29.11.2012 11:06
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Gutes Chance-Risiko-Profil bei EM-Firmenbonds

Unternehmensanleihen aus Schwellenländern erfreuen sich wachsender Beliebtheit. FundResearch gibt einen Überblick.

In Zeiten der Euro- und Staatsschuldenkrise suchen immer mehr Anleger ihr Heil in Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets. Einer Studie von Standard & Poor’s aus dem Frühjahr dieses Jahres zufolge, liegen die Ausfallraten von Emittenten aus Schwellenländern unter denen in entwickelten Ländern. Höheren Renditechancen stehen demnach geringere Ausfallrisiken als in Industriestaaten gegenüber. Für Anleiheinvestoren könnte sich daher in den aufstrebenden Märkten ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis bieten. Grundsätzlich sollten Berater darauf achten wie stark die Fonds im High-Yield-Bereich investiert sind, da dies eine wichtige Einflussgröße für die künftige Rendite und Schwankungsbreite der Fonds darstellt. FundResearch hat Unternehmensanleihefonds aus den Schwellenländern untersucht, die einen Euro-Hedge haben und dadurch ein eventuelles Währungsrisiko ausschließen können. Fünf Fonds, die 2012 bisher am besten performten, sind es wert, näher vorgestellt zu werden.

Mit einem Volumen von fast 420 Millionen Euro (Stand: 31. Oktober 2012) ist der PIMCO GIS Emerging Markets Corporate Bond E (ISIN: IE00B62MZF51) von PIMCO Global Investors der größte dieser fünf Fonds. Fondsmanagerin Brigitte Posch erreicht in diesem Jahr bisher einen Wertzuwachs von 13,56 Prozent. Die Volatilität über zwei Jahre, des im Februar 2010 aufgelegten Fonds, liegt mit 6,84 Prozent im Mittelfeld der Peergroup. Die Sharpe Ratio von 0,74 im selben Zeitraum reicht nur für das untere Drittel. In der Länderallokation hat Posch Russland mit 22,1 Prozent am stärksten gewichtet (Stand: 31. Oktober 2012). Mit 21,8 Prozent investiert sie in Brasilien nur leicht weniger. Mexiko folgt dahinter mit 8,4 Prozent. Die am stärksten gewichteten Anleihen stammen von den Unternehmen Alrosa Finance (1,6 Prozent), BBVA Bancomer (1,5 Prozent) und Israel Electric Corp (1,5 Prozent).

Der DWS Invest Emerging Markets Corporates (ISIN: LU0436052673) der DWS kommt im laufenden Jahr bisher auf ein Plus von 15,27 Prozent. Fondsmanager Maruf Siddiquee verwaltet gut 200 Millionen Euro. Der Fonds wurde im November 2010 aufgelegt und ist mit einer Zweijahresvolatilität von 6,58 Prozent der risikoärmste dieser fünf Fonds und wird im Universum nur von einem getoppt.  Das Gleiche gilt für die Sharpe Ratio von 1,18. Siddiquee investiert auf Länderebene verstärkt in Brasilien. Auf das südamerikanische Land entfallen 18,7 Prozent des Fondvolumens (Stand: 28. September 2012). In Russland investiert er 13,9 Prozent und in Hongkong 8,6 Prozent. 2,2 Prozent des Portfolios besteht aus Anleihen von Itaú Unibanco. Je 2,1 Prozent entfallen auf Petrobras International von den und BBVA Bancomer.

Invesco kommt mit dem Invesco Emerging Markets Corporate Bond Fund (ISIN: LU0607516928) auf Platz drei. Die Fondsmanager Claudia Calich und Jack Deino verwalten 67,51 Millionen Euro und damit den kleinsten Fonds dieses Vergleichs. Für 2012 steht bisher ein Plus von 17,35 Prozent. Der Fonds wurde erst im Mai 2011 aufgelegt und hat daher noch keine, mit den anderen Fonds vergleichbare Zweijahreswerte von Volatilität und Sharpe Ratio. Die Fondsmanager investieren auf Länderebene zu 16,5 Prozent in Russland (Stand: 31. Oktober 2012). 10,8 Prozent entfallen auf Brasilien und 7,8 Prozent auf China. Ajecorp B.V. (2,85 Prozent), Vimpelcom Holdings (2,80 Prozent) und Tükiye Is Bankasi (2,36 Prozent) sind die am stärksten allokierten Anleihen.

Platz zwei geht an den JPM Emerging Markets Corporate Bond (ISIN: LU0512127621) von JP Morgan. Im laufenden Jahr kommen die Fondsmanager Pierre-Yves Bareau und Scott McKee auf ein Plus von 17,54 Prozent. Der ca. 316 Millionen Euro starke Fonds wurde im Juli 2010 aufgelegt. Mit einer Volatilität von 7,94 Prozent über zwei Jahre rangiert er am unteren Ende der Peergroup. Die Sharpe Ratio von 1,02 bringt ihn ins obere Viertel. Die Länderallokation (Stand: 30. September 2012) zeigt eine gleichmäßige Verteilung von China (10,7 Prozent) und Russland (10,6 Prozent). Mexiko ist mit 9,9 Prozent am drittstärksten vertreten. Cemex Fin ist mit 1,85 Prozent das am stärksten vertretene Unternehmen, bei dem die Fondsmanager in Anleihen investieren. Auf Emaar Sukuk entfallen 1,63 Prozent und auf Ogx Petroleo e Gas Participacoes 1,35 Prozent.

Die stärkste Wertsteigerung in 2012 verzeichnete bisher der Emerging Markets Corporate Value Bond von Sparinvest (ISIN: LU0519053697). Das Fondsmanagerteam kommt auf ein Plus von 18,67 Prozent. Die Volatilität von 10,33 über zwei Jahre ist allerdings auch die höchste des Universums. Die Sharpe Ratio von 0,79 reicht für den im September 2010 aufgelegten Rentenfonds für das Peergroup-Mittelfeld. 16,3 Prozent (Stand 30. Juni 2012) des Fondsvolumens investieren die Fondsmanager auf den Cayman Islands (in der Regel verbergen sich dahinter chinesische Unternehmen). Auf Mexiko entfallen 8,1 Prozent und auf Südafrika 5,3 Prozent. Unternehmensanleihen von Yuksel Insaat machen 3,36 Prozent des Portfolios aus. Von China Automation sind es 2,90 Prozent und von Corporación Durango sind es 2,84 Prozent.

EM-Euro-Corporate-Bonds : Seit einem Jahr im Aufwind.

Quelle: FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)

(PD)


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