12.12.2012 14:50
Bewerten
(0)

Fondsmanager unterstehen Finanzaufsicht

AIFM-Umsetzungsgesetz unterwirft sämtliche Arten von Investmentfonds sowie deren Verwalter einer Finanzaufsicht.

Die Bundesregierung hat heute mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2011/61/EU über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM-Umsetzungsgesetz) einen weiteren Baustein im neuen Ordnungsrahmen für die Finanzmärkte beschlossen. „Mit dem AIFM-Umsetzungsgesetz wird ein neues Kapitalanlagegesetz geschaffen, das sämtliche Arten von Investmentfonds und ihre Verwalter einer Finanzaufsicht unterwirft“, teilt das Bundesfinanzministerium mit. Für den Bereich der Investmentfonds werde damit der von den Staats- und Regierungschefs getroffene Beschluss der G20-Gipfel in Pittsburgh und London im Jahr 2009 im deutschen Recht verankert. Dem zufolge dürfe kein Finanzmarkt, kein Finanzmarktakteur und kein Finanzmarktprodukt unbeaufsichtigt bleiben. Die AIFM-Richtlinie muss bis zum 22. Juli 2013 vollständig in nationales Recht umgesetzt werden.

Neben offenen Immobilienfonds und Hedgefonds werden beispielsweise auch Private Equity Fonds als alternative Investmentfonds der Finanzaufsicht unterstehen. Sowohl Fonds für Privatanleger als auch solche für professionelle sowie semi-professionelle Anleger sind vom Gesetz betroffen. Verwalter alternativer Investmentfonds werden einer Zulassungspflicht und einer fortlaufenden Aufsicht unterworfen. Sie müssen ein angemessenes Risiko- und Liquiditätsmanagement einrichten, über besondere Sachkenntnis, Erfahrung und Zuverlässigkeit verfügen sowie umfangreiche Berichtspflichten gegenüber der Finanzaufsicht erfüllen. Die Fondsmanager erhalten einen sogenannten EU-Pass, der ihnen den Vertrieb an professionelle Anleger im gesamten Gebiet der Union erlaubt. Dieser kann auch von Fondsmanagern aus Drittstaaten erworben werden. Für Manager von Hedgefonds gelten darüber hinaus besondere Transparenzpflichten, um den Aufsichtsbehörden einen besseren Blick auf mögliche systemische Risiken zu geben und eine Abwehr von Gefahren zu ermöglichen.

Hedgefonds sollen für Privatanleger generell nicht mehr aufgelegt werden dürfen. Ausländische Hedgefonds in Deutschland können nur noch an professionelle oder semi-professionelle Anleger verkauft werden. „Erklärtes Ziel ist hier der Schutz von Kleinanlegern vor besonders risikoreichen Anlagen“, begründet das Ministerium.  Neben offenen Fonds werden auch geschlossene Publikumsfonds zum Schutz von Kleinanlegern Anlagebeschränkungen unterworfen. Sie sollen in Sachwerte, bestimmte Finanzinstrumente, Anteile an Projektgesellschaften Öffentlich-Privater Partnerschaft, Anteile an anderen geschlossenen Fonds und Unternehmensbeteiligungen investieren. Sachwerte stellen für den Gesetzgeber beispielsweise Immobilien oder Schiffe dar.

Der Gesetzesentwurf im pdf-Dokument zum Download

(PD)

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt leichter -- Mögliches Kartell: Druck auf Autobauer steigt -- Deutsche Bank und JP Morgan wollen Libor-Klagen beilegen -- Ryanair im Fokus

Ausverkauf im Autosektor. Philips nach Leuchtenabspaltung mit Gewinneinbruch. Trump bringt in Russland-Affäre Recht auf Begnadigung ins Spiel. Brexit treibt Bank of America von London nach Dublin. EZB-Direktor Mersch: Notenbank-Krisenpolitik wird nicht notwendig bleiben
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BMW AG519000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Porsche Holding SE VzPAH003
Nordex AGA0D655
TeslaA1CX3T
Allianz840400
Apple Inc.865985
EVOTEC AG566480
E.ON SEENAG99
BYD Co. Ltd.A0M4W9
BASFBASF11
Bechtle AG515870