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28.07.2009 16:47

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Fondshandel rege Nachfrage nach BRIC-Produkten


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Während der Aufwärtstrend an den internationalen Börsen weiter anhält, verzeichnen Market Maker sowohl im Fonds- als auch im ETF-Handel ein hohes Umsatzvolumen, so die Deutsche Börse AG.

Rege Nachfrage bestehe vor allem nach Emerging Markets- und dabei insbesondere nach BRIC-Produkten. "Die Märkte in Brasilien, Russland, Indien und China kennen aktuell nur eine Richtung und legen permanent zu. Fonds, die in diesen Ländern anlegen, sind dementsprechend stark gefragt", berichte Frank Wöllnitz von der ICF Kursmakler AG.

Zu den beliebtesten Produkten in diesem Segment würden nach Auskunft des Spezialisten unter anderem der DWS Russia (ISIN LU0146864797/ WKN 939855) oder der Indien-Fonds HSBC GIF Indian Equity AD (ISIN LU0066902890/ WKN 974873) zählen. Daneben sei auch das breiter ausgerichtete BRIC-Portfolio DWS Invest BRIC Plus LD (ISIN LU0210302013/ WKN A0DP7Q, A; ISIN LU0210301635/ WKN A0DP7P, T) sehr gefragt.

Auch im ETF-Markt spiele das Thema Emerging Markets aktuell eine starke Rolle. So verzeichne etwa Marco Salaorno von der Société Générale hohe Umsätze im Lyxor ETF MSCI Emerging Markets (ISIN FR0010429068/ WKN LYX0BX) sowie im Lyxor ETF Brazil (ISIN FR0010408799/ WKN LYX0BE), die beide überwiegend gekauft würden.

Stark gehandelt würden nach Auskunft von Salaorno auch Branchen-Produkte wie etwa der ETF auf die Versorger-Branche Lyxor ETF DJ STOXX 600 Utilities (ISIN FR0010344853/ WKN LYX0A3) oder der Lyxor ETF DJ STOXX 600 Industrial Goods & Services (ISIN FR0010344887/ WKN LYX0AT). Auch im Banken-ETF Lyxor ETF DJ STOXX 600 Banks (ISIN FR0010345371/ WKN LYX0AP) seien die Investoren rege. Einheitliche Trends wären insgesamt allerdings nicht auszumachen.

Bernardus Roelofs, Leiter des ETF Sales Trading beim holländischen Market Maker Flow Traders, bestätige die starke institutionelle Nachfrage nach BRIC-ETFs sowie nach Fernost-Produkten ohne japanische Aktien, wie etwa dem iShares MSCI Far East ex-Japan (ISIN DE000A0HGZS9/ WKN A0HGZS). "Allerdings war es in der vergangenen Woche so, dass wir zum Wochenbeginn nur Käufe verzeichnet haben. Gegen Ende der Woche wurden dann vor allem in China-ETFs auch zunehmend Gewinne mitgenommen", fügt der Händler hinzu und verweist in diesem Zusammenhang unter anderem auf den db x-trackers FTSE/XINHUA China 25 ETF (ISIN LU0292109856/ WKN DBX1FX).

Starke Käufe beobachte Roelofs auch bei ETFs auf die großen europäischen Indices DJ Euro Stoxx 50 oder auch dem marktbreiteren DJ EURO STOXX. Gefragt seien hier vor allem der iShares DJ EURO STOXX 50 (ISIN IE0008471009/ WKN 935927) und der Lyxor ETF DJ EURO STOXX 50 (ISIN FR0007054358/ WKN 798328) sowie der iShares DJ EURO STOXX (DE) (ISIN DE000A0D8Q07/ WKN A0D8Q0).

Im Handel mit aktiv verwalteten Portfolios mit deutschen Aktien verzeichne Frank Wöllnitz unterdessen keine auffälligen Bewegungen. "Die Umsätze sind aktuell zwar insgesamt ziemlich hoch, einen so deutlichen Trend wie in den BRIC-Portfolios sehen wir sonst aber nicht."

Auch Bastian Ohta von der UniCredit berichte von Käufen im Bluechip-Segment, sehe aber bereits erste Signale für eine mögliche Trendwende: "Institutionelle Anleger verkaufen immer wieder große Blöcke Bluechip-ETFs. Hier und da ziehen zwar noch einige kleine Marktteilnehmer dem bestehenden Trend nach, sie werden jedoch klar von den Verkäufern übertrumpft. Der Optimismus der Privaten hinkt wie so oft hinterher und zeigt sich mit einer zeitlichen Verschiebung", kommentiere der Market Maker.

Rein charttechnisch betrachtet sehe die Börse derzeit zwar rosig aus. Nach Ansicht von Ohta sei es jedoch fraglich, ob die Kursgewinne der vergangenen Wochen angesichts des desolaten Zustandes der Realwirtschaft gerechtfertigt seien. Andere Market Maker würden unterdessen bislang keine Anzeichen für ein Ende des derzeitigen Aufwärtstrends ausmachen. (28.07.2009/fc/a/f)

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