29.11.2012 12:52
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Henderson Horizon Euro Corporate Bond: mehr als eine Mrd. Euro

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Wien (www.fondscheck.de) - Im November 2012 hat der Henderson Horizon Euro Corporate Bond Fund (Henderson Horizon Euro Corporate Bond Fund A2 EUR) die Marke von 1 Mrd. Euro überschritten, so die Experten von "e-fundresearch.com".

Das Erreichen dieses Meilensteins in weniger als drei Jahren nach Fondsauflegung sei das Ergebnis einer durchgehend beeindruckenden Performance, aber auch eines rigorosen und flexiblen Anlageansatzes bei der Verwaltung von Unternehmensanleihen.

Seit seiner Auflegung im Dezember 2009 gehe es für den von Stephen Thariyan und Chris Bullock verwalteten Fonds trotz weitgehend negativer Rahmenbedingungen mit schwachem Wirtschaftswachstum und Turbulenzen in der Eurozone wegen der Unfähigkeit der Politik, sich auf eine gemeinsame Lösung der Krise zu verständigen stetig bergauf. Auch die Herabstufung der Bonität mehrerer Länder, darunter die USA, und unkonventionelle Maßnahmen der Geldpolitik hätten zu den Verwerfungen an den Märkten beigetragen. In diesem Umfeld sei eine gute Titelauswahl entscheidend gewesen, wobei für das Team die Cash-Generierung der Unternehmen, Event-Risiken und das Aufspüren von Bewertungsanomalien im Vordergrund gestanden hätten.

Auch Marktschwankungen hätten die Fondsmanager zum Vorteil des Fonds genutzt. So hätten sie unter anderem das Kernportfolio auf jene Marktbereiche ausgerichtet, von denen sie eine überdurchschnittliche Wertentwicklung erwartet hätten. Um ihrer Einschätzung zu einzelnen Firmen Ausdruck zu verleihen, hätten sie zudem Derivate wie Kreditausfallversicherungen (CDS) eingesetzt. Weiterhin sei über Zins-Futures die Duration (Zinssensitivität) des Fonds angepasst worden.

Unternehmensanleihen hätten nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt, denn gegenüber Staatsanleihen böten sie nach wie vor einen Renditeaufschlag (Spread). So würden beispielsweise EUR-Unternehmensanleihen mit BBB-Rating im Schnitt 250 Basispunkte mehr an Rendite abwerfen als fünfjährige deutsche Bundesanleihen. Zwar bleibe der Spread attraktiv und habe Potenzial für eine weitere Verengung. Gleichzeitig seien jedoch die Renditen von Staats- und auch Unternehmensanleihen heute niedriger als noch vor zwei Jahren. Anleger müssten daher verstärkt auf die Duration achten.

Niedrig seien zurzeit die Ausfallraten, und daran dürfte sich auch im nächsten Jahr wenig ändern. Denn Investment Grade-Firmen und unter ihnen besonders die größeren hätten nach wie vor besten Zugang zu den Kapitalmärkten. Auch in dieser Hinsicht erwarte man kurzfristig kaum eine Veränderung.

In Europa sei die Zahl der gefallenen Engel, d.h. der Unternehmen, deren Bonität von erstklassig (Investment Grade) auf Ramsch herabgestuft worden sei, rasant gestiegen. Unter ihnen auch zahlreiche Banken, deren Kapitalstruktur überdies immer komplexer werde. Für die richtige Titelauswahl sei daher eine sorgfältige Analyse unverzichtbar. Zuständig hierfür sei bei Henderson ein Team aus acht Analysten, die sich mit Unternehmensmanagement treffen und die einzelnen Firmen auf den Prüfstand stellen würden, um die besten Chancen für den Fonds auszuwählen. Dabei müssten nicht nur die attraktiven Titel herausgefiltert, sondern auch die mit enttäuschender Performance gemieden werden.

Zu den Stärken des Investmentprozesses verglichen mit den Wettbewerbern gehöre, dass das Team traditionelle Analysen von Unternehmensanleihen mit fundierten Einschätzungen der Marktfaktoren und Bewertungen kombiniere. Es reiche nämlich nicht, lediglich die Geschäfts- und Finanzlage eines Unternehmens zu beleuchten, um Aussagen über seine Werthaltigkeit treffen zu können. Das Team berücksichtige deshalb auch andere Faktoren wie Refinanzierungsbedarf, Positionierung der Anleger, Liquidität und währungsübergreifende Bewertungsvergleiche.

Aus Sicht der Fondsmanager würden sich Unternehmensanleihen auch weiterhin im Idealbereich des Festzinssegments befinden. Anleihen mit bester Bonität böten unter Berücksichtigung ihres Risikos nach wie vor attraktive Renditen - vor allem Unternehmensanleihen mit BBB-Rating und ausgewählte Banken- sowie nachrangige Versicherungsanleihen. Aber die Titelauswahl sei und bleibe entscheidend. Hochzinsanleihen hätten ebenfalls Wertpotenzial. Bei ihnen sei jedoch ein diversifizierter Ansatz das A und O.

Der Großteil des Portfolios sei in Investment Grade-Anleihen (82%) angelegt mit Schwerpunkt auf Unternehmensanleihen mit A- (31%) und BBB-Rating (30%).

Offenbar gelinge es dem Markt, die Verzögerungstaktik Spaniens und den zunehmend düsteren Ausblick für Griechenland abzuschütteln. Unterdessen steige die Gefahr einer Überhitzung der Anleihemärkte. Die schiere Nachfrage bei Neuemissionen und die anhaltend niedrigen Zinsen dürften jedoch für gleich bleibend starkes Interesse der Anleger sorgen. Erfahrungsgemäß sei der Jahresausklang eine starke Phase für die Anleihemärkte, da die Unternehmen kaum noch Anleihen emittieren würden, während die Liquidität deutlich nachlasse.

In diesem Umfeld würden die Fondsmanager positiv gestimmt bleiben. Schließlich seien die Unternehmenszahlen immer noch so stark, dass sie die Kurse stützen würden. Allerdings nicht beeindruckend genug, um die Laune an den Aktienmärkten spürbar aufzuhellen. Nach wie vor würden die Banken an der Entschuldung ihrer Bilanzen mit positiven Folgen für nicht aufschiebbare Altanleihen bzw. nicht wandelbare nachrangige Anleihen arbeiten.

Im Hinterkopf behalten sollten Anleger Risiken wie die näher rückende Fiskalklippe in den USA, die Konjunkturabkühlung in China, die Krise im spanischen Bankensektor, der drohende Zusammenbruch Griechenlands und die in der Eurozone um sich greifende Rezession. Sie würden jedoch die Nachfrage nach Unternehmensanleihen anheizen, die mit relativer Sicherheit und annehmbaren Renditen Anleger anlocken würden. (Ausgabe vom 28.11.2012) (29.11.2012/fc/a/f)

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