05.02.2013 15:41
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Fonds-Handel: Fondsanleger behalten die Nerven

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Rund um den Globus begegnen Anleger dem erneuten Aufflackern der Euro-Krise mit deutlichem Abgabedruck, so die Deutsche Börse AG.

Neben dem Minus von 2,5 Prozent im Dax sei der Dow Jones am gestrigen Montag um 0,8 Prozent gefallen, der breiter gefasste S&P 500 sei um 0,9 Prozent gesunken und der Nasdaq habe 1,2 Prozent abgegeben. Auch der marktbreite MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans sei um 0,9 Prozent gesunken. Unter den wichtigsten Börsen habe allein der Handelsplatz in Shanghai leicht zulegen können.

"Der Korruptionsverdacht gegen den spanischen Ministerpräsidenten, der Skandal um die italienische Traditionsbank Monte die Paschi di Siena, sowie die Wahl in Italien stellen die Risikobereitschaft der Anleger auf eine harte Probe", fasse die Helaba zusammen. Zudem stehe die steigende Arbeitslosigkeit in Spanien stellvertretend dafür, dass viele Probleme in den Krisenländern bislang nicht gelöst seien.

Im Handel mit aktiv verwalteten Fonds sei die Turbulenz an den Börsen laut Händlern wenig spürbar. "Zunächst konnte sich kaum einer erklären, was eigentlich los ist", berichte Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank und spreche von moderaten Umsätzen in Publikumsfonds auf Wochensicht. "Rund um die Sitzung des US-Offenmarktausschusses am vergangenen Mittwoch hielten sich Fondsanleger besonders bedeckt. Weiterhin gut gelaufen sind Portfolios mit asiatischen Aktien, besonders ruhig war es hingegen bei den Minenfonds."

Während im Fondshandel insgesamt der Schwung vom Jahresauftakt abgeflacht sei, würden Anleger Ivo Orlemann zufolge nach wie vor beherzt zu Mischfonds greifen, allen voran zum Flossbach von Storch Multiple Opportunities (Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R). In der Spitzengruppe bewege sich zudem der Allianz Global Investors (Kapital Plus A (EUR)). "In unseren Büchern gibt es für dieses Portfolio ausschließlich Käufe und keine einzige Abgabe." Unter den meist gehandelten Fonds mit überwiegenden Zuflüssen führe Orlemann zudem den M&G Optimal Income Fund (M&G Optimal Income Fund A-H), dessen Fondsmanagement zu mindestens 50 Prozent in Anleihen jeder Art investiere und über die weitere Allokation der Anlegergelder weitestgehend frei entscheiden könne.

Das Interesse an Fonds mit asiatischen Aktien beschreibe Deisenroth-Boström als rege. "Asiaten waren meist gesucht." Viel Zuspruch habe es beispielsweise für den Aberdeen Asian Smaller Companies (Aberdeen Global - Asian Smaller Companies Fund A2) gegeben, ebenso für den First State Greater China Growth Fund (First State Greater China Growth Fund A Acc). Auf Länderebene finde etwa der Allianz Thailand Equity Fund (Allianz Thailand Equity - A - USD) Beachtung, der sich auf Aktien mit Sitz in Thailand fokussiere. "Auch hier überwogen die Käufe."

Auf eher verhaltenem Niveau hätten sich Anleger laut Deisenroth-Boström Publikumsfonds mit hiesigen Bluechips etwa gebündelt im DWS Deutschland mehrheitlich ins Depot gelegt. Ebenso fänden deutsche Mittelständler, zum Beispiel im Allianz Nebenwerte Deutschland (Allianz Nebenwerte Deutschland A (EUR)), überwiegend Abnehmer. Diesen Trend bestätige Orlemann, der den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen als Nummer zwei in seiner Umsatzstatistik mit einem deutlichen Kaufüberhang führe.

Überschaubare Bewegung registriere die Baader Bank in Körben mit internationaler Ausrichtung. "Wenn, dann wurden sie in Summe abgegeben." Etwa hätten sich Fondsanleger von ihren Engagements im DWS Top Dividende getrennt. Per Saldo abgestoßen worden sei zudem der Carmignac Investissement (Carmignac Investissement A EUR acc). Auf kleine bis mittlere Unternehmen aus Schwellenländern setze der Aberdeen Global Emerging Markets Smaller Companies Fund , der Orlemann zufolge in der vergangenen Woche mehr Käufer als Verkäufer angezogen habe. (05.02.2013/fc/a/f)

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