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aktualisiert: 10.07.2012 13:55

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€uro am Sonntag

FONDS IM CHECK

€uro-FondsNote: Die Deka kann’s doch



EuroFondsNote: Von Aufsteigern, Absteigern und Erstbewertungen
Die Sparkassen-Tochter glänzt mit unerwartet guten Fonds. Und die Schweizer Privatbank Vontobel zeigt, dass sie bei Value-Fonds derzeit das Maß der Dinge ist.

von Jörn Kränicke, €uro am Sonntag

Die Deka ist schon lange in Verruf geraten ob ihrer meist mittelprächtigen Aktienfonds. Doch bei näherer Betrachtung sieht es gar nicht so düster aus. Bei der aktuellen Berechnung der FondsNote konnten sich gleich eine Handvoll Fonds verbessern oder erhielten bei der erstmaligen Bewertung gute Noten.

Etwa der einstige Absatzrenner Deka Telemedien TF. Der Dinosaurier, der Ende der 90er in fast jedes Depot der Sparkassen-Kunden wanderte, trägt inzwischen wieder die FondsNote 2. Das zeigt: Die Telekom-, Medien- und Internetbranche ist erwachsen geworden. Doch die zuletzt gute Entwicklung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die meisten Besitzer des Fonds wohl noch immer im Minus sind.

Ebenfalls positiv überraschen zwei Deka-Neulinge bei ihrem Erstrating. Der DekaLux BioTech CF und der DekaLuxTeam EM Bond CF schafften auf Anhieb Note 2. Damit beweist die Fondsgesellschaft der Sparkassen, dass sie selbst in solchen Nischen konkurrenzfähig ist.

Von Konkurrenzfähigkeit ist bei der Mehrzahl der Value-Fonds seit einiger Zeit keine Rede mehr. Sie laufen einfach nicht, obwohl das unsichere Umfeld ihnen eigentlich in die Karten spielen müsste. Ein Beispiel für das Siechtum ist der Allianz Deep Value Europe A €. Fondsmanager Jörg de Vries-Hippen muss nun die Abstufung auf Note 4 verkraften.

Die Schweizer Privatbank Vontobel hat den Dreh da schon besser raus. Der Vontobel European Value Equity B € wurde im Juli auf Note 1 hochgestuft. Die Leistung ist umso erstaunlicher, als es inzwischen kaum noch Value-Fonds mit der Top­note gibt. Der in New York beheimatete Manager Matthew Benkendorf schafft es souverän, den Fonds mit ungewöhnlich geringer Schwankungsbreite durch die Wirrungen der Märkte zu führen. Der nur 240 Millionen Euro schwere Fonds ist immer noch ein Geheimtipp. Er hätte mehr Zuspruch verdient.

Das Attribut „schwankungsarm“ gilt für den Renaissance Ottoman (früher Griffin Ottoman Fund) zwar nicht, dennoch gehört er zu den interessantesten Osteuropa-Fonds. Note 1 belegt die Qualitäten des Managers Aziz Unan, der überwiegend in Russland und der Türkei (dort aktuell zu 60 Prozent) investiert.
Aufsteiger, Absteiger und erstbewertungen (pdf)

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