11.02.2013 16:02
Bewerten
(0)

„Geopolitische Sorgen lassen Ölpreis steigen“

Entgegen Expertenerwartung verzeichnet der Ölpreis 2013 bisher eine Rallye. Wachstum könnte beeinträchtigt werden.

Am vergangenen Freitag notierte der Ölpreis der Nordseesorte Brent Crude bei 119 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das war der höchste Stand seit neun Monaten. Dabei hatten zahlreiche Analysten für 2013 einen fallenden oder auf niedrigem Niveau stagnierenden Ölpreis vorhergesagt. Im Herbst des vergangenen Jahres beispielsweise hatte der damalige Goldman-Sachs-Analyst David Greely für Aufsehen gesorgt, als er die Prognosen seines Hauses von durchschnittlich 130 US-Dollar für Brent auf nur noch 110 US-Dollar reduzierte.

Ole S. Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank führt den aktuellen Anstieg auf die geopolitischen Risiken durch die Konflikte um Syrien und Iran zurück. „Ein weiterer Anstieg in Richtung der 120 US-Dollar-Marke könnte  jedoch die Wachstumserwartungen beeinträchtigen und Interventionen seitens der Internationalen Energieagentur (IEA) und Saudi-Arabiens nach sich ziehen“, warnt er. Die Saudis, weltweit größte Ölförderer, haben die Produktion fast auf ein 19-Monats-Tief zurückgefahren, während China seine Importe von Rohöl stärker ausgeweitet hat. Im Januar habe das Reich der Mitte 7,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat importiert und auf Basis des Tagesdurchschnitts die drittgrößte Einfuhrmenge der Historie verzeichnet, berichtet die Börsen-Zeitung.

Für einen langfristigen Preisrückgang des Ölpreises spricht nach Ansicht von Bernstein Research wenig. Das Unternehmen hat ausgerechnet, dass die Produktionskosten bei neuen Ölquellen 92 US-Dollar je Barrel betragen. Ein Ölpreis, der darunter liegt, würde die Produzenten zur Einstellung von Neuerschließungen zwingen. Mittel- bis langfristig ließe dies den Ölpreis wieder steigen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte im vergangenen Jahr Schätzungen veröffentlicht, wonach er sich in kommenden 20 Jahren verdoppeln bis verdreifachen könnte.

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- Wall Street wenig bewegt -- BVB-Anschlag: Verdächtiger wettete auf Kursverlust -- Tesla ruft 53.000 Autos zurück -- Deutsche Bank zahlt weitere Millionenstrafe

US-Regierung verweigert Exxon Ausnahmeregel bei Russland-Sanktionen. Trump stellt weitere Finanzregeln auf den Prüfstand. IWF zurückhaltend bei neuen Griechenland-Zahlen. US-Richter billigt Milliarden-Vergleich zwischen VW und US-Justiz. EZB-Chef Draghi bekräftigt Forward Guidance zu Zinsen und Ankäufen. Frankreichs Unternehmen arbeiten vor der Wahl an einem Plan B. So ambitioniert sind Elon Musks Pläne für seine neue Firma Neuralink.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

Investmentbanken mit den höchsten Einnahmen
Diese Geldhäuser wissen, wie man Geld verdient
KW 15: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 15: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Die Anleger sind besorgt um Wahlausgang in Frankreich. Erwarten Sie einen Sieg der Euro-Kritiker?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BASFBASF11
BMW AG519000
Apple Inc.865985
Allianz840400
Scout24 AGA12DM8
CommerzbankCBK100
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
TeslaA1CX3T
BayerBAY001
adidas AGA1EWWW
Siemens AG723610