29.07.2013 16:12
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Henderson Gartmore Continental European Fund: Pharmabranche inmitten eines breit angelegten Aufwärtstrends

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London (www.fondscheck.de) - Bei der Verwaltung des Portfolios halten wir an der Theorie einer Rückkehr zum Mittelwert fest, so John Bennett, Leiter European Equities bei Henderson Global Investors und Fondsmanager des Henderson Gartmore Continental European Fund (Henderson Gartmore Continental European Fund R EUR Acc).

Vor drei Jahren seien Pharmaaktien praktisch aus der Mode gekommen und ihre Kurse auf extrem niedrige Niveaus gefallen. Dabei habe der Markt jedoch übersehen, dass sich Pharmaunternehmen am Beginn einer langfristigen Wachstumsstory befunden hätten. Höhen und Tiefen würden in jeder Branche dazu gehören. Aber leider hätten vor allem die Jahre 1998 bis 2006, in denen weniger neue Medikamente auf den Markt gebracht worden seien, das Bild der Pharmabranche in der Öffentlichkeit geprägt - und verzerrt.

Seitdem hätten sich die Pharmahersteller breiter aufgestellt und nachhaltigere Ertragsquellen erschlossen. Zum Beispiel in Bereichen, die nicht zu ihrem Kerngeschäft gehören würden, oder bei kostengünstigen Nachahmerprodukten und Aktivitäten in den Schwellenländern, bei denen der Patentschutz oder auch die Forschung und Entwicklung eine weniger wichtige Rolle spielen würden.

Dank des technologischen Fortschritts könnten sie zudem neue Medikamente für weit verbreitete Krankheiten wie Krebs und Alzheimer auf den Markt bringen. Aber auch demografische Entwicklungen und die steigende Nachfrage in den Schwellenländern würden die Nachfrage nach ihren Arzneimitteln und Behandlungsmethoden beflügeln.

Inzwischen würden immer mehr Anleger das mit Pharmaaktien verbundene Potenzial erkennen, sodass deren Kurse wieder steigen würden. Von einer Überbewertung seien sie aber noch weit entfernt. Die Experten würden glauben, dass sich die Branche inmitten eines breit angelegten Aufwärtstrends befinde. Sanofi und Roche seien zwei gute Beispiele für Unternehmen aus der Pharmaindustrie, die die Experten favorisieren würden:

Das Risiko/Renditeprofil des französischen Gesundheitskonzerns sei unverändert attraktiv. Zu verdanken sei das den guten Aussichten für den Geschäftsbereich Diabetes. Insbesondere der Ausblick für das Insulin-Produkt Lantus, für die rezeptfreien Gesundheitsprodukte und das Wachstum in den Schwellenländern sei ermutigend. Rund 35% des Umsatzes erwirtschafte Sanofi in Schwellenländern, in denen sich die Gesundheitsversorgung kontinuierlich bessere und eine wachsende Nachfrage nach Gesundheitsprodukten nach sich ziehe.

Mit seiner regionalen Gewinnverteilung könnte Sanofi ein Vorbild für andere international tätige Branchen sein. In den USA erwirtschafte der Pharmariese 35% seines Gewinns, in der EU 24%, in den Schwellenländern 32% und im Rest der Welt 13%. Zudem verteil sich der Umsatz ausgewogen auf private und öffentliche Kunden. Die Nettoverschuldung liege deutlich unter der Obergrenze von 10 Milliarden Euro.

Dies spiegle sich in einer starken Bilanz und einem positiven Netto-Cashflow wider. Anleger könnten sich über eine gute Dividendenrendite von 3,7% freuen, die im nächsten Jahr um 10% steigen dürfte. Auch Aktienrückkäufe seien nicht ausgeschlossen. Derzeit werde die Sanofi-Aktie mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis basierend auf den Gewinnen der nächsten zwölf Monate von 13,5 gehandelt.

Das Schweizer Pharma- und Diagnostikunternehmen gehöre seit Langem zu den Kernbeständen in dem Portfolio der Experten. Und das habe einen guten Grunde, denn die Experten seien der Auffassung, dass der mehrjährige Aufwärtstrend der Roche-Aktie gerade erst begonnen habe. Mit beeindruckendem Tempo würden die Umsätze unaufhörlich weiter wachsen, nicht zuletzt wegen der Krebsmedikamente Heceptin und Avastin, die zu den Blockbustern von Roche gehören würden.

Mithilfe der gut gefüllten Pipeline potenzieller neuer Medikamente, dem weiter wachsenden Geschäftsbereich Diagnostics und der stetig ausgeweiteten Präsenz in den Schwellenländern dürften die Gewinne in Zukunft noch stärker sprudeln. Im Vergleich zu einigen anderen Pharmaunternehmen werde Roche zwar mit einem Kursaufschlag gehandelt. Der sei aber angesichts der Qualität seiner Produkte durchaus gerechtfertigt. Die Dividendenrendite von aktuell mehr als 3% bei einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 15 scheine angemessen für ein Unternehmen, für das ein Gewinnwachstum von 7 bis 10% pro Jahr in den nächsten Jahren vorhergesagt werde. (29.07.2013/fc/a/f)

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