19.11.2012 16:35
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ING (L) Renta Fund Europe High Yield: Hochzinsanleihen bieten eine attraktive Alternative zu Aktien

Den Haag (www.fondscheck.de) - "Das Interesse an Hochzinsanleihen wächst, wir stellen eine verstärkte Nachfrage nach diesen Papieren fest. Immer mehr europäische Anleger entdecken auf der Suche nach attraktiven Renditen Anleihen von Unternehmen mit zweitklassiger Bonität. Sie werden als Alternativen zu Aktien gekauft. In den vergangenen Jahren konnten Anleger mit Hochzinsanleihen Durchschnittsrenditen von 8 bis 10% p.a. verdienen, und das mit einer Volatilität, die nur halb so hoch war die an den Aktienmärkten. Auch sind mit der Gesundung der Unternehmen die Ratings besser geworden und die Ausfallraten liegen heute bei unter 2%, was sehr niedrig ist. In den kommenden Jahren rechnen unsere Analysten mit Renditen von 7 bis 8% pro Jahr", so Susanne Hellmann, Geschäftsführerin ING Investment Management Germany im Kommentar zum ING (L) Renta Fund Europe High Yield (ISIN LU0529381476/ WKN A1C5JY).

Auf der Suche nach relativ stabilen, aber renditeträchtigen Anlagen seien Hochzins-Unternehmensanleihen eine gute Alternative. Sie würden höhere Renditen als risikofreie Anlagen bieten, aber nicht gleichermaßen sensibel auf steigende Zinsen reagieren und seien weniger volatil als Aktien. In den ersten beiden Monaten 2012 hätten Rentenpapiere mit höheren Risikoaufschlägen bereits Gesamtrenditen von fünf bis zehn Prozent erzielt, und das Potenzial für eine weitere Spread-Verengung zwischen risikolosen und bonitätsschwächeren Bonds sei vorhanden. Zahlungsausfälle gebe es derzeit kaum: Weniger als zwei Prozent der Titel würden nicht bedient, und die Ausfallraten dürften auch in den kommenden zwölf bis 24 Monaten selbst bei negativer Konjunkturentwicklung nur moderat ansteigen.

Die Heraufstufung vieler High-Yield-Titel auf Investment Grade führe auch dazu, dass sich das Gesamtvolumen am Hochzinsanleihemarkt verringere. Im letzten Jahr beispielsweise habe schon geringer Verkaufsdruck bei einigen Hochzins-Anleihen einen starken Kursverfall auslösen können, weil das Handelsvolumen teilweise gering gewesen sei. Hintergrund für diese Entwicklung sei der Umstand, dass viele Banken seit der Finanzkrise ihren Eigenhandel abgebaut hätten. Die Handelsabteilungen der Banken hätten aber die Funktion eines Kurspflegers an den High-Yield-Anleihemärkten erfüllt: Habe es für ein bestimmtes Wertpapier einen Verkäufer, aber keinen Käufer mit entsprechendem Bedarf gegeben, dann hätten die Bankenhändler das Papier solange gehalten, bis ein Käufer gefunden gewesen sei. Nach den Turbulenzen des Lehman-Brothers-Zusammenbruchs sei es damit vorbei gewesen.

Um Risikoquellen zu reduzieren, hätten Banken kaum noch Risikopapiere über Nacht gehalten. Manche hätten ihre Handelsaktivitäten ganz eingestellt, andere hätten die Kapazitäten drastisch heruntergefahren. Die Folgen seien in Phasen stark fallender Kurse, deutlich zu beobachten gewesen: Verkäufer hätten sich gegenseitig unterboten, ohne Abnehmer zu finden, und keine Bank sei als Kurspfleger aufgetreten, indem sie die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage überbrückt habe. Die Kurse hätten dadurch fallen können, ohne dass ein einziger Handel stattgefunden habe.

Die Ausweitung der Spreads bei Unternehmensanleihen im letzten Jahr sei also teilweise auf mangelnde Liquidität zurückzuführen gewesen. Umgekehrt könne allerdings auch eine Kursrally von der recht geringen Liquidität des High-Yield-Marktes befeuert werden. Dazu könnte es durchaus kommen, denn viele Anleger würden eine Rezession erwarten und hätten wegen wachsender Risikoscheu ihre Gewichtung riskanter Anlageklassen zurückgefahren. Positive Überraschungen im Hinblick auf die Lösung der Schuldenkrise an der Euro-Peripherie oder eine Rekapitalisierung des Bankensektors würden wie Katalysatoren für die Wiederherstellung des Vertrauens wirken. Die Risikobereitschaft der Anleger würde wieder steigen, was bei Hochzinsanleihen zu einem schnellen Kursanstieg führen könnte.

