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12.02.2004 14:06

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HPM Timing Global: Gewinne in der Baisse, Verluste in der Hausse


Täglich von neun bis 22 Uhr im Büro, permanenter Entscheidungsdruck und die Verantwortung für Millionen Euro – was reizt Henry Littig an seinem Job? Ungewöhnlich offen die Antwort: "Ich kann das Spiel gut spielen, aber ich werde es nie zur Perfektion bringen", sagt der Gründer der Investmentgesellschaft HPM und Manager des Timing Global Plus.

Das Ziel: Jährlich positive Returns

Auch nach 19 Jahren Börsenerfahrung – Littig erwarb seine erste Aktie mit 16 – mache er noch Fehler: "Zu früh verkaufen, zu spät einsteigen, dem Markt unterstellen, er habe Unrecht. Aber ich arbeite ständig an mir", sagt der Fondsmanager. Denn er verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Der Timing Global Plus soll jährlich positive Returns erzielen.

Littig setzt auf kurzzeitige Trends

Und das nicht nur, wenn die Bullen den Markt beherrschen. Auch, wenn die Börsen auf Talfahrt gehen. Ähnlich wie ein Hedgefonds-Manager setzt Littig auf kurzzeitige Trends. In steigenden Märkten investiert er überwiegend in US-Blue-Chips und mischt europäische Standardwerte bei.

Aktiver Trader

Fallende Märkte nutzt er mit Anleihen, leer verkauften Calls, Puts und Goldaktien. "Zwischen dem Eingehen einer Position und ihrer Auflösung liegen nur wenige Handelstage", sagt der aktive Trader. Ihn nach seinen Top-Ten-Positionen zu fragen, mache daher keinen Sinn.

Eigene Meinung

Doch woher weiß Littig, wann und welche Kurse drehen? Sich allein auf Über- oder Unterbewertungen zu konzentrieren, sei sinnlos, erläutert Littig. Man müsse wissen, was auf der Welt geschieht und sich eine eigene Meinung zu den Marktkonsequenzen bilden.

"Der Aufschwung in den USA ist nicht nachhaltig"

So rechnet der Fondsexperte nicht damit, dass die US-Notenbank die Zinsen anheben wird: "Der Aufschwung in den USA ist nicht nachhaltig." Ergo werde der Wall Street die Puste ausgehen. Entsprechend ist Littig mit Short-Positionen übergewichtet. Und steigt zudem bei Papieren ein, die wegen der Gefahr von Zinserhöhungen derzeit niemand anfasst: 30-jährige US-Staatsanleihen.

Strategie geht noch nicht auf

Bislang ist diese Rechnung jedoch nicht aufgegangen. Während Dow Jones und Nasdaq sich seit Jahresanfang knapp verbessert haben, liegt Littig derzeit mit elf Prozent kräftig im Minus. Zeit für einen Strategiewechsel? "Ein paar Veränderungen habe ich schon vorgenommen, doch ich bleibe bei meinem Szenario."

Paradoxe Ergebnisse

Fazit: 2002 schaffte Henry Littig mit dem HPM Timing Global ein Plus und ließ die Konkurrenz der globalen Aktienfonds weit hinter sich. Eine respektable Leistung in einem Baisse-Jahr. 2003 allerdings rutschte der HPM Timing Global in die Miesen. Den Aufschwung hat Littig verpasst. Ein paradoxes Ergebnis. Skepsis bleibt angebracht.



Fonds im Überblick:

Fonds: HPM Timing Global
Anlageschwerpunkt: Aktien Global

Fondsgesellschaft: HPM Portfolio Management
Fondsmanager: Henry Littig

ISIN: LU0134237253
WKN: 764933

Auflegungsdatum: 9.8.2001
Fondsvolumen: 70 Mio. Euro

Ausgabeaufschlag: 5,0 %
Jahresgebühr: 1,9 %
Mindestanlage: 2500 Euro

Wertentwicklung seit (in %)
01.01.2004: -12,0
01.01.2003: -11,0
Auflegung: 47,8

Portfolio: Henry Littig rechnet derzeit mit fallenden Kursen vor allem bei europäischen Finanz- und Versicherungsaktien. Auch Technologietitel, vor allem Chipwerte, dürften seiner Meinung nach bald an Wert verlieren. Anziehende Kurse erwartet Littig dagegen bei Rohstoffaktien. Auch Goldminen können noch steigen. Ebenfalls im Depot des HPM Timing Global Plus: 30-jährige US-Staatsanleihen.


Quelle: HPM Portfolio Management

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