Guy Wagner, Banque de Luxembourg: Die Defensive stärken
Guy Wagner hatte einen 2006 guten Riecher
Im März 2006 hatte Guy Wagner einen guten Riecher: "Vielleicht droht innerhalb des Jahres eine größere Korrektur", hatte der Chief Investment Officer (CIO) der Banque de Luxembourg damals gewarnt und zugleich hinzugefügt: "Das heißt aber nicht, dass 2006 kein positives Aktienjahr werden kann."
Damit lag Wagner richtig. Denn im Mai brachen die Aktienkurse weltweit ein, am Jahresende standen in vielen Märkten dennoch zweistellige Renditen zu Buche.
2007 bietet Parallelen zu 2006
Im Januar 2007 wagt Wagner erneut einen Ausblick aufs laufende Jahr: "Auch 2007 spricht das makroökonomische Umfeld weiter für Aktien", betont der gebürtige Luxemburger. Obgleich er hinzufügt, dass Anleger mit Kursrückschlägen rechnen sollten.
Schließlich seien die Aktienkurse seit März 2003 nahezu ununterbrochen gestiegen. Das mache die Anleger nervös. Zudem seien die Märkte nicht darauf vorbereitet, sollte die US-Notenbank überraschend die Leitzinsen erhöhen.
"Aktien sind nicht mehr billig, aber auch nicht zu teuer"
Vergleiche mit dem Crash-Jahr 2000 hält Wagner indes für unpassend. "Damals waren vor allem die Privatanleger euphorisch. Heute sind sie skeptisch. Das spricht gegen eine dramatische Korrektur", sagt Wagner, der bei der Luxemburger Privatbank die BL-Kingfisher-Dachfonds verantwortet.
Auch die Aktienbewertungen hält Wagner für angemessen. "Nicht mehr billig, aber auch nicht zu teuer", lautet hier sein Urteil. Beispielsweise seien die KGVs stabil, obwohl viele Aktienmärkte sich seit 2003 mehr als verdoppelt hätten. Grund: "Die Gewinne sind explodiert", so der CIO der Banque de Luxembourg.
Aktien können sechs bis acht Prozent Rendite schaffen
Allerdings könnten die Gewinne nicht dauerhaft zweistellig zulegen, vermutet Wagner. Er hält ein Gewinnwachstum von sieben bis zehn Prozent für realistisch.
Die Schlussfolgerung daraus: "Aktien werden nicht mehr jedes Jahr zehn bis 15 Prozent zulegen, sondern eher um sechs bis acht Prozent." Einen Rückgang der Gewinne befürchtet er allerdings nicht. "Dafür ist der Druck auf die Unternehmen zu groß, höhere Renditen auf das Eigenkapital zu erzielen."
Zyklische Werte reduzieren, defensive Anlagen aufbauen
Für 2007 erwartet Wagner eine leichte Abschwächung der Weltwirtschaft. Deshalb rät er Anlegern zur Umschichtung von zyklischen in defensivere Anlagen.
Konkret: Die Quote in rohstofflastigen Ländern wie Brasilien und Russland sollten Anleger reduzieren und dafür ihren Anteil in defensiveren Märkten wie Großbritannien, der Schweiz oder den USA erhöhen.
Lieber Large Caps als Nebenwerte
Zudem empfiehlt Wagner, konjunktursensible Nebenwerte abzubauen und Large Caps zu favorisieren, die in jedem Konjunkturumfeld Gewinne erzielen können.
Die schwächere Konjunktur spreche 2007 auch für Anleihen, langfristig hingegen nicht, wie Wagner ergänzt: "Vier Prozent Zinskupon bei Bundesanleihen sind schnell aufgefressen, wenn die Bondkurse fallen." Das habe das Jahr 2006 eindrucksvoll gezeigt.
Fazit: "Risiko rausnehmen, aber der Aktie treu bleiben", so lautet das Motto von Guy Wagner für 2007.
Defensive Aktienfonds*
Fonds: Performance über 3 Jahre (in %)
1. DWS ZI Aktien Schweiz: 94,2
2. M&G Global Leaders A: 87,1
3. M&G Recovery Fund (UK) A: 81,4
4. Hotchkis & Wiley US-Value A: 35,9
5. DJ Global Titans 50 EX: 25,8
Quelle: *FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 31.12.2006.
