27.02.2013 13:08
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Fondsbranche im Aufwind

Moody’s: Asset-Management-Branche setzt Wachstumskurs fort. Aufwärtstrend auch bei ETFs und Hedgefonds.

Die Ratingagentur Moody’s rechnet einer aktuellen Studie zufolge damit, dass die Fondsbranche das moderate Wachstum des Vorjahres fortsetzt. Der Aufwärtstrend werde durch einen anhaltenden Aufwind an den Märkten, einem Niedrigzinsumfeld und einer weltweiten konjunkturellen Erholung angetrieben. Gleichzeitig lasse die Risikoaversion der Anleger nach, was die Nachfrage nach Aktienfonds wiederbelebe. Der zu Jahresbeginn registrierte starke Zufluss in Aktienfonds wird der Studie zufolge jedoch nicht anhalten. Die Autoren rechnen stattdessehn mit moderaten Zuflüssen.

Moody’s erwartet zudem einen Aufwärtstrend für die operativen Gewinne der Assetmanager nach bereits kleinen Fortschritten in 2012. Durch den aktuell stark ausgeprägten Drang der Investoren in festverzinsliche Papiere seien die Gewinnmargen der Anbieter nach unten gedrückt und zugleich deren Teilhabe an den Marktaufwertungen begrenzt worden. Die Trendwende bei den Aktienfonds hat der Studie zufolge daher positive Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit der Assetmanager.

Auch ETFs und Hedgefonds legen zu

Für passive Produkte prognostiziert die Ratingagentur einen ungebrochenen, steilen Aufstieg. Insbesondere Finanzberater (sofern diese über Honorar bezahlt würden) und institutionelle Investoren bevorzugten passive Investments in Exchange Traded Funds (ETFs). Da Anleger auf der Suche nach einer preisgünstigen Investmentform seien, gehe diese Entwicklung zu Lasten der aktiven Investmentfonds. Gesellschaften, die schwerpunktmäßig auf Aktienfonds setzen, sieht die Studie daher in Gefahr. Anbieter von alternativen Investmentfonds könnten 2013 hingegen von einer anziehenden Nachfrage profitieren: Anleger suchten im Umfeld niedriger Zinsen nach Anlageformen, die eine höhere Rendite als die klassischen Marktinvestments bieten. Zudem nehme der Wunsch der Investoren nach Diversifikation nehme ebenfalls zu. Anleger interessierten sich hier verstärkt für Immobilien, Hedgefonds und Private Equity sowie neuere Anlageformen wie beispielsweise Infrastruktur.

Dass insbesondere Hedgefonds bei überwiegend institutionellen Anlegern wieder beliebter werden, geht auch aus einer Umfrage der Deutschen Bank hervor. Für diese wurden 324 institutionelle Investoren in 25 Ländern befragt, die insgesamt für ein Anlagekapital in Höhe von 1,2 Billionen US-Dollar in Hedgefonds verantwortlich sind, berichtet die Börsen-Zeitung. Der Umfrage zufolge wird sich der Kapitalzustrom in diesem Jahr vermutlich verdreifachen und das Anlagevolumen der Branche auf ein Rekordniveau von 2,5 Billionen US-Dollar treiben. Dies liege daran, dass Hedgefonds höhere Nettogelder anlocken würden. Der Grund: Anleger suchten stabilere Erträge, die eine niedrigere Korrelation mit anderen Assetklassen (Aktien oder Anleihen) aufweisen. „Ungeachtet eines schwierigen Marktumfelds 2012 hat sich die Performance von Hedgefonds gegen Ende des letzten und zu Beginn dieses Jahres vielversprechend entwickelt“, sagt Harvey Twomey, bei der Deutschen Bank in Hongkong verantwortlich für Prime Finance Distribution in Asien, gegenüber der Börsen-Zeitung. „Anleger sind daran interessiert, Hedgefonds-Managern, die in Zukunft eine stabile Wertentwicklung liefern können, mehr Geld anzuvertrauen.“ 65 Prozent aller Umfrageteilnehmer und 79 Prozent aller institutionellen Investoren rechnen dem Bericht zufolge dieses Jahr mit Erträgen aus ihren Hedgefonds von fünf bis zehn Prozent.

(PD)

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