25.02.2013 14:54
Bewerten
 (0)

Honorarberatung wird im Bundestag diskutiert

Deutsche Kreditwirtschaft unterstützt Gesetzentwurf der Bundesregierung. SPD: „Etikettenschwindel“.

Im Dezember hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur Förderung und Regulierung einer Honorarberatung über Finanzinstrumente – das sogenannte „Honoraranlageberatungsgesetz – beschlossen (FundResearch berichtete). Am vergangenen Donnerstag diskutierte erstmals der Bundestag darüber.

Die Deutsche Kreditwirtschaft – ein Zusammenschluss der kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände – unterstützt das Bestreben des Gesetzgebers, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Honoraranlageberatung zu definieren. Inwieweit sich die Honoraranlageberatung am Markt durchsetzen kann, sollte jedoch allein dem Wettbewerb überlassen werden. Die Einführung der Honorarberatung dürfe keinesfalls dazu führen, dass bestimmte Kunden von der Anlageberatung ausgeschlossen werden, so der Appell. „Zur Sicherstellung eines einheitlich hohen Aufsichtsstandards sprechen sich die Bankenvertreter dafür aus, auch die gewerblichen Honorar-Finanzanlageberater der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu unterstellen“, heißt es in einer Stellungnahme. Andernfalls drohten „ungleiche Wettbewerbsbedingungen“ und „Lücken im Anlegerschutz“. Bei den ebenfalls unabhängig arbeitenden „Provisions“-Beratern, analog dem Paragrafen 34f GewO, prüfen allerdings die Gewerbeämter und nicht die Bafin, was den Bankenvertretern immer ein Dorn im Auge war.

Für die Opposition im Bundestag ist das Honoraranlageberatungsgesetz „eine einzige Enttäuschung und ein Etikettenschwindel“. Das teilte die SPD heute in einer Pressemitteilung mit. Weder werde damit die notwendige Transparenz auf dem Markt für Finanzprodukte geschaffen, noch trage es dazu bei, dass sich Anleger darauf verlassen könnten, dass der Berater nur in ihrem Interesse berät. Der Gesetzentwurf schaffe zudem kein umfassendes und klares Berufsbild der Honorarberatung, sondern degradiere Honorarberater zur „Subkultur“ am Finanzmarkt. „Wer Provisionen erhält, der vermittelt, wer unabhängig auf Honorarbasis tätig ist, der berät“, so die SPD. Die Partei spricht sich für ein klar definiertes Berufsbild des Honoraranlageberaters, ein Verbot von Provisionsdurchleitungen und die Verpflichtung zum Angebot von Nettotarifen aus.

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Börsen deutlich höher -- Deutsche-Bank-Aktie erholt sich deutlich -- Chinesen wollen offenbar OSRAM übernehmen -- Commerzbank, QUALCOMM im Fokus

Strafe für Deutsche Bank in USA wird wohl auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert. Commerzbank verkauft ihr Hochhaus an Südkoreaner. Air Berlin: Alle Flüge werden regulär durchgeführt. Daimler will weiter Renault-Motoren einsetzen. Bahn erhöht Preise im Fernverkehr um 1,3 Prozent.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Wie haben sich die Rohstoffpreise im dritten Quartal 2016 entwickelt?
Jetzt durchklicken
Wer war Top, wer war Flop?
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?