16.11.2012 11:30

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Fondak-Fonds: positive Entwicklung im Oktober


Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fondak - A - EUR (Fondak A) engagiert sich vorwiegend am deutschen Aktienmarkt, wobei es das Anlageziel ist, auf langfristige Sicht Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Analysten von Allianz Global Investors.

Im Oktober hätten die Kurse an den internationalen Aktienmärkten im Schnitt leicht nachgegeben. Verantwortlich hierfür seien uneinheitliche Wirtschaftsdaten und Unternehmensberichte zu den Ergebnissen des letzten Quartals gewesen, die wieder stärker in den Fokus der Anleger gerückt seien und den positiven Einfluss der expansiven Notenbankpolitik zunehmend überlagert hätten.

Auf regionaler Ebene hätten europäische Aktien überdurchschnittlich abgeschnitten, wofür vor allem eine kräftige Erholung der südeuropäischen Börsen verantwortlich gewesen sei, die im bisherigen Jahresverlauf zu den schwächeren Märkten gehört hätten. In Deutschland hätten hingegen ein weiterer Rückgang wichtiger Konjunkturindikatoren wie des ifo-Geschäftsklimaindex und des Einkaufsmanagerindex zeitweilig die Kauflaune der Anleger gedämpft. Gegen Monatsende hätten jedoch positive Unternehmensmeldungen auch hier für ein leichtes Plus am Aktienmarkt gesorgt.

In diesem Marktumfeld habe sich der Fondak positiv entwickelt und die Wertentwicklung seines Vergleichsindex übertroffen. Als besonders positiv habe sich das Festhalten an der Positionierung der Analysten in HUGO BOSS erwiesen, welche die Verluste des vergangenen Monats durch eine gute Berichterstattung mehr als aufgeholt habe. Die befürchtete Abschwächung des China-Geschäftes falle weniger stark aus als erwartet. Daimler hingegen leide deutlich unter einem schwachen China-Geschäft, sodass die Analysten ihre Untergewichtung weiter beibehalten würden. Mit am schwächsten habe sich im vergangenen Monat die Aktie der Deutschen Telekom entwickelt, insbesondere aufgrund der sich abzeichnenden Dividendenkürzung. Die Analysten würden hier nach wie vor keine Bestände halten.

Die Untergewichtungen in BMW und Lufthansa hätten im Vergleich zum Dax für einen negativen Beitrag zur Fondsentwicklung gesorgt. BMW habe durch hervorragende Absatzzahlen überzeugt und die Analysten hätten ihre Gewichtung neutralisiert. Im Nebenwertebereich hätten sich ihre Bestände in BayWa und Bilfinger Berger am erfreulichsten entwickelt, während Klöckner erneut negativ auf die Fondsentwicklung gewirkt habe. Im Oktober hätten die Analysten Umschichtungen im Automobilbereich von Daimler zugunsten von BMW und Volkswagen vorgenommen. Im Vergleich zu BMW und AUDI habe Daimler deutliche Absatzprobleme im Wachstumsmarkt China. Anstehende Modellwechsel dürften darüber hinaus zu einer Nachfrageschwäche im hochmargigen Geschäft führen.

Volkswagen dürfte hingegen, aufgrund seiner weiter verbesserten Kostenstruktur (Einführung des modularen Querbaukastens) und finanzieller Stärke, die Schwäche der europäischen Konkurrenz und japanischer Hersteller in China für Marktanteilgewinne nutzen können. Den Ausbau ihrer Position in SAP die Analysten weiter fortgesetzt, und auch im Finanzbereich sei aufgrund günstiger Bewertungen investiert worden. Finanziert worden seien diese Zukäufe durch Gewinnmitnahmen bei Fresenius und einer höheren Untergewichtung von E.ON. Im Nebenwertebereich hätten die Analysten mit ProSiebenSat. 1 Media einen neuen Titel ins Portfolio aufgenommen, der von den guten Wachstumsperspektiven im digitalen Unterhaltungsmarkt profitieren sollte. Nach guter Berichterstattung hätten sie bei Tom Tailor und Südzucker teilweise Gewinne mitgenommen.

Für Aktienanlagen spreche weiterhin das voraussichtlich noch länger anhaltende Niedrigzinsumfeld, die hohe Liquidität der Anleger und die vielerorts attraktiv erscheinenden Bewertungen. Des Weiteren dürften auch Investoren, die von einem nachhaltigen Anstieg der Inflationsraten ausgehen würden, zunehmend auf die Qualitäten von Sachwerten wie Aktien setzen, da diese langfristig positive Realrenditen in Aussicht stellen würden. Für Unsicherheit sorgen dürfte zwar vorerst weiterhin die Staatsschuldenproblematik im Euro-Währungsraum und die damit verbundene politische Unsicherheit. Ein Fortschritt in Richtung einer weiteren Integration Europas könnte den Kapitalmärkten allerdings Stabilität verleihen. Des Weiteren dürften vor allem die europäischen Peripherieländer und die dort beheimateten Unternehmen von der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) profitieren.

In Deutschland sei neben dem wichtigsten Frühindikator der deutschen Wirtschaft, dem ifo-Index, zwar auch der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe zuletzt zurückgegangen. Im Gegensatz zum Verarbeitenden Gewerbe zeige sich jedoch im Einzelhandel Optimismus. Auch vor dem Hintergrund steigender Löhne und der robusten Arbeitsmarktlage scheine der Wachstumstrend der Binnennachfrage unverändert intakt. Bei anhaltend expansiver Geldpolitik der führenden Notenbanken, sinkender Risikoaversion der Anleger und einer Belebung des globalen Wirtschaftswachstums könnte die Konjunkturabhängigkeit des deutschen Aktienmarktes besonders stark gesucht sein - zumal die Aktienbewertungen unverändert als moderat einzustufen seien. (16.11.2012/fc/a/f)

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