22.03.2013 10:19
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SJB FondsEcho. ESPA Bond Mortgage.

Hypothekenanleihen. Währungsgesichert.
In Zeiten der wieder an Fahrt gewinnenden Euro-Krise suchen Anleger mehr denn je Sicherheit bei einem trotzdem ansprechenden Renditeniveau. Genau dies können Pfandbriefe (engl. Covered Bonds) leisten, die etwas höhere Zinsen als die Staatsanleihen des jeweiligen Landes bieten, aber als ähnlich solide einzustufen sind. Das Pendant zu den Covered Bonds im europäischen Raum sind in den USA die Hypothekenanleihen (Mortgage Bonds), durch Immobilien- und Grundbesitz besicherte Schuldpapiere.
Wer als Investor aus der Eurozone angesichts der Zypern-Problematik mit einer wieder aufflammenden Währungs- und Schuldenkrise rechnet, tut gut daran, sich einen auf den US-Markt spezialisierten Pfandbrieffonds wie den ESPA Bond Mortgage T (WKN 765457, ISIN AT0000700786) ins Depot zu legen. Der Fonds investiert schwerpunktmäßig in US-Hypothekenanleihen, die mit einer Garantie der US-Regierung ausgestattet sind und trotzdem ein besseres Renditeniveau als vergleichbare US-Staatsanleihen aufweisen. Erworben werden ausschließlich Anleihen bester Bonität, wobei die Fremdwährungsrisiken zur FondsWährung Euro vollständig und permanent abgesichert werden. Der von der österreichischen FondsGesellschaft Erste Sparinvest initiierte Fonds wurde am 15. Oktober 2001 aufgelegt und verfügt aktuell über ein Volumen von 69,50 Millionen Euro. FondsManager Thomas Oposich orientiert sich als Benchmark an dem Citigroup GNMA Bond USA EUR Government Hedged Total Return Index. Die Total Expense Ratio (TER) des Fonds, die die laufenden jährlichen Kosten misst, liegt bei moderaten 0,66 Prozent. FondsManager Oposich erreichte zuletzt sein Ziel, hohe laufende Erträge bei geringen Schwankungen zu erwirtschaften. Seit Auflage konnte der Fonds eine kumulierte Wertentwicklung von +62,42 Prozent in Euro verzeichnen, über die letzten fünf Jahre gelang es, eine attraktive Rendite von +5,00 Prozent p.a. zu erwirtschaften. Wie legt der US-Hypothekenanleihenfonds im Detail an?

FondsStrategie. Zinskurve. Prognostiziert.

Der ESPA Bond Mortgage T erwirbt mit einer Staatsgarantie ausgestattete US-Hypothekenanleihen und eliminiert dabei vollständig das Währungsrisiko zum Euro. FondsManager Oposich betont, dass der US-Markt für Mortgage Backed Securities (MBS) einen der liquidesten und transparentesten Märkte weltweit darstellt. Hinsichtlich der Kuponsegmentierung orientiert sich der FondsManager stark am Referenzindex und bevorzugt derzeit Kupons zwischen 3,0 und 6,0 Prozent. Die durchschnittliche Rendite der im ESPA Bond Mortgage enthaltenen Papiere liegt aktuell bei 1,95 Prozent, die mittlere Restlaufzeit beträgt 4,33 Jahre. Innerhalb des Investmentprozesses wird die erwartete Veränderung der US-Zinskurve auf der Basis von makroökonomischen Analysen, der Charttechnik sowie von Positionierungs- und Sentimentindikatoren prognostiziert. Aufgrund dieser Zinsprognose wird dann in einem Top-Down-Ansatz die grundsätzliche Positionierung des Fonds hinsichtlich Duration und Kurvensensitivitäten gewählt. Die Gewichtung der einzelnen Kuponsektoren kann sich entweder aufgrund der prognostizierten Zinsentwicklung oder durch die relative Bewertung des MBS-Sektors ergeben, wird grundsätzlich aber durch beide Faktoren beeinflusst. Der Top-Down-Analyse ist eine Bottom-Up-Strategie nachgeschaltet, die die konkreten Mortgage-Pools auf der Basis ihrer erwarteten Prepayment-Eigenschaften auswählt. Wie ist das FondsPortfolio im Detail zusammengesetzt?

