15.03.2013 10:31
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SJB FondsEcho. Nordea 1 – European Covered Bond Fund.

FondsEcho-Kolumne

Gerd Bennewirtz
Alternative. Renditestark.
Viele Privatanleger befinden sich derzeit in einem Dilemma: Die Aktiennotierungen erscheinen ihnen angesichts des um die 8.000-Punkte-Marke pendelnden DAX überhöht, doch auch mit erstklassigen Staatsanleihen, die Zinssätze noch unterhalb der Inflationsrate bieten, lässt sich aktuell kein Geld verdienen. Wie will man diesem Anlagenotstand begegnen und die Rendite erhöhen, ohne zugleich die Risiken wesentlich zu steigern? Hier lohnt ein Blick auf den Pfandbriefmarkt. Denn die durch Grund- oder Immobilienbesitz gedeckten Anleihen (engl. Covered Bonds) kommen dem Sicherheitsbedürfnis der Investoren entgegen. Die Schuldpapiere verbriefen ein exklusives Zugriffsrecht auf die hinterlegten Sicherheiten: Im Insolvenzfall des Emittenten dürfen die Covered-Bond-Investoren vor allen anderen Gläubigern auf die Deckungsmasse zugreifen. Trotz dieser zusätzlichen Absicherung liegen die Renditen im Pfandbriefsektor oberhalb derjenigen von Staatsanleihen gleicher Laufzeit und Bonität. Ein Umstand, den sich der Nordea 1 – European Covered Bond Fund BP EUR (WKN 986135, ISIN LU0076315455) erfolgreich zunutze macht. Der Fonds engagiert sich am europäischen Pfandbriefmarkt und hält neben seinen Beständen in Euro auch nennenswerte Positionen in den skandinavischen Währungen sowie dem britischen Pfund. Das Nordea-Produkt wurde am 5. Juli 1996 aufgelegt und verfügt derzeit über ein Volumen von 88,39 Millionen Euro. FondsManager Henrik Stille ist besonders von den soliden Pfandbriefen aus Dänemark oder Norwegen überzeugt, mit lediglich 42 Einzeltiteln ist sein FondsPortfolio recht konzentriert. Basiswährung des Fonds ist der Euro, als Benchmark wird eine Kombination aus 50 Prozent iBoxx Germany, 40 Prozent iBoxx France und 10 Prozent iBoxx Spain verwendet. Im vergangenen Jahr 2012 überzeugte der Nordea-Pfandbrieffonds mit einer Rendite von +10,1 Prozent in Euro und ließ damit seinen Vergleichsindex klar hinter sich, der es lediglich auf ein Plus von +8,3 Prozent brachte. Auch 2013 ist die Performance bislang überdurchschnittlich (+0,77 Prozent versus +0,43 Prozent bei der Benchmark). Welche FondsStrategie liegt diesem Erfolg zugrunde?

FondsStrategie. Bonität. Fokussiert.

Der Nordea 1 – European Covered Bond Fund BP EUR hat es sich zum Ziel gesetzt, durch die Anlage in erstklassige europäische Pfandbriefe das Kapital der Anleger zu erhalten und eine angemessene Rendite zu erwirtschaften. Hierzu investiert der Fonds mindestens zwei Drittel seines Gesamtvermögens in forderungsbesicherte Anleihen hoher Qualität, zumeist Schuldverschreibungen, die durch Hypotheken oder Erträge aus anderen Schuldtiteln besichert sind. Die Covered Bonds stammen von Unternehmen oder Finanzinstitutionen, die ihren Sitz entweder in Europa haben oder dort überwiegend wirtschaftlich tätig sind. Darüber hinaus kann der Fonds bis zu ein Drittel seines Gesamtvermögens in andere Anlageinstrumente investieren. Generell müssen jedoch mindestens zwei Drittel des FondsVermögens in Wertpapiere angelegt sein, die mit einem Rating von wenigstens „AA-“ bewertet sind oder eine vergleichbare Kreditqualität aufweisen. FondsManager Henrik Stille ist in der Auswahl der einzelnen Wertpapiere frei und darf nach Ermessen von dem Referenzindex abweichen. Seine Investmentphilosophie beruht auf einem quantitativen und risikobasierten Ansatz. Die durchschnittliche Restlaufzeit (Duration) der Papiere des Nordea-Fonds liegt aktuell bei 5,07 Jahren, die rechnerische Rendite beträgt 1,82 Prozent. Wie sieht das FondsPortfolio im Detail aus?

