09.11.2012 10:17
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SJB FondsEcho. Parvest Equity USA Mid Cap.

US-Aktien. Mittelgroß.
Die politische Situation in den USA ist geklärt: Barack Obama hat die Präsidentschaftswahl am 6. November 2012 mit deutlichem Vorsprung für sich entschieden und wird für eine zweite Amtsperiode im Weißen Haus bleiben können. Welche Auswirkungen wird die zweite Amtszeit Obamas auf die US-Börsen haben und wie kann sich der deutsche FondsAnleger mit Blick auf den Ausgang der US-Wahlen positionieren? Eine kleine Warnung vorab: Die US-Aktienmärkte sind bereits im Vorfeld der Wahlen sehr gut gelaufen und nur noch geringfügig von ihren historischen Höchstständen entfernt, weshalb das absolute Kurspotenzial begrenzt sein dürfte. Die Chancen, die Obamas zweite Amtszeit eröffnet, liegen damit weniger auf einer breiten Aufwärtsbewegung des Gesamtmarktes, als vielmehr in einer Fokussierung auf die US-Fonds, die von seiner Wiederwahl am stärksten profitieren dürften.

Statistisch betrachtet ist es so, dass Small und Mid Caps positive Kursimpulse von einem demokratischen Präsidenten erhalten. Dies bestätigt auch der Blick auf die Kursentwicklung in der nun auslaufenden ersten Amtszeit Obamas. Ein gutes Argument für Anleger, sich einen Fonds wie den Parvest Equity USA Mid Cap D (ISIN LU0154245673, WKN A0F5D0) genauer anzuschauen. Der US-Aktienfonds hat sich auf Titel von Unternehmen mittlerer Marktkapitalisierung fokussiert und bevorzugt Aktien mit einer überzeugenden Gewinnentwicklung. Der Parvest Equity USA Mid Cap ist seit dem 30. Januar 2006 am Markt und wird von FondsManagerin Thyra Zerhusen verwaltet. Die gebürtige Deutsche zählt in den USA zu den bekanntesten FondsManagerinnen, seitdem es ihr gelang, über die vergangenen zehn Jahre selbst Investorenlegende Warren Buffett mit ihrer Performance zu schlagen. Zerhusen verwendet den Russell MidCap (USD) RI als Vergleichsindex, weicht aber im Rahmen ihres aktiven Portfoliomanagements von dessen Titel- und Sektorengewichtung ab. FondsWährung ist der US-Dollar, das aktuelle FondsVolumen beträgt umgerechnet 295,8 Millionen Euro. Die Total Expense Ratio (TER) des BNP Paribas-Fonds liegt bei 2,31 Prozent jährlich. Seit Auflegung ist es dem Fonds gelungen, mit einer kumulierten Wertentwicklung von +36,33 Prozent in US-Dollar die Benchmark hinter sich zu lassen, die es auf eine Gesamtrendite von +34,07 Prozent bringt. Seit Jahresbeginn wurde ein überzeugendes Plus von +12,07 Prozent in FondsWährung erzielt. Wie lauten die Details der so erfolgreichen Anlagestrategie?

FondsStrategie. Bottom-up-Analyse. Präferiert.

Der Parvest Equity USA Mid Cap hat es sich zum Ziel gesetzt, einen mittelfristigen Wertzuwachs zu erzielen, indem er in Aktien von Unternehmen mittlerer Börsenkapitalisierung investiert, die ihren Sitz in den USA haben oder dort den Hauptteil ihrer Geschäftstätigkeit ausüben. Die Auswahl der aussichtsreichsten Mid Caps wird ohne Rücksicht auf die Branchengewichtung nach einem Bottom-up-Ansatz vorgenommen. FondsManagerin Thyra Zerhusen legt großen Wert auf eine fundierte Unternehmensanalyse und ist mit ihrem Anlageansatz darauf spezialisiert, Qualitätstitel ausfindig zu machen, die hinsichtlich ihres künftigen Unternehmensgewinns unterbewertet sind. Besonderes Augenmerk richtet Zerhusen derzeit auf Positionen in den Sektoren zyklische Konsumgüter und Technologie, von denen sie eine weiter überdurchschnittliche Wertentwicklung erwartet. Nicht zu ihren Favoriten gehört hingegen der Sektor Investitionsgüter, der durch schwache Ergebnisse bei Transportunternehmen aufgrund höherer Benzinpreise und dem langsamen Start der Weihnachtssaison belastet wurde. Zerhusen berichtet, dass sie auf dem aktuellen Kursniveau des US-Aktienmarktes ihre Positionen zuletzt nicht weiter ausgebaut hat. Vielmehr wurden zuvor sehr gut gelaufene Einzeltitel verkauft. Insgesamt sieht sie ihr Portfolio aus US Mid Caps weiterhin attraktiv positioniert, und zwar sowohl mit Blick auf das Bewertungsniveau als auch auf das prognostizierte Gewinnwachstum.

