Großbritannien: "Der schlimmste Abschwung seit Jahren"
"Wir bleiben weiter bearish für den englischen Aktienmarkt"
Die Briten sind in diesem Sommer wahrlich nicht zu beneiden. Die Fußball-EM hat ohne ein Team von der Insel stattgefunden, das britische Pfund verliert immer mehr an Wert, Premier Gordon Brown wird immer unpopulärer und der Zustand von Wirtschaft und Börse immer deprimierender.
Der britische FTSE-Index ist seit seinem Höchststand im Oktober vergangenen Jahres um über 20 Prozent gefallen. Vergangene Woche schockte die britische Institution Marks & Spencer (M & S) mit einer Umsatz- und Gewinnwarnung. Prompt verlor das Papier des Einzelhändlers rund 25 Prozent an Wert.
Und ein Ende der Baisse ist nicht abzusehen: "Wir bleiben weiter bearish für den englischen Aktienmarkt", erklärt Gregor Smith, Fondsmanager bei Daiwa Asset Management. "Die Aktien werden weiter fallen, da die Wirtschaft schwächelt und die Konsumenten unter Druck von verschiedenen Seiten gekommen sind."
Die Verkaufszahlen von M & S, die als Indikator für die wirtschaftliche Stimmung des britischen Mittelstands gelten, belegen die Aussage. Die Briten sparen in Zeiten steigender Preise und unsicherer Zukunftsaussichten.
"Großbritannien befindet sich kurz vor einer Rezession"
"Das ist der schlimmste Abschwung seit den 90er-Jahren," erklärte daher M & S-Chef Sir Stuart Rose. Vorbei die Hoffnung, dass das Land nach den Boomjahren relativ unbeschadet die Kreditkrise überstehen könnte. Inzwischen wird offen über die Möglichkeit eines Minuswachstums gesprochen.
"Großbritannien befindet sich kurz vor einer Rezession", sagt Alan Clarke, Volkswirt bei BNP Paribas. Darauf weisen auch neue Zahlen zum Dienstleistungsgewerbe hin, das so stark geschrumpft ist wie seit Oktober 2001 nicht mehr.
Der Immobilienmarkt ist ohnehin stark unter Druck. Dies trifft vor allem Bauunternehmer wie Taylor Wimpey. Die Nummer 1 in Großbritannien belastete vergangene Woche den Markt zusätzlich mit der Nachricht, dass es dem hoch verschuldeten Konzern nicht gelungen sei, 500 Millionen Pfund mithilfe einer Kapitalerhöhung zu generieren. Die Aktie des Unternehmens verlor innerhalb eines Tages 40 Prozent.
Aktienfonds Großbritannien (Auswahl)
Performance seit 1.1.2008 (in %)
1. BGF United Kingd. (GBP) A: -13.5
2. M&G Recovery Fund (UK) A: -15.9
3. Schro. UK Equity dist. A: -17.0
4. Threadn. UK Select Growth: -18.0
5. iShares FTSE 100 (DE) ETF: -22.4
WKN
1. BGF United Kingd. (GBP) A: 971041
2. iShares FTSE 100 (DE) ETF: 628940
3. M&G Recovery Fund (UK) A: 806092
4. Schro. UK Equity dist. A: 973122
5. Threadn. UK Select Growth: 987647
Quelle: €uro am Sonntag. Quelle Performancedaten: FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 07.07.2008.
Die Briten sind in diesem Sommer wahrlich nicht zu beneiden. Die Fußball-EM hat ohne ein Team von der Insel stattgefunden, das britische Pfund verliert immer mehr an Wert, Premier Gordon Brown wird immer unpopulärer und der Zustand von Wirtschaft und Börse immer deprimierender.
Der britische FTSE-Index ist seit seinem Höchststand im Oktober vergangenen Jahres um über 20 Prozent gefallen. Vergangene Woche schockte die britische Institution Marks & Spencer (M & S) mit einer Umsatz- und Gewinnwarnung. Prompt verlor das Papier des Einzelhändlers rund 25 Prozent an Wert.
Und ein Ende der Baisse ist nicht abzusehen: "Wir bleiben weiter bearish für den englischen Aktienmarkt", erklärt Gregor Smith, Fondsmanager bei Daiwa Asset Management. "Die Aktien werden weiter fallen, da die Wirtschaft schwächelt und die Konsumenten unter Druck von verschiedenen Seiten gekommen sind."
Die Verkaufszahlen von M & S, die als Indikator für die wirtschaftliche Stimmung des britischen Mittelstands gelten, belegen die Aussage. Die Briten sparen in Zeiten steigender Preise und unsicherer Zukunftsaussichten.
"Großbritannien befindet sich kurz vor einer Rezession"
"Das ist der schlimmste Abschwung seit den 90er-Jahren," erklärte daher M & S-Chef Sir Stuart Rose. Vorbei die Hoffnung, dass das Land nach den Boomjahren relativ unbeschadet die Kreditkrise überstehen könnte. Inzwischen wird offen über die Möglichkeit eines Minuswachstums gesprochen.
"Großbritannien befindet sich kurz vor einer Rezession", sagt Alan Clarke, Volkswirt bei BNP Paribas. Darauf weisen auch neue Zahlen zum Dienstleistungsgewerbe hin, das so stark geschrumpft ist wie seit Oktober 2001 nicht mehr.
Der Immobilienmarkt ist ohnehin stark unter Druck. Dies trifft vor allem Bauunternehmer wie Taylor Wimpey. Die Nummer 1 in Großbritannien belastete vergangene Woche den Markt zusätzlich mit der Nachricht, dass es dem hoch verschuldeten Konzern nicht gelungen sei, 500 Millionen Pfund mithilfe einer Kapitalerhöhung zu generieren. Die Aktie des Unternehmens verlor innerhalb eines Tages 40 Prozent.
Aktienfonds Großbritannien (Auswahl)
Performance seit 1.1.2008 (in %)
1. BGF United Kingd. (GBP) A: -13.5
2. M&G Recovery Fund (UK) A: -15.9
3. Schro. UK Equity dist. A: -17.0
4. Threadn. UK Select Growth: -18.0
5. iShares FTSE 100 (DE) ETF: -22.4
WKN
1. BGF United Kingd. (GBP) A: 971041
2. iShares FTSE 100 (DE) ETF: 628940
3. M&G Recovery Fund (UK) A: 806092
4. Schro. UK Equity dist. A: 973122
5. Threadn. UK Select Growth: 987647
Quelle: €uro am Sonntag. Quelle Performancedaten: FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 07.07.2008.


