09.01.2013 11:15
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Hauptaugenmerk bei nachhaltigen Fonds liegt auf drei Kernthemen

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Zürich (www.fondscheck.de) - Wenn von nachhaltigen Investments die Rede ist, kommt vielen Anlegern zuerst der Bereich Solar- oder Windenergie in den Sinn, so die Experten von Swisscanto.

Richtigerweise seien erneuerbare Energien aufgrund ihrer nachhaltigen Faktoren ein ureigener Baustein im Segment nachhaltiger Investments. Doch seit geraumer Zeit hätten die Kurse von sehr vielen dieser Unternehmen enorm nachgegeben und entsprechend bei nachhaltig ausgerichteten Portfolios keine Freude ausgelöst.

Die Gründe erläutere Markus Güntner, Nachhaltigkeitsexperte von Swisscanto: "Die Unternehmen kämpfen mit der geringer werdenden Unterstützung durch staatliche Förderprogramme und einer abgeschwächten Nachfrage, die zu einer erheblichen Überkapazität führte. Diese Überkapazitäten haben unweigerlich zu einem massiven Preisverfall im Modul-, Zell-, Wafer- und Siliziumbereich geführt, der sich negativ auf die Gewinne der Unternehmen ausgewirkt hat. Dazu kommen der stark gefallene "Stromspotpreis" in Zentraleuropa, der seit dem Höchststand 2008 massiv eingebrochen ist. Gleiches galt auch für die Gas- und CO2-Preise."

Infolge dieser Entwicklungen und einer gesamten Analyse der Situation im Nachhaltigkeitsbereich habe Swisscanto, die Fondsgesellschaft der Schweizer Kantonalbanken, eine Reihe von Maßnahmen betreffend der hauseigenen Green Invest-Fondsfamilie umgesetzt. "Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf drei Kernthemen, die zu einer tragfähigen Zukunftsgestaltung beitragen. Investiert wird in Unternehmen, die einen Beitrag zu den drei Kernthemen Entkoppelung Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch, Klimaschutz und sozialer Zusammenhalt leisten", so Güntner.

Beim Kernthema "Entkoppelung" liege der Fokus auf der Ressourceneffizienz. Unternehmen mit Schlüsseltechnologien würden über gute Wachstumsaussichten verfügen und interessante Investments darstellen. Und im Bereich sozialer Zusammenhalt sei die Gesundheitsversorgung einer der Schwerpunkte. Unternehmen, die einen Beitrag zur bezahlbaren medizinischen Versorgung leisten würden, würden von den demografischen Veränderungen unweigerlich profitieren.

Eine weitere Maßnahme sei die Vermeidung von Geschäftsbereichen, die von China strategisch für die Exportindustrie besetzt würden, da hier weiterhin mit Überkapazitäten und Preiskämpfen zu rechnen sei. Folgerichtig würden sich keine Solarmodulhersteller sowie Windturbinenhersteller mehr in den nachhaltigen Portfolios befinden. Ebenso werde die LED-Branche stark von diesen Faktoren beeinflusst. Hier würden immer mehr asiatische Anbieter einen Markt finden und so auf die Marge drücken. Attraktiv hingegen bleibe der Wasserbereich, der von amerikanischen Anbietern dominiert werde. Asiatische Firmen würden dort nahezu keinen Anschluss an die Branchenleader aus Amerika und Europa finden.

Daneben habe eine Forcierung der Analyse von Nachhaltigkeitsleadern aus den Schwellenländern stattgefunden, um von den in diesen Gebieten zu erwartenden positiven Entwicklungen zu profitieren. "Bei allen Maßnahmen bleiben wir unseren strengen Ausschlusskriterien treu. Der strikte Nachhaltigkeitsansatz wird nicht aufgeweicht - auch wenn dann der eine oder andere gewinnbringende Sektor außen vor ist - wie zum Beispiel manch ein umweltbelastender Sektor im vergangenen Jahrzehnt. Genannt sei hier die Ölförderbranche. Dafür identifizieren wir Opportunitäten in den drei Kernthemen. Unser Ziel ist es, den Investoren glaubhafte Nachhaltigkeitsfonds mit einer zukunftsfähigen Ausrichtung anzubieten", habe Güntner gesagt. (09.01.2013/fc/a/f)

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