FondsPortfolio. Konsumzykliker. Bevorzugt.

Bei der Branchenallokation des Parvest Equity USA Mid Cap liegen aktuell Firmen aus dem Bereich zyklischer Konsumprodukte mit 26,72 Prozent Portfolioanteil auf dem ersten Platz. Den zweiten Platz in der Sektorengewichtung des BNP Paribas-Fonds nehmen Technologieaktien mit 20,12 Prozent ein. Die dritte relativ stark gewichtete Branche innerhalb des USA-Fonds sind Titel aus dem Gesundheitswesen mit 15,13 Prozent Anteil am FondsVolumen. Durchschnittlich stark vertreten sind im Fonds von Thyra Zerhusen der Automobil- und Transportsektor (9,79 Prozent) sowie Aktien aus dem Bereich langlebiger Gebrauchsgüter (8,54 Prozent). Finanzdienstleister machen 5,85 Prozent der gehaltenen Titel aus. Kleinere Bestände bei Energiewerten (5,64 Prozent), Rohstofftiteln (4,96 Prozent) sowie nichtzyklischen Konsumgüteraktien (3,25 Prozent) runden die Portfoliostruktur des Fonds ab. Die größte relative Übergewichtung im Vergleich zur Benchmark erfahren Produzenten zyklischer Konsumprodukte mit 10,97 Prozent, während Finanztitel mit -11,83 Prozent gemessen am Russel Mid Cap Index am stärksten untergewichtet sind. Welche Einzelaktien favorisiert Zerhusen? Die beste Performance innerhalb ihres Portfolios erzielte zuletzt die Aktie der New York Times. Das Verlagshaus ist mit 3,95 Prozent im Fonds vertreten und überzeugt besonders durch seine positive Dynamik in den digitalen Geschäftsbereichen. Neu in das Portfolio aufgenommen wurde DeVry, ein privates Unternehmen des Bildungssektors, das zu den typischen Unternehmen gehört, die von der Wiederwahl Obamas profitieren dürften. Positiv beurteilt wird auch die Aktie von Staples, einem Händler für Bürobedarf, der sich in der Anfangsphase einer umfassenden Umstrukturierung befindet.

FondsVergleichsindex. Korrelation. Ausgeprägt.

Für unsere unabhängige SJB FondsAnalyse haben wir den Parvest Equity USA Mid Cap dem Dow Jones US Mid Cap als Vergleichsindex gegenübergestellt. Das Ergebnis der Korrelationsanalyse zeigt eine ausgeprägte Übereinstimmung beider Kursverläufe. Mit 0,74 liegt die Korrelation sowohl im Drei- als auch im Einjahreszeitraum auf einem hohen Niveau. Die Kursentwicklung von Fonds und Benchmark läuft damit weitgehend parallel, wie auch der Blick auf die Kennzahl R² beweist. Diese liegt für drei Jahre bei 0,54, über ein Jahr nimmt sie einen Wert von 0,55 an. Somit haben sich mittelfristig 46 Prozent der FondsEntwicklung indexunabhängig vollzogen, kurzfristig sind es 45 Prozent. Hier zeigt sich, dass FondsManagerin Zerhusen auf Basis ihrer Bottom-up-Strategie eine recht individuelle Branchengewichtung vorgenommen hat. Der Tracking Error bestätigt dies. Über drei Jahre liegt die Spurabweichung des Fonds vom Index bei 13,23 Prozent, auf Jahressicht geht sie auf 10,24 Prozent zurück. Mit welcher Risikostruktur hat der USA-Fonds aufzuwarten?

FondsRisiko. Beta. Überzeugend.