Weitere Infos: www.banquedeluxembourgfunds.com
Im März 2006 hatte Guy Wagner einen guten Riecher: "Vielleicht droht innerhalb des Jahres eine größere Korrektur", hatte der Chief Investment Officer (CIO) der Banque de Luxembourg damals gewarnt und zugleich hinzugefügt: "Das heißt aber nicht, dass 2006 kein positives Aktienjahr werden kann."
Damit lag Wagner richtig. Denn im Mai brachen die Aktienkurse weltweit ein, am Jahresende standen in vielen Märkten dennoch zweistellige Renditen zu Buche.
2007 bietet Parallelen zu 2006
Im Januar 2007 wagt Wagner erneut einen Ausblick aufs laufende Jahr: "Auch 2007 spricht das makroökonomische Umfeld weiter für Aktien", betont der gebürtige Luxemburger. Obgleich er hinzufügt, dass Anleger mit Kursrückschlägen rechnen sollten.
Schließlich seien die Aktienkurse seit März 2003 nahezu ununterbrochen gestiegen. Das mache die Anleger nervös. Zudem seien die Märkte nicht darauf vorbereitet, sollte die US-Notenbank überraschend die Leitzinsen erhöhen.
"Aktien sind nicht mehr billig, aber auch nicht zu teuer"
Vergleiche mit dem Crash-Jahr 2000 hält Wagner indes für unpassend. "Damals waren vor allem die Privatanleger euphorisch. Heute sind sie skeptisch. Das spricht gegen eine dramatische Korrektur", sagt Wagner, der bei der Luxemburger Privatbank die BL-Kingfisher-Dachfonds verantwortet.
Auch die Aktienbewertungen hält Wagner für angemessen. "Nicht mehr billig, aber auch nicht zu teuer", lautet hier sein Urteil. Beispielsweise seien die KGVs stabil, obwohl viele Aktienmärkte sich seit 2003 mehr als verdoppelt hätten. Grund: "Die Gewinne sind explodiert", so der CIO der Banque de Luxembourg.
Aktien können sechs bis acht Prozent Rendite schaffen
Allerdings könnten die Gewinne nicht dauerhaft zweistellig zulegen, vermutet Wagner. Er hält ein Gewinnwachstum von sieben bis zehn Prozent für realistisch.
Die Schlussfolgerung daraus: "Aktien werden nicht mehr jedes Jahr zehn bis 15 Prozent zulegen, sondern eher um sechs bis acht Prozent." Einen Rückgang der Gewinne befürchtet er allerdings nicht. "Dafür ist der Druck auf die Unternehmen zu groß, höhere Renditen auf das Eigenkapital zu erzielen."
Zyklische Werte reduzieren, defensive Anlagen aufbauen
Für 2007 erwartet Wagner eine leichte Abschwächung der Weltwirtschaft. Deshalb rät er Anlegern zur Umschichtung von zyklischen in defensivere Anlagen.
Konkret: Die Quote in rohstofflastigen Ländern wie Brasilien und Russland sollten Anleger reduzieren und dafür ihren Anteil in defensiveren Märkten wie Großbritannien, der Schweiz oder den USA erhöhen.
Lieber Large Caps als Nebenwerte
Zudem empfiehlt Wagner, konjunktursensible Nebenwerte abzubauen und Large Caps zu favorisieren, die in jedem Konjunkturumfeld Gewinne erzielen können.
Die schwächere Konjunktur spreche 2007 auch für Anleihen, langfristig hingegen nicht, wie Wagner ergänzt: "Vier Prozent Zinskupon bei Bundesanleihen sind schnell aufgefressen, wenn die Bondkurse fallen." Das habe das Jahr 2006 eindrucksvoll gezeigt.
Fazit: "Risiko rausnehmen, aber der Aktie treu bleiben", so lautet das Motto von Guy Wagner für 2007.
Defensive Aktienfonds*
Fonds: Performance über 3 Jahre (in %)
1. DWS ZI Aktien Schweiz: 94,2
2. M&G Global Leaders A: 87,1
3. M&G Recovery Fund (UK) A: 81,4
4. Hotchkis & Wiley US-Value A: 35,9
5. DJ Global Titans 50 EX: 25,8
Quelle: *FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 31.12.2006.
Weitere Infos: www.banquedeluxembourgfunds.com