FondsPortfolio. MBS. Vorn.

Die Asset Allokation des ESPA Bond Mortgage T legt den deutlichen Schwerpunkt auf US-Hypothekenanleihen (Mortgage Backed Securities), die 53,29 Prozent der FondsBestände ausmachen. 35,09 Prozent des FondsVermögens sind in US-Staatsanleihen (Treasuries) investiert. Hinzu kommen Barmittel von derzeit 4,14 Prozent. In der Ländergewichtung liegen die USA mit 88,38 Prozent weit vorn, hinzu kommen einzelne Hypothekenanleihen von europäischen Emittenten als Beimischung. In der aktuellen Laufzeitenstruktur des ESPA-Fonds dominieren die lang laufenden Hypothekenpapiere (bis 2022 und länger), die 61,03 Prozent des FondsVermögens ausmachen. Hypothekenanleihen mit Laufzeitende 2013 stellen 18,18 Prozent der FondsBestände dar, besicherte Schuldpapiere mit Ablaufdatum 2014 bringen es im FondsPortfolio auf 12,86 Prozent. Was sind die wichtigsten Einzelwerte innerhalb des Fonds? Auf Platz eins liegen US-Staatsanleihen mit Laufzeit bis 2013 (16,49 Prozent), US-Treasuries mit Fälligkeit 2014 machen 10,98 Prozent des FondsVolumens aus. Die weiteren Top-Holdings sind ausnahmslos gebündelte US-Hypothekenanleihen mit Staatsgarantie: Drittgrößte Einzelposition des ESPA Bond Mortgage ist der Mortgage-Pool GNMA 2041 Pool 751946 (10,03 Prozent). Der GNMA 2040 Pool 783217 sowie der GNMA 2041 Pool 783307 bringen es auf einen Anteil von 4,84 bzw. 4,53 Prozent am FondsVolumen.

FondsVergleichsindex. Korrelation. Gering.

In unserer unabhängigen SJB FondsAnalyse haben wir den ESPA Bond Mortgage T dem FTSE Pfandbrief Total Price Index als Benchmark gegenübergestellt. Die Korrelation gegenüber dem stärker auf den europäischen Pfandbriefsektor fokussierten Vergleichsindex fällt für den letzten Dreijahreszeitraum mit 0,25 gering aus. Über ein Jahr bewegen sich Fonds und Referenzindex sogar gegenläufig, wie die Korrelationskennziffer von -0,32 belegt. Dies demonstriert die unabhängige Entwicklung der Pfandbriefmärkte in Europa und den USA und geht auch auf die jüngsten Wechselkursentwicklungen zurück. Der nur schwach ausgeprägten Korrelation von Fonds und Index gemäß, nimmt auch die Kennzahl R² niedrige Werte an. Für drei Jahre liegt die Kennziffer bei 0,06, über ein Jahr ist sie mit 0,10 kaum höher. Der auf den US-Markt spezialisierte Hypothekenanleihenfonds besitzt über drei Jahre einen Tracking Error von 3,57 Prozent; auf Jahressicht geht die Spurabweichung des ESPA-Fonds auf 3,31 Prozent zurück. Damit ist das von FondsManager Oposich eingegangene aktive Risiko moderat. Wie starken Schwankungen ist das FondsPortfolio unterworfen?

FondsRisiko. Volatilität. Vermindert.