FondsPortfolio. Frankreich. Führend.

In der Ländergewichtung des Nordea 1 – European Covered Bond Fund nimmt Frankreich mit 24,72 Prozent die führende Position ein. Knapp dahinter liegt Spanien mit einem Anteil von 21,23 Prozent. Es folgen Dänemark mit 20,16 Prozent sowie Norwegen mit 11,79 Prozent Anteil am FondsVolumen. In Österreich sind 6,39 Prozent des FondsVermögens investiert. Pfandbriefe aus Finnland (4,10 Prozent) sowie Deutschland (3,41 Prozent) sind eher unterdurchschnittlich im FondsPortfolio vertreten. Kleinere Bestände in Großbritannien (3,10 Prozent) sowie Covered Bonds anderer europäischer Länder (insgesamt 3,59 Prozent) runden die Länderallokation ab. Liquide Mittel machen per Ende Februar 2013 1,50 Prozent in der Vermögensaufteilung des Nordea-Fonds aus.

Welche Schwerpunkte legt FondsManager Stille bei der Ratingstruktur? Mit 56,21 Prozent besitzt mehr als die Hälfte der im Fonds enthaltenen Schuldpapiere das Top-Rating „AAA“. 38,35 Prozent der erworbenen europäischen Pfandbriefe haben ein Rating von „AA“, 2,61 Prozent sind mit „A“ bewertet. Gering ist der Anteil von Wertpapieren mit einem „BBB“-Rating; dieser beträgt lediglich 1,31 Prozent. Damit setzt sich das Portfolio des Nordea-Fonds ausschließlich aus Papieren mit einem Investment-Grade-Rating zusammen – ein großer Pluspunkt unter Sicherheitsaspekten! Was heißt dies für die Zusammensetzung der Top-10 des Fonds? Die größten Einzelpositionen sind Covered Bonds skandinavischer Emittenten wie der dänischen Nykredit oder der norwegischen Terra Boligkreditt. Auf Platz drei der Top-Holdings liegt eine Anleihe der österreichischen HYPO NOE Gruppe. Um auch dem Renditeaspekt zu genügen, werden spanische Pfandbriefe (Cedulas) und französische Hypothekenanleihen beigemischt.

FondsVergleichsindex. Korrelation. Ausgeprägt.

In unserer unabhängigen SJB FondsAnalyse haben wir den Nordea-Pfandbrieffonds dem FTSE Pfandbrief Total Price Index gegenübergestellt, der den europäischen Markt für Covered Bonds über alle Laufzeiten abbildet. Die Korrelation fällt über drei Jahre mit 0,83 entsprechend deutlich aus, für ein Jahr geht sie auf 0,70 zurück. Damit ist die Parallelität der Kursverläufe von Fonds und Index stark ausgeprägt, was auch der Blick auf die Kennzahl R² bestätigt: Für drei Jahre liegt die Kennziffer bei 0,70, über ein Jahr nimmt R² einen Wert von 0,50 an. Somit haben sich mittelfristig 30 Prozent der FondsEntwicklung indexunabhängig vollzogen, kurzfristig sind es 50 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass FondsManager Stille von seiner Möglichkeit, vom Referenzindex abzuweichen, zuletzt stärker Gebrauch machte. Der Tracking Error beträgt für drei Jahre 1,84 Prozent, auf Jahressicht liegt er bei 1,38 Prozent. Die Spurabweichung demonstriert, dass das vom Fonds eingegangene aktive Risiko insgesamt gering ist. Was heißt das für die Volatilitätswerte?

FondsRisiko. Schwankungen. Niedrig.

