärtsbewegung sei der Index aufgrund des ungewissen Ausgangs der US-Präsidentschaftswahl zunächst noch leicht bis Mitte November 2012 gefallen. Im weiteren Verlauf habe der Dax einen Anstieg verzeichnet und habe im März 2013 sogar ein neues Fünf-Jahres-Hoch erreicht.

Unterbrochen worden sei diese Entwicklung lediglich durch zwei Ereignisse. Zum einen sei es die Sorge um Italien aufgrund des unklaren Parlamentswahlergebnisses im Februar 2013, bei dem kein Bündnis eine eindeutige Mehrheit habe erringen können, zum anderen die Furcht der Investoren vor einem Wiederauflammen der Eurokrise angesichts des drohenden Zusammenbruchs der zyprischen Kreditinstitute im März 2013 gewesen. Stichtagsbezogen habe der deutsche Aktienindex um 8,03 Prozent fester geschlossen. Auch am deutschen Rentenmarkt für zehnjährige Bundesanleihen habe vereinzelt die Euroschuldenkrise das Geschehen bestimmt. Vor diesem Hintergrund sei es durchaus zu turbulenteren Marktbewegungen gekommen. Generell hätten sich die Renditen der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen in einer Bandbreite zwischen 1,28 und 1,68 Prozent bewegt.

Einhergehend mit steigenden Aktienkursen sei ein signifikanter Rückgang der Aktienmarktvolatilitäten zu beobachten gewesen. Volatilität sei ein Maß für die Schwankungsbreite des zugrunde liegenden Indexes (hier DAX). Man unterscheide hierbei zwischen der realisierten Volatilität (realisierte Schwankungen des zugrunde liegenden Indexes - basierend auf historischen Beobachtungen) einerseits und der impliziten Volatilität (erwartete zukünftige Schwankungen des zugrunde liegenden Indexes - basierend auf Preisen börsengehandelter Optionen) andererseits. Historisch gesehen sei häufig ein zeitgleicher Anstieg/ Abfall von realisierter und impliziter Volatilität zu beobachten. Geringe tägliche Aktienmarktschwankungen hätten in einer niedrigen realisierten Volatilität resultiert. Des Weiteren sei ein deutliches Absinken des DAX-Volatilitätsindexes, der die kurzfristige implizierte Volatilität des deutschen Aktienmarktes ausdrücke, von 18,81 auf 16,15 Punkte zu beobachten gewesen.

Aufgrund der absinkenden Volatilität habe sich das Fondsmanagement im Zeitraum vom 1. Oktober 2012 bis zum Zeitpunkt der Änderung der Anlagepolitik zum im Rahmen des dynamischen Allokationsprozesses vermehrt am deutschen Aktienmarkt engagiert. Dies sei durch den Erwerb von Derivaten (Aktienindex-Terminkontrakte auf den DAX) erfolgt. Im Zuge der Änderung der Anlagepolitik seit dem 11. März 2013 sei das Aktienportfolio des Fonds signifikant reduziert und im Gegenzug Rententerminkontrakte (Euro-Bund-Futures) erworben worden. Ferner sei der Investmentfonds in Bankguthaben investiert gewesen.

Der FlexKonzept 2 habe im Berichtszeitraum in den vergangenen sechs Monaten eine Wertentwicklung von +4,66 Prozent erzielt (Berechnung nach BVI-Methode). Diese Wertsteigerung sei auf die positive Entwicklung des deutschen Aktienindex DAX sowie auf den Einsatz von Rententerminkontrakten (Euro-Bund-Futures) zurückzuführen gewesen.

In der europäischen Staatsschuldenkrise seien weitere Anzeichen für eine Bodenbildung erkennbar. Das Vertrauen der Investoren kehre zurück, sodass in den letzten Wochen sowohl Spanien als auch Italien ohne wesentliche Schwierigkeiten ihre Neuemissionen an den Rentenmärkten erfolgreich hätten platzieren können. Dennoch würden noch zahlreiche Unsicherheiten hinsichtlich einer zügigen Erholung der Wirtschaft existieren. Anfang Februar 2013 sei beispielsweise die Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union (EU) auf den höchsten Stand seit der Einführung des Euro gestiegen. Von dieser Entwicklung seien insbesondere die Mittelmeer-Anrainerstaaten betroffen.

Problematisch sei in diesem Zusammenhang der sehr hohe Anteil der Jugendarbeitslosigkeit. Darüber hinaus könnte nach dem unklaren Ergebnis der Parlamentswahl in Italien, bei dem sich keine deutliche Mehrheit in beiden Kammern habe herauskristallisieren können, der ökonomische Reformprozess unterbrochen werden. Angesichts der Bedeutung Italiens für die EU hätte dies weit reichende Konsequenzen für den gesamten Euroraum. Ferner sei noch fraglich, ob Spanien in naher Zukunft die Hilfe des Europäischen Rettungsfonds in Anspruch nehmen müsse.

Grundsätzlich könnten Adressenausfallrisiken nicht ausgeschlossen werden, da der FlexKonzept 2 jedoch keine verzinslichen Wertpapiere im Bestand halte, sondern Bankguthaben und hochliquide börsengelistete Aktienindex- sowie Rententerminkontrakte (Euro-Bund-Futures), seien die Adressenausfallrisiken sehr gering gewesen.

Das Sondervermögen könne infolge der Investition in Rententerminkontrakten (Euro-Bund-Futures) Zinsänderungsrisiken aufweisen, die sich in Form von Kursänderungen in den einzelnen Anlagen niederschlagen würden. Aufgrund der Partizipation von rund 50 Prozent des Sondervermögens an der Entwicklung der deutschen Rentenmärkte (fiktive Schuldverschreibung der Bundesrepublik Deutschland mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren) seien die Zinsänderungsrisiken des Fonds moderat gewesen.

Während des Berichtszeitraums habe das Sondervermögen Marktpreisrisiken v. a. in Form von Schwankungen des deutschen Aktienindex und von Zinsrisiken inne gehabt.

Alle Wertpapiere hätten im Berichtszeitraum auf Euro gelautet, sodass kein Währungsrisiko bestanden habe.

Das Sondervermögen sei im Berichtszeitraum in hochliquide börsengelistete Aktienindex- und Euro-Bund-Future-Terminkontrakte sowie Bankguthaben investiert gewesen. Das hieraus resultierende Liquiditätsrisiko für das Sondervermögen könne als sehr gering erachtet werden.

Die Fondsgesellschaft habe im Berichtszeitraum die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren. Dies werde regelmäßig durch die Innenrevision überprüft.

Während des Berichtszeitraums habe es keine wesentlichen Ereignisse gegeben. (Stand vom 31.03.2013) (07.06.2013/fc/a/f)

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