Fondsanleger - Panik vermeiden, Pulver trocken halten
Berlin (aktiencheck.de AG) - In ihrer aktuellen Ausgabe haben die Experten von "Fuchsbriefe" das Fonds-Anlageuniversum in Bezug auf die Achterbahnfahrten der Börsen näher betrachtet.
Die Experten seien der Meinung, das Angst oder gar Kurzschlusspanik immer schlechte Ratgeber seien. Einen jetzigen Ausstieg würden sie für die falsche Reaktion halten. Allerdings gelte auch, dass die Zeit für einen antizyklischen Wiedereinstieg noch nicht reif sei. Daher gelte es, das Pulver trocken zu halten und zur Anlage bestimmtes Kapital vorerst auf Tagesgeldkonten oder Kurzläufer-Rentenfonds zu parken. Erst wenn sich eine Trendwende an den Börsen abzeichne, seien die dann günstigen Kurse für gezielte Einstiege zu nutzen.
Als obersten Grundsatz ihrer Anlagephilosophie würden die Experten ein möglichst breit gestreutes, in verschiedene Risikoklassen investiertes Aktienfondsdepot ansehen. Dabei würden sie als Basisinvestment auf einen Mix aus welt-, europa- und deutschlandweit investierenden Value-Fonds setzen. Hierbei zähle der DJE Dividende & Substanz P-Fonds (DJE - Dividende & Substanz P (EUR)), der international Benchmarkunabhängig investiere. Zudem könne dieser Fonds zur Risikostreuung auch in fest- und variabelverzinslichen Wertpapiere angelegen. Langfristig überdurchschnittliche Wertsteigerungen verzeichne auch der weltweit orientierte DWS Top Dividende , bei dem die Dividendenrendite des Fondsportfolios bislang im Schnitt zwischen 4% bis 4,5% liege.
Bei den Europa-Fonds würden die Experten den 4Q-European Value Fonds (4Q-EUROPEAN VALUE FONDS UNIVERSAL) favorisieren, der seine Aktienquote in schlechten Börsenzeiten sogar bis auf Null zurückfahren könne. Bei den Deutschland-Fonds überzeuge der Pioneer Invest German Equity A-Fonds (Pioneer Investments German Equity). Zu den Basisinvestments der Experten würden auch Fonds zählen, die wie der Flossbach von Storch - AktienGlobal F (Flossbach von Storch - Aktien Global F) in weltweit tätige Großunternehmen mit starken Marken investierten.
In der zweiten Risikoebene liege das Augenmerk auf Regionenfonds, in erster Linie auf Emerging Market-Fonds. So hätten Aktien von Unternehmen, die ihre Hauptprofite in wachstumsstarken Schwellenländern machen würden, die größten Chancen auf langfristige Outperformance. Mit dem weltweit in Emerging Markets investierende Magellan SICAV Actions C-Fonds (MAGELLAN C) treffe derjenige Anleger, der seine Risiken breit streuen wolle, die richtige Wahl. Bei in Asien, Lateinamerika oder Osteuropa investierenden Regionenfonds liege das Risiko höher. Für diese Segment würden die Experten drei Fonds favorisieren - den Templeton Asian Growth Fund A, den ISI Latin America Equities und den Deka ConvergenceAktien CF (Deka-ConvergenceAktien CF).
Schließlich würden Branchen- und Themenfonds die dritte Risikoebene darstellen. Deren Kurse seien aufgrund des begrenzten Anlagehorizonts zwar schwankungsintensiv, würden aber zugleich von langfristigen Trends profitieren. Nach Ansicht der Experten würden in erster Linie dazu Pharmafonds wie der APO Medical Opportunities (APO Medical Opportunities ) und der FCP Medical Biohealth-Trends EUR H (FCP OP MEDICAL BioHealth-Trends EUR H) gehören. Diese Fonds würden von der weltweit wachsenden Bevölkerung mit steigender Medikamentennachfrage profitieren und in Pharmafirmen, sondern auch in Aktien von Biotechnologie-Unternehmen investieren.
Der BlackRock Global Funds-World Energy Fund A2 (BGF World Energy Fund A2 EUR) und der Carlson Renewable Energy A (Carlson Fund - DnB NOR Renewable Energy A) würden zu den Energiefonds zählen, die mittelfristig überdurchschnittliche Ertragschancen hätten.
Die Experten von "Fuchsbriefe" sind der Meinung, dass man mit den o.a. Fonds ein breit gestreutes, in verschiedene Risikoklassen investiertes Aktienfondsdepot aufbauen kann. (Ausgabe 41 vom 06.10.2011) (07.10.2011/fc/a/f)