Der ESPA Bond Mortgage T weist für drei Jahre eine Volatilität von 2,75 Prozent auf, die leicht unterhalb der 3,09 Prozent liegt, die der FTSE Pfandbrief Total Price Index als Benchmark zu verzeichnen hat. Auch über ein Jahr sind die Schwankungen des Hypothekenanleihenfonds gemessen am Referenzindex geringer ausgeprägt. Hier beträgt die Volatilität des Fonds 1,63 Prozent, während der FTSE-Vergleichsindex mit 2,39 Prozent eine merklich höhere Schwankungsintensität aufzuweisen hat. Damit hat FondsManager Oposich die Kursschwankungen seines Portfolios gut im Griff; die Volatilität ist sowohl unter absoluten Gesichtspunkten als auch im Vergleich zur Benchmark äußerst gering. Setzt sich diese positive Risikostruktur des ESPA-Fonds bei der Beta-Analyse fort? Die geringen Wertschwankungen des Hypothekenanleihenfonds schlagen sich auch in dem klar unter Marktniveau befindlichen Beta von 0,25 für drei Jahre nieder. Die Risikokennziffer, die die Schwankungsneigung von Fonds und Referenzindex vergleicht, weist über ein Jahr einen Wert von -0,24 auf. Hier zeigt sich erneut, dass sich Fonds und SJB-Referenzindex in der jüngsten Vergangenheit gegenläufig entwickelten. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Beta-Werte ergibt, dass sich der ESPA-Fonds in der großen Mehrheit der Fälle weniger volatil als die Benchmark präsentierte: Die Risikokennziffer lag in 23 der letzten 36 betrachteten Einzelzeiträume unter dem Marktrisikofixwert von 1,00 und nahm dabei Werte von 0,01 bis 0,98 in der Spitze an. Lediglich in zwei Einjahreszeiträumen befand sich das Beta mit einem Wert von maximal 1,01 über Marktniveau. Hinzu kommen insgesamt elf Zeitspannen, in denen sich Fonds und Vergleichsindex entgegengesetzt entwickelten, wie die negativen Beta-Werte im Bereich von -0,03 bis -0,33 verdeutlichen. Insgesamt ist die unterdurchschnittliche Schwankungsintensität und damit die Risikostruktur des ESPA-Fonds als sehr attraktiv zu kennzeichnen. Gelingen dem Fonds mit seinem Fokus auf den US-Markt auch überzeugende Renditeergebnisse?

FondsRendite. Alpha. Generiert.

Per 15. März 2013 hat der ESPA Bond Mortgage T über drei Jahre eine kumulierte Wertentwicklung von +10,51 Prozent in Euro aufzuweisen, was einer Rendite von +3,38 Prozent p.a. entspricht. Eine erfreuliche Performance für einen Fonds mit dieser geringen Schwankungsneigung. Zudem werden die Renditezahlen des Vergleichsindex klar übertroffen: Für drei Jahre kommt der FTSE Pfandbriefe Total Price Index auf eine Wertentwicklung von +4,76 Prozent bzw. eine jährliche Rendite von +1,56 Prozent. Damit verfügt der ESPA-Fonds über einen Performancevorsprung von fast sechs Prozentpunkten! Beim Wechsel auf die kurzfristige Betrachtung ändert sich das Bild: Über ein Jahr hat der US-Hypothekenanleihenfonds +0,35 Prozent in Euro an Wert zugelegt, während die Benchmark mit einem Plus von +5,49 Prozent aufwarten kann. Hier macht sich die kurzfristig schwächere Entwicklung des US-Marktes gemessen am europäischen Pfandbriefsektor bemerkbar. Insgesamt ist das mittelfristige Renditeplus des Fonds aber höher zu bewerten, womit das ESPA-Produkt als Gesamtsieger aus dem Performancevergleich hervorgeht.

Die Qualität des Fonds schlägt sich auch in dem positiven Alpha gegenüber der SJB-Benchmark nieder, das über drei Jahre bei 0,25 liegt. Für ein Jahr präsentiert sich die Kennzahl mit 0,14 etwas schwächer. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich über drei Jahre demonstriert, dass der ESPA-Fonds mit großer Regelmäßigkeit eine Mehrrendite zum Index erzielt. In allen der letzten 36 Einzelzeiträume verzeichnete der Fonds ein positives Alpha mit Werten bis 0,80 in der Spitze. Selbst der schwächste Alpha-Wert von 0,09 liegt noch im positiven Bereich. Berücksichtigt man neben dieser überzeugenden Performanceentwicklung zusätzlich die sehr geringen Kursschwankungen, so weist der ESPA Bond Mortgage T ein äußerst attraktives Chance-Risiko-Profil auf.

SJB Fazit. ESPA Bond Mortgage.

