24.06.2013 16:52
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Henderson Gartmore UK Absolute Return Fund: Zeit, die Medizin abzusetzen?

London (www.fondscheck.de) - Rund um den Globus sind die Teilnehmer an den Aktienmärkten damit beschäftigt, die Äußerungen des US-Notenbankchefs Ben Bernanke nach der zweitägigen Sitzung des Offenmarktausschusses zu verdauen, so Luke Newman, Manager des Henderson Gartmore UK Absolute Return Fund (Henderson Gartmore UK Absolute Return Fund R GBP) von Henderson Global Investors.

Erfreulicherweise habe der Ausschuss seine extrem expansive Haltung bestätigt. So würden die Zinsen unverändert vor dem Hintergrund einer weiter Fuß fassenden Wirtschaft bleiben, in der die Risiken für das Wachstum und den Arbeitsmarkt auf dem Rückzug seien.

Bernanke habe jedoch auch deutlich gemacht, dass die US-Wirtschaft stark genug wachse, um ein Zurückfahren der Anleihekäufe von bis 85 Mrd. USD pro Monat zum Jahresausklang hin zu rechtfertigen. Bernanke habe erklärt: "Wir werden lediglich das Tempo drosseln, also den Fuß vom Gas nehmen. Eine Anhebung der Kurzfristzinsen liegt noch in weiter Ferne. Das ist kein Kurswechsel in der Geldpolitik."

Gleichwohl hätten Börsen in Asien und Europa mit kräftigen Kursverlusten reagiert und sich damit der Talfahrt über Nacht an den US-Aktienmärkten angeschlossen. Denn die umfangreichen und anhaltenden Anleihekäufe der US-Notenbank seien einer der zentralen Antriebskräfte der in den letzten Monaten gesehenen weltweiten Rally bei Risikoanlagen gewesen. Entsprechend hätten Befürchtungen über einen schrittweisen Ausstieg der Amerikaner aus ihrem Stimulusprogramm die Angst vor einem Kursrutsch an den weltweiten Aktienmärkten ausgelöst.

Dass sich die amerikanische Wirtschaft der FED zufolge soweit erholt habe, dass sie ein Zurückfahren ihrer expansiven Geldpolitik für angemessen halte, sei eigentlich ein ermutigendes Zeichen. Vor dem Hintergrund steigender Renditen aus US-Staatsanleihen könnte dies die USD-Käufe ankurbeln. Ein damit einhergehender Anstieg des USD würde auch die Wettbewerbsfähigkeit von Exporteuren aus Asien, Europa und Großbritannien verbessern. Gleichzeitig habe sich Bernanke zusätzlichen Handlungsspielraum verschafft, sollte sich die US-Wirtschaft nicht so stark wie erwartet beleben. Natürlich könnten die Stimulusmaßnahmen nicht endlos fortgeführt werden. Und ein sorgfältig kommunizierter, geordneter und langsamer Rückzug sei einem plötzlichen und unerwarteten Ende sicher vorzuziehen. (24.06.2013/fc/a/f)

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