Der Parvest Equity USA Mid Cap weist über drei Jahre eine Volatilität von 19,49 Prozent auf, die leicht oberhalb der 19,05 Prozent liegt, die der Dow Jones US Mid Cap zu verzeichnen hat. Über ein Jahr kann der aktiv gemanagte Aktienfonds hingegen durch seine geringere Schwankungsintensität überzeugen: Hier beträgt die „Vola“ des Fonds 14,91 Prozent, während die Benchmark eine Schwankungsbreite von 16,68 Prozent aufzuweisen hat. Angesichts der Tatsache, dass die Branchengewichtung innerhalb des Fonds teils merklich von derjenigen des Referenzindex abweicht, ist die für den Investor erfreuliche relative Schwankungsarmut bemerkenswert. Das günstigere Risikoprofil des BNP Paribas-Fonds gegenüber der gleichfalls auf den Mid Cap-Sektor spezialisierten Benchmark manifestiert sich auch in dem Beta des Fonds von 0,77 über drei Jahre. Dass die vom Fonds erzielten Renditen geringeren Schwankungen unterliegen, bestätigt der Wert von 0,72, den die Risikokennziffer für ein Jahr annimmt. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Beta-Werte rundet mit seinen Ergebnissen das positive Urteil über das Chance-Risiko-Verhältnis des USA-Fonds ab. Hier liegt das Beta in 30 der letzten 32 betrachteten Einzelzeiträume unter dem Marktrisikofixwert von 1,00 und nimmt dabei Werte bis 0,49 im Tief an. In zwei Fällen liegen die Renditeschwankungen mit 1,00 exakt auf Marktniveau, in keiner der untersuchten Zeitperioden ist eine ungünstigere Risikostruktur zu verzeichnen. Fällt die Performanceleistung ähnlich überzeugend aus?

FondsRendite. Outperformance. Nachhaltig.

Per 06. November 2012 hat der Parvest Equity USA Mid Cap über drei Jahre eine beeindruckende Wertentwicklung von +62,09 Prozent in Euro aufzuweisen. Dies entspricht einer Rendite von +17,45 Prozent p.a. Die Zahlen belegen, wie gut sich US Mid Caps bereits im Laufe der ersten Amtszeit Obamas entwickeln konnten. Die langfristige Performance des Vergleichsindex Dow Jones US Mid Cap fällt etwas geringer aus: Dieser hat über drei Jahre insgesamt +56,69 Prozent an Wert gewonnen, was einem Ergebnis von +16,13 Prozent p.a. entspricht. Beim Wechsel auf die Jahresbetrachtung kann der von Thyra Zerhusen gemanagte Fonds seine Spitzenstellung verteidigen: Mit +17,71 Prozent stellt sich die Rendite des Fonds um 3,19 Prozentpunkte höher als das Plus des Referenzindex dar (Dow Jones US Mid Cap: +14,52 Prozent). Die nachhaltige Outperformance des Fonds für mittelgroße US-Aktien überzeugt – erst recht, da Zerhusen ihren Renditevorsprung gegenüber dem passiven Index mit einer günstigeren Risikostruktur erzielen konnte.

Die Mehrrendite des aktiv gemanagten Fonds zum Referenzindex drückt sich auch in dem positiven Alpha aus, das über drei Jahre 0,51 beträgt. Auf Jahressicht liegt die Kennzahl mit 0,65 noch deutlicher im grünen Bereich. Im rollierenden Zwölfmonatsvergleich über drei Jahre wird wiederum deutlich, dass FondsManagerin Zerhusen ein überdurchschnittlich erfolgreiches Portfolio aus US Mid Caps zusammengestellt hat. In 23 der letzten 32 Perioden gab es ein positives Alpha bis maximal 2,24 zu verzeichnen, während die Zeiträume mit einer unterdurchschnittlichen Performance sowohl von ihrer absoluten Anzahl als auch dem Grad ihrer Ausprägung (-1,35 im Tief) geringer ausfallen. Das positive Gesamtbild des Fonds wird durch die Information Ratio von 0,20 über drei Jahre abgerundet. Der auf Jahressicht nochmals auf 0,43 zulegende Wert der Kennziffer zeigt, dass das eingegangene aktive Risiko durch die erzielte Mehrrendite gerechtfertigt ist.

