15.02.2013 03:00

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von Jörn Kränicke, €uro am Sonntag

GLASKLARE STRATEGIE

€uroFondsNoten: Die Fonds-Überflieger im Februar



FondsNoten: Glasklare Strategie
Ein vor sechs Jahren als „Fondsinnovation des Jahres“ ausgezeichneter Infrastrukturfonds verbessert sich auf die Note 1.

von Jörn Kränicke, Euro am Sonntag

Selbst ein Fonds, der über vier Jahre ein Minus erzielt hat, kann theoretisch mit der FondsNote 1 ausgezeichnet werden. Das verwundert manche Leser. Doch die FondsNote drückt aus, dass ein Fonds zu den besten seiner Kategorie zählt. Wenn die gesamte Anlageklasse schlecht läuft, kann ein Fonds mit kleinem Minus eben der Primus sein.

Wenn man weiß, dass man in ein bestimmtes Segment investieren will, hilft das Fondsrating also, innerhalb des Segments die besten Produkte ausfindig zu machen.
Monat für Monat werden vom Finanzen Verlag in Zusammenarbeit mit FondsConsult die FondsNoten berechnet. Das Prinzip ist leicht verständlich. Die Fonds­Note wird jeweils zum Monatsende neu berechnet, es gibt Noten von 1 bis 5. Die FondsNote berücksichtigt dabei die Wertentwicklung eines Fonds gegenüber seinem Vergleichsindex sowie seiner Fondskategorie. Zudem fließt die Schwankungsbreite des Fonds mit in die Berechnung ein.

Gemessen wird die FondsNote über vier Jahre. Dieser Zeitraum wird unterteilt in 36 Zwölfmonatszeiträume, um eine gleichmäßigere Performance gegenüber Kursausrutschern zu belohnen. Die €uroFondsNote besitzt eine gute Prognosekraft, die sie seit 2002 unter Beweis gestellt hat.

Aufsteiger mit Infrastruktur
Allerdings sind Fonds mit Note 1 rar gesät. Nur 8,85 Prozent der insgesamt 3.990 bewerteten Fonds haben im Februar die Topnote erhalten. Bei den mit Note 2 ausgezeichneten und immer noch empfehlenswerten Fonds ist die Auswahl schon größer: 30,25 Prozent erhielten die zweitbeste Note. Einer der Aufsteiger im Februar ist der im Jahr 2006 aufgelegte PGLI Listed Infrastructure P. Der von der Schweizer Partners Group gemanagte Fonds erhielt 2007 die Auszeichnung „Fondsinnovation des Jahres“ vom Finanzen Verlag. Es hat sich also bewahrheitet, dass der Fonds eine überzeugende Strategie verfolgt und damals den „Goldenen Bullen“ verdient erhalten hat. Manager Markus Pimpl investiert vorwiegend in Unternehmen, die eine monopolartige Marktstellung und einen gewissen Inflationsschutz besitzen.

Bei Branchenfonds hat die Schweizer Privatbank Pictet die Nase vorn. Seit gut vier Jahren offeriert sie mit dem Global Megatrend Selection sozusagen ein „Best of“ ihrer besten Ideen. Der Vorteil von Megatrends: Sie hängen nicht von kurzfristigen Konjunkturzyklen ab. Nun erreichte der Fonds auf Anhieb Note 2.
Aufsteiger, Absteiger und Erstbewertungen (pdf)

Bildquellen: sergign / Shutterstock.com

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