19.02.2013 16:38
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Fonds-Handel: Anleger warten auf Impulse

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die jecke Zeit hat sich auf den Fondshandel der vergangenen Woche kaum übertragen, so die Deutsche Börse AG.

Händler würden von eher "unlustigen" Geschäften berichten, sie würden dies auf Rezessionsängste in Europa und Diskussionen über einen möglichen Abwertungswettlauf der Währungen zurückführen. "Zudem scheinen Fondsanleger auf den Wahlausgang in Italien zu warten", ergänze Ivo Orlemann von ICF Kursmakler. Der Rücktritt von Papst Benedikt hätte vermutlich einen Strich durch Berlusconis Wahlkampfrechnung gemacht. "Die Aufmerksamkeit der Medien hat sich dadurch verschoben."

Den Pessimismus hinsichtlich der konjunkturellen Aussichten teile die Helaba im Übrigen nicht. "Für das erste Quartal in Deutschland hat sich die Erwartungshaltung in den vergangenen Wochen aufgehellt." Verbesserte Stimmungsindikatoren wie das ifo-Geschäftsklima, die ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen und die Einkaufsmanagerumfragen hätten auf eine Erholung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gedeutet. Zudem erreiche das am heutigen Dienstag veröffentlichte ZEW-Barometer für den Monat Februar mit plus 16,7 auf 48,2 Punkte den höchsten Wert seit April 2010.

Die höchsten Umsätze auf Wochensicht verbuche die Baader Bank in Fonds mit Fokus auf deutsche Aktien. "Insgesamt überwogen bei diesen Produkten die Abgaben", berichte Anja Deisenroth-Boström. Anleger hätten sich zumeist etwa vom UniFonds und vom DWS Investa getrennt, beide mit Fokus auf hiesige Standardwerte. Auch kleine bis mittlere Unternehmen etwa im Allianz Nebenwerte Deutschland (Allianz Nebenwerte Deutschland A (EUR)) seien per Saldo aus den Anlegerdepots rausgekommen.

Überwiegend Käufe verbuche Deisenroth-Boström zum Beispiel im GS&P Fonds Deutschland (GS&P Fonds Deutschland aktiv-Unterfonds G), der auf Werte des CDAX setze und damit auf alle im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Aktien. Mit einem deutlichen Nachfrageüberhang handle Orlemann den auf deutsche Nebenwerte fokussierten Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen .

Umsatzspitzenreiter seien bei ICF Kursmakler wiederum die Mischfonds. Allen voran und weit abgeschlagen führt Orlemann den Flossbach von Storch Multiple Opportunities (Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R). "Hier gab es fast nur Käufe." Unter den meist gehandelten Fonds mit nahezu ausschließlich Zuflüssen befinde sich auch der M&G Optimal Income Fund (M&G Optimal Income Fund A-H). Im rege gehandelten Carmignac Patrimoine (Carmignac Patrimoine D EUR inc) sei es zwar in beide Richtungen gegangen. "Zu zwei Drittel überwogen auch hier die Käufe." In die oberen Ränge der meist gehandelten Fonds reihe sich in dieser Woche der Acatis - Gané Value Event Fonds (ACATIS - GANÉ VALUE EVENT FONDS UI A), den Anleger sich in Summe in die Depots geholt hätten.

Das Interesse an Fonds mit asiatischen Aktien sei laut Deisenroth-Boström im Vergleich zu den vergangenen Wochen etwas abgeflacht. "Asiatische Unternehmen waren unterm Strich aber weiterhin gesucht." Per Saldo Zuspruch finde zum Beispiel der Allianz Thailand Equity Fund (Allianz Thailand Equity - A - USD) ebenso wie die beiden Aberdeen Asian Smaller Companies (Aberdeen Global - Asian Smaller Companies Fund A2). Kauffreudig hätten sich Investoren Orlemann zufolge in Schwellenländerfonds wie dem Aberdeen Global Emerging Markets Small Companies (Aberdeen Global Emerging Markets Smaller Companies Fund) und dem in asiatischen Standardwerten engagierten Aberdeen Global Emerging Markets Equity (Aberdeen Global Emerging Markets Equity Fund A2) gezeigt.

Mit dem Einbruch des Goldpreises hätten sich Anleger insgesamt vom Minensegment abgewendet. "In diesem Bereich war der Umsatz sehr gering", berichte Deisenroth-Boström. Verkaufsdruck im Edelmetall sei unter anderem durch die Meldung ausgelöst worden, dass der Investor George Soros im vierten Quartal 2012 mehr als die Hälfte seiner Goldinvestments abgestoßen habe. (19.02.2013/fc/a/f)

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