Solide Renditen bei sehr geringem Risiko – damit bietet der ESPA Bond Mortgage T genau das, was Investoren von einem Fonds aus dem Pfandbriefsektor erwarten! Die Spezialisierung auf den sich durchaus unabhängig vom europäischen Markt entwickelnden US-Hypothekensektor stellt dabei eine gute Diversifikationsmöglichkeit für das Depot dar. Anleger, die etwas höhere Erträge als bei Staatsanleihen bester Bonität suchen und zugleich dem Sicherheitsaspekt Priorität einräumen, sind bei dem ESPA-Fonds bestens aufgehoben!

Erläuterungen

Alpha

Ist die Kennziffer für die Renditechancen. Sie misst die Mehrrendite, die über der zu erwartenden Rendite des Marktes liegt. Das Alpha beziffert jenen Teil der Rendite, der nicht mit der allgemeinen Marktentwicklung oder höherer Risikobereitschaft zu erklären ist, sondern auf aktiver Titelauswahl und Beispiel: Ein Alpha von 5 zeigt an, dass der Fonds bei einer Nullentwicklung des Index 5 Prozent Mehrrendite erzielt hat, ohne dafür ein höheres Risiko einzugehen.

Beta

Ist die Kennziffer für die Risiken. Sie ist das Resultat eines Risikovergleichs zwischen Fonds und Index. Das Kriterium ist deren Schwankungsintensität (Volatilität). Beim Beta wird dem Index der feste Wert „1“ zugesprochen. Weicht die Volatilität des Fonds um 15 Prozent nach unten ab, ist sein Beta 0,85, weicht er 15 Prozent nach oben ab, ist es 1,15. Ein Wert über 1 spricht gegen den Fonds, ein Wert unter 1 für ihn. Das Beta eines Fonds ist negativ, wenn sich Fonds und Index abwärts bewegen.

Dividendenrendite

Diese Kennzahl misst die Dividende einer Aktie im Verhältnis zum Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausschüttung. Sie wird in Prozent gemessen. Je höher der Wert, desto mehr Erträge in Form der Dividende bekommen die Anteilseigner aus der Unternehmensleistung heraus. Diese Erträge sind unabhängig von der Kursentwicklung an der Börse. Im Gegensatz zum Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV werden hier die Erträge als Maßstab für die Rendite genommen, die tatsächlich den Anteilseignern zugute kommen. Ist der Wert hoch, deutet das auch auf eine Unterbewertung des Unternehmens an der Börse hin, denn wie eine hohe Dividende zeigt, ist die Ertragskraft größer, als der Aktienkurs ausdrückt.

Information Ratio

Um die Qualität des Managements eines bestimmten Fonds besser einschätzen zu können, ist die Information Ratio eine zentrale Kennzahl. Errechnet wird die Information Ratio, indem man die FondsRendite durch das FondsRisiko teilt. Die Rendite wird hierbei mit Alpha gemessen. Das FondsRisiko anhand des Tracking Errors. Je höher dieser Wert ist, desto besser das Management des zu untersuchenden Fonds.

Korrelation

Ist die Kennziffer für die wechselseitige Abhängigkeit zweier Investments. Angegeben wird, wie wahrscheinlich sich die Kursverläufe gegenläufig (Korrelation -1), unabhängig (Korrelation 0) oder gleichläufig (Korrelation +1) verhalten.

Kurs-Buch-Verhältnis (KBV)

Das KBV ist eine Kennzahl für den Substanzwert eines Unternehmens. Es wird errechnet, in dem man den Aktienkurs durch den Buchwert je Aktie teilt. Der Buchwert der Aktiengesellschaft ergibt sich durch den Abzug der Verbindlichkeiten von der Summe der Aktiva. Der Buchwert der Aktie ist das Ergebnis der Teilung des Unternehmensbuchwerts durch die Anzahl der Aktien. Je niedriger der Wert ist, desto preiswerter ist die Aktie. Der Kurs entspricht der Substanz des Buchwerts. Dann hat die Aktie einen „fairen“ Wert.

Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)

Das KCV ist eine Kennzahl der Liquidität eines Unternehmens. Man erhält es, in dem man den Aktienkurs durch den Cashflow je Aktie teilt. Der Cashflow eines Unternehmens bildet die wirklichen Zahlungsflüsse in einer bestimmten Zeitperiode ab. Sein Wert gibt das Volumen der im Unternehmen für Investitionen und Verbindlichkeiten vorhandenen liquiden Mittel an. Mit dem KCV kann die Entwicklung der Ertragskraft einer Aktiengesellschaft bewertet werden. Dabei gilt eine Aktie als umso preiswerter, je niedriger ihr KCV ist.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das KGV ist die Kennzahl der Ertragskraft eines Unternehmens. Es wird errechnet, in dem man den Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie teilt. Hier gilt: Je niedriger die Kennzahl, desto preiswerter ist die Aktie. Ein niedriges KGV bedeutet an der Börse ein Einstiegssignal in die Aktie. Sie gilt als unterbewertet und hat Aufstiegspotenzial. Liegt ihr KGV über dem Marktdurchschnitt, ist das ein Ausstiegssignal. Sie gilt als überbewertet. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Kurs fällt ist hoch.

Diese Kennzahl drückt den Prozentsatz der Bewegungen eines Fonds aus, die durch Bewegungen in seinem Referenzindex erklärt werden können. R² ist das Quadrat der Korrelation. Das heißt, dass maximale R² liegt bei 1. Dies bedeutet, dass 100,0 Prozent der Entwicklung des Fonds durch den Referenzindex bestimmt wird. Ein R² von 0,5 bedeutet, dass 50,0 Prozent der Entwicklung des Fonds das Ergebnis der Entwicklung des Referenzindex ist. Je deutlicher diese Zahl unterhalb von 1 liegt, umso unabhängiger ist der Ertrag des Fonds vom Referenzindex. R² wird genutzt, um die Aussagekraft von Beta zu bestimmen. Je höher das R², desto signifikanter das Beta, weil klar wird, wie sehr eine erhöhte und niedrige Risikokennziffer auf aktivem FondsManagement oder Marktentwicklung basiert.

Sharpe Ratio

Ist die Kennziffer für einen Rendite-Risiko-Vergleich zwischen unterschiedlichen Geldanlagen. Die nach dem Nobelpreisträger William Sharpe benannte Kennziffer misst die durchschnittliche Rendite in Bezug auf das eingegangene Risiko. Dabei wird der Fonds mit dem risikolosen Geldmarkt konfrontiert. Angenommen, die Sharpe Ratio liegt beim Fonds bei 0,40 und beim Index bei 0,30. Dann erwirtschaftet der Fonds mit jedem Risikoschritt ein Drittel mehr Rendite als der im Index dargestellte Markt. Eine negative Zahl bedeutet: Der Fonds ist schlechter als der Geldmarkt.

Tracking Error

Ist die Kennziffer für die Spurabweichung des Fonds vom Index. Sie misst, wie stark die Positionen und ihre Gewichtung im Portfolio des Fonds prozentual von denen des Index abweichen. Je niedriger der Tracking Error, desto stärker orientiert sich der FondsManager am Vergleichsindex. Je höher der Wert ist, desto unabhängiger bewegt sich der FondsManager in seinem Markt.

Value-at-risk (VAR)

Der Begriff bezeichnet ein Risikomaß für die Wahrscheinlichkeit und den Umfang von Verlusten einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) in einem gegebenen Zeithorizont. Ein VAR von 10 Mio. Euro bei einer Haltedauer von 1 Tag und einer als Konfidenzniveau bezeichneten Eintrittssicherheit von 97,5 Prozent bedeutet, dass der potenzielle Verlust der betrachteten Risikoposition von einem Tag auf den nächsten mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5 Prozent den Betrag von 10 Mio. Euro nicht überschreiten wird. VAR wurde von J.P. Morgan entwickelt und ist heute ein Standardrisikomaß im Finanzsektor.

Autor: SJB FondsSkyline OHG 1989 für Unternehmer und Führungskräfte

Gerd Bennewirtz ist als geschäftsführender Gründungsgesellschafter der SJB FondsSkyline OHG 1989 Herausgeber speziell auf Privatinvestoren zugeschnittener Newsletter. Die täglich, wöchentlich und monatlich erscheinenden Publikationen können gratis angefordert werden unter FondsEcho@sjb.de oder www.sjb.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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