SJB Fazit. Parvest Equity USA Mid Cap.

Während der breite US-Aktienmarkt auf dem aktuellen Kursniveau weitgehend ausgereizt erscheint, finden sich im Bereich der Mid Caps noch attraktiv bewertete Unternehmen. FondsManagerin Zerhusen hat durch ihre Performancehistorie bewiesen, dass sie bei deren Auswahl erfolgreich agiert. Hinzu kommt: Aktien mittelgroßer US-Firmen dürften von der Wiederwahl Obamas stärker profitieren als die Aktien von Großunternehmen, die neue Steuern und Regulierungen zu erwarten haben.

Erläuterungen

Alpha

Ist die Kennziffer für die Renditechancen. Sie misst die Mehrrendite, die über der zu erwartenden Rendite des Marktes liegt. Das Alpha beziffert jenen Teil der Rendite, der nicht mit der allgemeinen Marktentwicklung oder höherer Risikobereitschaft zu erklären ist, sondern auf aktiver Titelauswahl und Beispiel: Ein Alpha von 5 zeigt an, dass der Fonds bei einer Nullentwicklung des Index 5 Prozent Mehrrendite erzielt hat, ohne dafür ein höheres Risiko einzugehen.

Beta

Ist die Kennziffer für die Risiken. Sie ist das Resultat eines Risikovergleichs zwischen Fonds und Index. Das Kriterium ist deren Schwankungsintensität (Volatilität). Beim Beta wird dem Index der feste Wert „1“ zugesprochen. Weicht die Volatilität des Fonds um 15 Prozent nach unten ab, ist sein Beta 0,85, weicht er 15 Prozent nach oben ab, ist es 1,15. Ein Wert über 1 spricht gegen den Fonds, ein Wert unter 1 für ihn. Das Beta eines Fonds ist negativ, wenn sich Fonds und Index abwärts bewegen.

Dividendenrendite

Diese Kennzahl misst die Dividende einer Aktie im Verhältnis zum Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausschüttung. Sie wird in Prozent gemessen. Je höher der Wert, desto mehr Erträge in Form der Dividende bekommen die Anteilseigner aus der Unternehmensleistung heraus. Diese Erträge sind unabhängig von der Kursentwicklung an der Börse. Im Gegensatz zum Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV werden hier die Erträge als Maßstab für die Rendite genommen, die tatsächlich den Anteilseignern zugute kommen. Ist der Wert hoch, deutet das auch auf eine Unterbewertung des Unternehmens an der Börse hin, denn wie eine hohe Dividende zeigt, ist die Ertragskraft größer, als der Aktienkurs ausdrückt.

Information Ratio

Um die Qualität des Managements eines bestimmten Fonds besser einschätzen zu können, ist die Information Ratio eine zentrale Kennzahl. Errechnet wird die Information Ratio, indem man die FondsRendite durch das FondsRisiko teilt. Die Rendite wird hierbei mit Alpha gemessen. Das FondsRisiko anhand des Tracking Errors. Je höher dieser Wert ist, desto besser das Management des zu untersuchenden Fonds.

Korrelation

Ist die Kennziffer für die wechselseitige Abhängigkeit zweier Investments. Angegeben wird, wie wahrscheinlich sich die Kursverläufe gegenläufig (Korrelation -1), unabhängig (Korrelation 0) oder gleichläufig (Korrelation +1) verhalten.

Kurs-Buch-Verhältnis (KBV)

Das KBV ist eine Kennzahl für den Substanzwert eines Unternehmens. Es wird errechnet, in dem man den Aktienkurs durch den Buchwert je Aktie teilt. Der Buchwert der Aktiengesellschaft ergibt sich durch den Abzug der Verbindlichkeiten von der Summe der Aktiva. Der Buchwert der Aktie ist das Ergebnis der Teilung des Unternehmensbuchwerts durch die Anzahl der Aktien. Je niedriger der Wert ist, desto preiswerter ist die Aktie. Der Kurs entspricht der Substanz des Buchwerts. Dann hat die Aktie einen „fairen“ Wert.

Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)

Das KCV ist eine Kennzahl der Liquidität eines Unternehmens. Man erhält es, in dem man den Aktienkurs durch den Cashflow je Aktie teilt. Der Cashflow eines Unternehmens bildet die wirklichen Zahlungsflüsse in einer bestimmten Zeitperiode ab. Sein Wert gibt das Volumen der im Unternehmen für Investitionen und Verbindlichkeiten vorhandenen liquiden Mittel an. Mit dem KCV kann die Entwicklung der Ertragskraft einer Aktiengesellschaft bewertet werden. Dabei gilt eine Aktie als umso preiswerter, je niedriger ihr KCV ist.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das KGV ist die Kennzahl der Ertragskraft eines Unternehmens. Es wird errechnet, in dem man den Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie teilt. Hier gilt: Je niedriger die Kennzahl, desto preiswerter ist die Aktie. Ein niedriges KGV bedeutet an der Börse ein Einstiegssignal in die Aktie. Sie gilt als unterbewertet und hat Aufstiegspotenzial. Liegt ihr KGV über dem Marktdurchschnitt, ist das ein Ausstiegssignal. Sie gilt als überbewertet. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Kurs fällt ist hoch.

Diese Kennzahl drückt den Prozentsatz der Bewegungen eines Fonds aus, die durch Bewegungen in seinem Referenzindex erklärt werden können. R² ist das Quadrat der Korrelation. Das heißt, dass maximale R² liegt bei 1. Dies bedeutet, dass 100,0 Prozent der Entwicklung des Fonds durch den Referenzindex bestimmt wird. Ein R² von 0,5 bedeutet, dass 50,0 Prozent der Entwicklung des Fonds das Ergebnis der Entwicklung des Referenzindex ist. Je deutlicher diese Zahl unterhalb von 1 liegt, umso unabhängiger ist der Ertrag des Fonds vom Referenzindex. R² wird genutzt, um die Aussagekraft von Beta zu bestimmen. Je höher das R², desto signifikanter das Beta, weil klar wird, wie sehr eine erhöhte und niedrige Risikokennziffer auf aktivem FondsManagement oder Marktentwicklung basiert.

Sharpe Ratio

Ist die Kennziffer für einen Rendite-Risiko-Vergleich zwischen unterschiedlichen Geldanlagen. Die nach dem Nobelpreisträger William Sharpe benannte Kennziffer misst die durchschnittliche Rendite in Bezug auf das eingegangene Risiko. Dabei wird der Fonds mit dem risikolosen Geldmarkt konfrontiert. Angenommen, die Sharpe Ratio liegt beim Fonds bei 0,40 und beim Index bei 0,30. Dann erwirtschaftet der Fonds mit jedem Risikoschritt ein Drittel mehr Rendite als der im Index dargestellte Markt. Eine negative Zahl bedeutet: Der Fonds ist schlechter als der Geldmarkt.

Tracking Error

Ist die Kennziffer für die Spurabweichung des Fonds vom Index. Sie misst, wie stark die Positionen und ihre Gewichtung im Portfolio des Fonds prozentual von denen des Index abweichen. Je niedriger der Tracking Error, desto stärker orientiert sich der FondsManager am Vergleichsindex. Je höher der Wert ist, desto unabhängiger bewegt sich der FondsManager in seinem Markt.

Value-at-risk (VAR)

Der Begriff bezeichnet ein Risikomaß für die Wahrscheinlichkeit und den Umfang von Verlusten einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) in einem gegebenen Zeithorizont. Ein VAR von 10 Mio. Euro bei einer Haltedauer von 1 Tag und einer als Konfidenzniveau bezeichneten Eintrittssicherheit von 97,5 Prozent bedeutet, dass der potenzielle Verlust der betrachteten Risikoposition von einem Tag auf den nächsten mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5 Prozent den Betrag von 10 Mio. Euro nicht überschreiten wird. VAR wurde von J.P. Morgan entwickelt und ist heute ein Standardrisikomaß im Finanzsektor.

Autor: SJB FondsSkyline OHG 1989 für Unternehmer und Führungskräfte

Gerd Bennewirtz ist als geschäftsführender Gründungsgesellschafter der SJB FondsSkyline OHG 1989 Herausgeber speziell auf Privatinvestoren zugeschnittener Newsletter. Die täglich, wöchentlich und monatlich erscheinenden Publikationen können gratis angefordert werden unter FondsEcho@sjb.de oder www.sjb.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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