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17.01.2012 11:38

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Fondsmärkte ohne Richtung


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - "Tendenz steigend" ist die einhellige Aussage der Spezialisten im Handel mit aktiv verwalteten Fonds, so die Deutsche Börse AG.

Nach einer längeren Durststrecke hätten sich Fondsanleger wieder stärker am Marktgeschehen beteiligt. "Die Umsätze haben in der vergangenen Handelswoche über alle Anlageklassen hinweg zugenommen", registriere Frank Wöllnitz von ICF Kursmakler. Bestimmte Vorlieben seien nicht auszumachen, Käufe und Verkäufe hätten sich in etwa die Waage gehalten.

"Von übersteigertem Optimismus ist bei Fondsanlegern nicht viel zu spüren", meine auch Andreas Kehnen von der Baader Bank, der tendenziell einen Abgabeüberhang bei Publikumsfonds ausmache. Dabei beurteile der Händler die gegenwärtige Marktperspektive als "ganz passabel". Spanien und Italien beispielsweise hätten sich in der vergangenen Woche zu vergleichsweise guten Konditionen refinanzieren können.

Auch sei die Herabstufung der Bonität von neun Eurostaaten und dem Eurorettungsschirm ESFS von den Börsen gelassen aufgenommen worden. Dass das Fahrwasser an den Aktienmärkten jetzt ruhiger sei, erwarte Kehnen dennoch nicht. "Es gibt nach wie vor zu viele offene Punkte insbesondere mit Blick auf die Eurokrise, die jederzeit erneut starke Reaktionen an den Börsen auslösen können."

Auch deshalb gehe es vermutlich bei Körben mit deutschen und europäischen Werten uneinheitlich zu. Anleger hätten sich etwa verstärkt für den DWS Aktien Strategie Deutschland interessiert, sich hingegen vom DWS Deutschland getrennt. Beide Fonds würden sich sowohl in deutschen Standardwerten als auch in hiesigen Mid- und Smallcaps engagieren.

Auf wenig Gegenliebe stoße zudem der DekaFonds CF , der deutschen Bluechips den Vorzug gebe und bis zu 20 Prozent in deutschen Nebenwerten investiert sei. Vom Natixis Europe Smaller Companies Fund (Natixis Europe Smaller Companies Fund D EUR R) mit Blick auf kleinere europäische Aktien würden Fondsanleger in dieser Woche tendenziell die Finger lassen.

Publikumsfonds mit internationaler Ausrichtung würden in dieser Woche ebenfalls ausgeglichen gehandelt. In der vergangenen Woche gut angekommen sei Kehnen zufolge der DWS Global Growth mit Augenmerk auf international aktive Unternehmen. Abgegeben würden hingegen der DWS Invest Africa (DWS Invest Africa LC) und der Baloise Fund Invest (Baloise Fund Invest (Lux) - BFI Equity Fund (EUR) R).

Bei Mischfonds verbuche Wöllnitz Kauffreude beim vermögensverwaltenden M & W Privat (M & W Privat). Mit einer Performance von gut 4 Prozent sei dieser im vergangenen Jahr vergleichsweise gut gelaufen. Betrachte man einen Zeitraum von fünf Jahren, weise er ein Plus von knapp 50 Prozent auf. Weniger beliebt, d.h. von Abgaben geprägt sei der ETF-Dachfonds (ETF-DACHFONDS P).

Bei Publikumsfonds mit Engagements im asiatischen Raum gebe es derzeit wenig Bewegung. "Dabei ist die Wachstumsdynamik insbesondere in China weiterhin hoch", meine Kehnen. Mit plus 9,2 Prozent habe sich die dortige Entwicklung im Jahr 2011 auf einem hohen Niveau gehalten, was auch an den asiatischen Börsen gut angekommen sei.

Im Handel hätten sich Anleger auf niedrigem Niveau etwa vom Robeco Asia-Pacific Equities (Robeco Asia-Pacific Equities (EUR) D) und vom Allianz RCM China (ISIN LU0348825331/ WKN A0Q1P2) getrennt, würden sich hingegen für den Fidelity Funds - South East Asia Fund (Fidelity Funds - South East Asia Fund A (EUR)) interessieren. Mit einem Portfolio aus südostasiatischen Aktien habe dieser seit Jahresbeginn eine ausgewiesene Performance von 4,27 Prozent.

Bei Investitionen in einzelne Länder hätten sich Anleger eher zurückgehalten, wie Wöllnitz bemerke. Auf Sparflamme registriere der Händler Verkäufe etwa beim DWS Russia .

Trotz deutlichem Schub des Goldpreises in der vergangenen Woche würden sich Fondsanleger von Minengesellschaften zuletzt wenig angetan zeigen. Kehnen spreche von deutlichen Rückgaben etwa der US-Dollar Version des BGF World Gold Fund (BGF World Gold Fund A2 USD). Abgestoßen worden sei zudem der BGF World Mining Fund (BGF World Mining Fund A2 EUR). Ins Depot hätten Anleger sich hingegen den Falcon Gold Equity Fund (Falcon Gold Equity Fund A) mit Fokus auf Aktien, Wandel- und Optionsanleihen von Unternehmen gelegt, die vorwiegend in der Gewinnung, Verarbeitung und Vermarktung von Gold tätig seien.

Gemischt gehe es auch bei Festverzinslichem zu. Abgaben registriere Wöllnitz beispielsweise beim DWS Vermögensbildungsfonds (DWS Vermögensbildungsfonds R). Gesucht sei indes der Nomura Real Return Fund (Nomura Real Return Fonds), der überwiegend in inflationsindexierte Anleihen höchster Bonität in- und ausländischer Emittenten investiere. Anleger trennten sich der Baader Bank zufolge zudem von Geldmarktfonds, etwa dem DWS Rendite Optima , so die Deutsche Börse AG. (17.01.2012/fc/a/f)

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