Der Nordea 1 – European Covered Bond Fund weist für drei Jahre eine Volatilität von 3,56 Prozent auf, die leicht oberhalb der 3,24 Prozent liegt, die der von der SJB ausgewählte Vergleichsmaßstab zu verzeichnen hat. Über ein Jahr kann der Nordea-Fonds hingegen mit den geringeren Kursschwankungen überzeugen: Hier beträgt die Volatilität des Fonds 1,80 Prozent, während der FTSE Pfandbrief Total Price Index mit 2,14 Prozent aufwartet. Insgesamt ein ausgeglichenes Bild mit Blick auf die Risikostruktur, wobei zu beachten ist, dass die Schwankungsintensität in ihrer absoluten Höhe als sehr niedrig einzustufen ist – ein klarer Pluspunkt für den sicherheitsorientierten Investor. Welche Konsequenzen hat dies für die Beta-Analyse?

Das günstige Risikoprofil des Nordea-Fonds manifestiert sich gleichsam an dem unter Marktniveau liegenden Beta von 0,94 über drei Jahre. Die Risikokennziffer, die die Schwankungsneigung der Renditen von Fonds und Referenzindex vergleicht, weist über ein Jahr einen Wert von 0,65 auf. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Beta-Werte ergibt, dass sich der Pfandbrieffonds in seinen Wertschwankungen in der großen Mehrheit der Fälle weniger volatil als die Benchmark präsentierte: Die Risikokennziffer lag in 31 der letzten 36 betrachteten Einzelzeiträume unter dem Marktrisikofixwert von 1,00 und nahm dabei Werte von 0,29 im Tief an. Lediglich in fünf der betrachteten Zeitspannen befand sich das Beta mit Werten bis 1,22 in der Spitze über Marktniveau. Damit überwiegen die vergleichsweise schwankungsarmen Phasen, was das moderate FondsRisiko des Nordea-Produktes unterstreicht. Können unter dieser Voraussetzung attraktive Renditen erzielt werden?

FondsRendite. Alpha. Dauerhaft.

Per 8. März 2013 hat der Nordea 1 – European Covered Bond Fund BP EUR über drei Jahre eine kumulierte Wertentwicklung von +16,65 Prozent in Euro aufzuweisen, was einer Rendite von +5,26 Prozent p.a. entspricht. Eine sehr attraktive Performance für den Bereich europäischer Pfandbriefe, was sich auch daran zeigt, dass die Benchmark klar übertroffen wird: Für drei Jahre kommt der FTSE Pfandbrief Total Price Index auf eine Performance von +4,50 Prozent bzw. eine jährliche Rendite von +1,48 Prozent. Im Wechsel auf die kurzfristige Betrachtung erhält sich der Renditevorsprung des Nordea-Fonds: Über ein Jahr hat der Covered-Bond-Fonds +7,46 Prozent in Euro an Wert zugelegt, während der Vergleichsindex mit einem Plus von +4,95 Prozent aufwarten kann. Die regelmäßig erzielte Extra-Rendite, die besonders im Dreijahreszeitraum eine beeindruckende Höhe erreicht, lässt den Nordea-Fonds als eindeutigen Gewinner aus dem Performancevergleich hervorgehen.

Die Qualität des Fonds sowie der Erfolg seines aktiven Portfoliomanagements lassen sich auch an dem positiven Alpha ablesen, das über drei Jahre bei 0,31 liegt. Für ein Jahr stellt sich die Kennzahl mit 0,34 noch etwas stärker dar. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich über drei Jahre zeigt, dass der europäische Pfandbrieffonds die von der SJB gewählte Benchmark mit schöner Regelmäßigkeit schlägt: In den letzten 36 Einzelzeiträumen verzeichnete der Fonds ein stets positives Alpha mit Werten bis 1,27 in der Spitze, selbst der niedrigste Alpha-Wert von 0,23 liegt im grünen Bereich. Damit ist das Rendite-Risiko-Profil des Nordea-Fonds außergewöhnlich gut; FondsManager Stille gelingt es, trotz einer moderaten Volatilität einen dauerhaften Performancevorsprung zum europäischen Pfandbriefmarkt zu erzielen. Die Information Ratio bestätigt, dass eingegangene Risiken und generierte Erträge in einem guten Verhältnis stehen: Die Kennziffer präsentiert sich mit Werten von 2,03 über drei Jahre und 1,74 über ein Jahr klar positiv.

SJB Fazit. Nordea 1 – European Covered Bond Fund.

