Fondshandel lebt auf
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Fondshandel an der Börse Frankfurt lebt auf, so die Deutsche Börse AG.
Auch der Blick über den großen Teich stimme zuversichtlich. Stabile US-amerikanische Aktienmärkte und Dow-Jones-Index-Stände über 11.000 Punkte würden das Anlegerinteresse auch im Fondshandel nähren. "Die Umsätze haben spürbar angezogen", berichte Dirk Schröder von der Baader Bank. An der chinesischen und der indischen Börse sei es dagegen weniger luftig. Angesichts der Preissteigerungen bei Arbeitskosten und Lebensmitteln rechne man dort mit einer Straffung der Geldpolitik.
Von einer relativ schwachen Woche für asiatische Fonds berichte Schröder, viele Anleger seien ausgestiegen und hätte zum Beispiel ihre Anteile am Fidelity Funds - South East Asia Fund A (USD) . Der Schwerpunkt des Fonds liege auf asiatischen Blue Chip-Aktien wie Samsung oder China Construction. Ebenfalls aus den Depots geräumt worden wären Anteile am JF China A USD (JF China A (dist) - USD) der in Unternehmensaktien auf dem chinesischen Festland investiere. "Die Märkte werden volatiler, einige befürchten eine Überhitzung der Wirtschaft", meine der Spezialist.
Ein paar vereinzelte Käufe melde Schröder dennoch, so zum Beispiel vom NESTOR Fernost Fonds (Nestor Fernost Fonds), der außer in Asien auch in Australien und Neuseeland anlege. Recht beliebt sei diese Woche laut Marc Pfeiffer von der ICF auch der DWS Invest BRIC Plus LC gewesen.
Der Hunger der Investoren nach Rohstofffonds habe mit der erstarkenden Wirtschaft zugenommen. Vorwiegend Käufe habe Pfeiffer beim Allianz RCM Rohstofffonds A (EUR) (Allianz RCM Rohstoffonds A (EUR)) beobachten können. "Rohstoffinvestments liegen im Trend", meine der Spezialist. Laut Schröder hätten sich in Fonds, die auf Edelmetalle setzen, Käufe und Verkäufe die Waage gehalten, es sei hin und her gegangen. "Der Goldpreis sieht immer wieder neue Hochs: die einen nehmen Gewinne mit, während andere einsteigen", erkläre Schröder. Verkäufe melde der Spezialist beim in US-Dollar notierten BGF World Mining Fund (BGF World Mining Fund A2 USD), Käufe dagegen beim Falcon Gold Equity Fund .
Abgegeben hätten laut Schröder viele Anleger ihre Anteile an deutschen und europäischen Fonds. "Das waren Gewinnnahmen aufgrund der gestiegenen Märkte", erkläre der Spezialist, vermehrt in größeren Orders. Aus den Depots geräumt hätten Investoren Papiere des auf europäische Nebenwerte fokussierten Fidelity Funds - European Growth Fund A (EUR) sowie des Allianz RCM Thesaurus AT (EUR) . Ein paar Käufe habe Schröder dagegen beim Austrian Equity Trust T gesehen, der ausschließlich in Österreich investiere, sowie beim Santander Deutsche Aktien B , der auf deutsche Standardwerte setze.
Anteile des Immobilienfonds DEGI Europa seien laut Pfeiffer trotz Schließung verstärkt gekauft worden. Einen Grund sehe der Spezialist in der gestrigen Dividendenausschüttung des Bruderfonds DEGI International . Es gäbe aber vielleicht noch einen weiteren Grund: "Es besteht derzeit der Trend, Immobilienfonds zu verschmelzen, und zwar so, dass weniger gut laufende internationale Fonds in erfolgreichere europäische Fonds gepackt werden. Der DEGI Europa ist diesbezüglich noch sauber." Außerdem würden die DEGI-Fonds mit saftigen Abschlägen gehandelt, manchen Anleger reize die Gelegenheit.
Beliebt bei den Anlegern sei diese Woche der Carmignac Investissement A (carmignac Investissement A). "Der Fonds war über die vergangenen Jahre konkurrenzlos erfolgreich", meine der Spezialist. Auch vom UniGlobal seien Anteile gekauft worden. Der Fonds investiere breit gestreut vor allem in Aktien großer, finanzstarker Unternehmen wie Nestlé oder Microsoft.
Getrennt hätten sich Investoren von Anteilen am Pictet Funds (LUX) - Water (Pictet Funds (LUX) - Water-P Cap). Der Aktienfonds investiere weltweit in Unternehmen aus dem Wasser-Sektor mit Fokus auf Versorger, Umweltdienstleister, aber auch Basiskonsumgüter wie Tafelwasser. Pfeiffer erläutere: "Der Fonds sieht sich nicht als Umweltfonds, sie betreiben aber trotzdem auch Nachhaltigkeitsforschung. Sauberes Wasser verkauft sich einfach besser." (13.04.2010/fc/a/f)