Attraktive Renditen trotz eines hohen Sicherheitsniveaus: Dieses Konzept setzt der europäische Pfandbrieffonds von Nordea überzeugend um. Positiv im Vergleich zu den Mitbewerbern ist hervorzuheben, dass der Nordea-Fonds seine guten Performancezahlen trotz einer vergleichsweise hohen Gewichtung der soliden Covered Bonds aus skandinavischen Ländern erzielt. Unter Chance-Risiko-Aspekten ein überzeugendes Investment, gerade in Zeiten überbewerteter Aktienmärkte!

Erläuterungen

Alpha

Ist die Kennziffer für die Renditechancen. Sie misst die Mehrrendite, die über der zu erwartenden Rendite des Marktes liegt. Das Alpha beziffert jenen Teil der Rendite, der nicht mit der allgemeinen Marktentwicklung oder höherer Risikobereitschaft zu erklären ist, sondern auf aktiver Titelauswahl und Beispiel: Ein Alpha von 5 zeigt an, dass der Fonds bei einer Nullentwicklung des Index 5 Prozent Mehrrendite erzielt hat, ohne dafür ein höheres Risiko einzugehen.

Beta

Ist die Kennziffer für die Risiken. Sie ist das Resultat eines Risikovergleichs zwischen Fonds und Index. Das Kriterium ist deren Schwankungsintensität (Volatilität). Beim Beta wird dem Index der feste Wert „1“ zugesprochen. Weicht die Volatilität des Fonds um 15 Prozent nach unten ab, ist sein Beta 0,85, weicht er 15 Prozent nach oben ab, ist es 1,15. Ein Wert über 1 spricht gegen den Fonds, ein Wert unter 1 für ihn. Das Beta eines Fonds ist negativ, wenn sich Fonds und Index abwärts bewegen.

Dividendenrendite

Diese Kennzahl misst die Dividende einer Aktie im Verhältnis zum Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausschüttung. Sie wird in Prozent gemessen. Je höher der Wert, desto mehr Erträge in Form der Dividende bekommen die Anteilseigner aus der Unternehmensleistung heraus. Diese Erträge sind unabhängig von der Kursentwicklung an der Börse. Im Gegensatz zum Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV werden hier die Erträge als Maßstab für die Rendite genommen, die tatsächlich den Anteilseignern zugute kommen. Ist der Wert hoch, deutet das auch auf eine Unterbewertung des Unternehmens an der Börse hin, denn wie eine hohe Dividende zeigt, ist die Ertragskraft größer, als der Aktienkurs ausdrückt.

Information Ratio

Um die Qualität des Managements eines bestimmten Fonds besser einschätzen zu können, ist die Information Ratio eine zentrale Kennzahl. Errechnet wird die Information Ratio, indem man die FondsRendite durch das FondsRisiko teilt. Die Rendite wird hierbei mit Alpha gemessen. Das FondsRisiko anhand des Tracking Errors. Je höher dieser Wert ist, desto besser das Management des zu untersuchenden Fonds.

Korrelation

Ist die Kennziffer für die wechselseitige Abhängigkeit zweier Investments. Angegeben wird, wie wahrscheinlich sich die Kursverläufe gegenläufig (Korrelation -1), unabhängig (Korrelation 0) oder gleichläufig (Korrelation +1) verhalten.

Kurs-Buch-Verhältnis (KBV)

Das KBV ist eine Kennzahl für den Substanzwert eines Unternehmens. Es wird errechnet, in dem man den Aktienkurs durch den Buchwert je Aktie teilt. Der Buchwert der Aktiengesellschaft ergibt sich durch den Abzug der Verbindlichkeiten von der Summe der Aktiva. Der Buchwert der Aktie ist das Ergebnis der Teilung des Unternehmensbuchwerts durch die Anzahl der Aktien. Je niedriger der Wert ist, desto preiswerter ist die Aktie. Der Kurs entspricht der Substanz des Buchwerts. Dann hat die Aktie einen „fairen“ Wert.

Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)

Das KCV ist eine Kennzahl der Liquidität eines Unternehmens. Man erhält es, in dem man den Aktienkurs durch den Cashflow je Aktie teilt. Der Cashflow eines Unternehmens bildet die wirklichen Zahlungsflüsse in einer bestimmten Zeitperiode ab. Sein Wert gibt das Volumen der im Unternehmen für Investitionen und Verbindlichkeiten vorhandenen liquiden Mittel an. Mit dem KCV kann die Entwicklung der Ertragskraft einer Aktiengesellschaft bewertet werden. Dabei gilt eine Aktie als umso preiswerter, je niedriger ihr KCV ist.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das KGV ist die Kennzahl der Ertragskraft eines Unternehmens. Es wird errechnet, in dem man den Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie teilt. Hier gilt: Je niedriger die Kennzahl, desto preiswerter ist die Aktie. Ein niedriges KGV bedeutet an der Börse ein Einstiegssignal in die Aktie. Sie gilt als unterbewertet und hat Aufstiegspotenzial. Liegt ihr KGV über dem Marktdurchschnitt, ist das ein Ausstiegssignal. Sie gilt als überbewertet. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Kurs fällt ist hoch.

Diese Kennzahl drückt den Prozentsatz der Bewegungen eines Fonds aus, die durch Bewegungen in seinem Referenzindex erklärt werden können. R² ist das Quadrat der Korrelation. Das heißt, dass maximale R² liegt bei 1. Dies bedeutet, dass 100,0 Prozent der Entwicklung des Fonds durch den Referenzindex bestimmt wird. Ein R² von 0,5 bedeutet, dass 50,0 Prozent der Entwicklung des Fonds das Ergebnis der Entwicklung des Referenzindex ist. Je deutlicher diese Zahl unterhalb von 1 liegt, umso unabhängiger ist der Ertrag des Fonds vom Referenzindex. R² wird genutzt, um die Aussagekraft von Beta zu bestimmen. Je höher das R², desto signifikanter das Beta, weil klar wird, wie sehr eine erhöhte und niedrige Risikokennziffer auf aktivem FondsManagement oder Marktentwicklung basiert.

Sharpe Ratio

Ist die Kennziffer für einen Rendite-Risiko-Vergleich zwischen unterschiedlichen Geldanlagen. Die nach dem Nobelpreisträger William Sharpe benannte Kennziffer misst die durchschnittliche Rendite in Bezug auf das eingegangene Risiko. Dabei wird der Fonds mit dem risikolosen Geldmarkt konfrontiert. Angenommen, die Sharpe Ratio liegt beim Fonds bei 0,40 und beim Index bei 0,30. Dann erwirtschaftet der Fonds mit jedem Risikoschritt ein Drittel mehr Rendite als der im Index dargestellte Markt. Eine negative Zahl bedeutet: Der Fonds ist schlechter als der Geldmarkt.

Tracking Error

Ist die Kennziffer für die Spurabweichung des Fonds vom Index. Sie misst, wie stark die Positionen und ihre Gewichtung im Portfolio des Fonds prozentual von denen des Index abweichen. Je niedriger der Tracking Error, desto stärker orientiert sich der FondsManager am Vergleichsindex. Je höher der Wert ist, desto unabhängiger bewegt sich der FondsManager in seinem Markt.

Value-at-risk (VAR)

Der Begriff bezeichnet ein Risikomaß für die Wahrscheinlichkeit und den Umfang von Verlusten einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) in einem gegebenen Zeithorizont. Ein VAR von 10 Mio. Euro bei einer Haltedauer von 1 Tag und einer als Konfidenzniveau bezeichneten Eintrittssicherheit von 97,5 Prozent bedeutet, dass der potenzielle Verlust der betrachteten Risikoposition von einem Tag auf den nächsten mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5 Prozent den Betrag von 10 Mio. Euro nicht überschreiten wird. VAR wurde von J.P. Morgan entwickelt und ist heute ein Standardrisikomaß im Finanzsektor.

Autor: SJB FondsSkyline OHG 1989 für Unternehmer und Führungskräfte

Gerd Bennewirtz ist als geschäftsführender Gründungsgesellschafter der SJB FondsSkyline OHG 1989 Herausgeber speziell auf Privatinvestoren zugeschnittener Newsletter. Die täglich, wöchentlich und monatlich erscheinenden Publikationen können gratis angefordert werden unter FondsEcho@sjb.de oder www.sjb.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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