Besonders attraktiv unter den Hochzins-Anleihemärkten sei derzeit Europa, sowohl aus fundamentalen als auch aus markttechnischen Gründen. Das globale Volumen am Hochzinsanleihenmarkt betrage derzeit 1.127 Milliarden US-Dollar. Davon seien 80 Prozent in USD und 20% in europäischen Währungen denominiert.

Wer über eigene Fundamentalanalysen verfüge und dazu noch unabhängig von Benchmarks investiere, könne mit europäischen Hochzins-Anleihen in den kommenden Jahren durchaus Jahreserträge zwischen sieben und acht Prozent erzielen, denn die Fundamentaldaten und Bewertungen seien attraktiv. Schwankungen sollten Investoren aber einkalkulieren, weil das volatile Marktumfeld auf absehbare Zeit erhalten bleiben dürfte.

Hochzins-Unternehmensanleihen würden nicht nur kurzfristig gute Renditen versprechen, auch längerfristig führe kein Weg an den High-Yield-Bonds vorbei. Ein Grund sei die zunehmende Alterung der Bevölkerung, die erhebliche Konsequenzen für Wirtschaft und Finanzmärkte habe. Das Wachstum in den Industrieländern dürfte in den kommenden Jahren hinter dem Langzeitdurchschnitt zurückbleiben, doch weniger Nominalwachstum führe der Theorie nach auch zu insgesamt niedrigen Renditen an den Finanzmärkten. Die kumulierten Renditen von Pensionsplänen und Ersparnissen dürften daher im nächsten Jahrzehnt relativ niedrig ausfallen.

Wenn aber die Zahl der Erwerbstätigen, der Umfang ihrer Ersparnisse und deren potenzielle Erträge in einem Missverhältnis zum Finanzierungsbedarf stünden, entstehe bei den Erwerbstätigen wachsender Spardruck, während institutionelle Investoren wie Versicherungen und Pensionspläne der wachsenden Herausforderung gegenüberstünden, im Niedrigzinsumfeld maximale Renditen bei vertretbarem Risiko zu generieren. Die Renditejagd werde im kommenden Jahrzehnt die treibende Kraft an den Kapitalmärkten sein, und europäische Hochzinsanleihen seien eine Anlageklasse, die das Bedürfnis nach Rendite und relativer Stabilität noch erfüllen könne.

Auf eigene Faust in europäische Hochzinstitel zu investieren, sei angesichts mangelnder Research-Kapazitäten, geringer Liquidität und der hohen Intransparenz des Marktes für die meisten Anleger aber nicht ratsam. Die bessere Lösung seien spezialisierte Investmentfonds, deren Portfoliomanager das Fondsvermögen breit über alle Branchen und Einzeltitel streuen würden. Anleger müssten dafür zwar Gebühren entrichten, sie würden aber ein sorgfältig diversifiziertes Portfolio erhalten, das einzelne Ausfälle verkraften könne. Nicht nur die Titelauswahl, auch das Market Timing falle im volatilen Umfeld erfahrenen Fondsmanagern leichter.

ING Investment Management setze mit dem im August 2010 aufgelegten Luxemburger Hochzins-Fonds ING (L) Renta Fund Europe High Yield mit einem Fondsvolumen von derzeit 188 Mio. Euro (per Ende Oktober 2012) vor allem auf Anleihen europäischer Unternehmen, die auch ohne ein starkes Wirtschaftswachstum in ihre Kapitalstruktur hineinwachsen könnten. Gemieden würden dagegen Unternehmen, deren Anleihen in großem Umfang in Kürze fällig würden und refinanziert werden müssten. Auch bei den risikoreichsten Emittenten, im gehobenen Konsumgüterbereich und bei den besonders zinsempfindlichen Papieren sei der Fonds untergewichtet.

Gute Möglichkeiten finde das Management bei Qualitätsemittenten aus negativ wahrgenommenen Krisenstaaten, und auch an ausgewählten Neuemissionen beteilige sich der Fonds. Auf Papiere mit den S&P-Ratings "B" und "BB" seien Ende Oktober 2012 jeweils 37,1% und 38,35% respektive des Fondsvermögens entfallen, "BBB"-Titel seien mit knapp 2,3% und "CCC"-Bonds mit 16,57% im Bestand vertreten gewesen. Das Zinsrisiko habe mit einer Duration von 3,5 im mittleren Bereich gelegen, das Währungsrisiko sei niedrig.

Informationsvorsprünge sind nach Überzeugung der Experten von ING Investment Management an den Hochzins-Märkten nur in einen attraktiven Mehrertrag umsetzbar, wenn sorgfältige Top-down- und Bottom-up-Analysen ineinandergreifen. Deshalb seien global integrierte, alle Ratings umfassende Anleiheplattformen eine wichtige Voraussetzung für den langfristigen Anlageerfolg. Fundamentalanalysen seien dann besonders wertvoll, wenn sie vor allem nach Verwerfungen, Trends und Umschwüngen am Markt suchen würden, und die Manager von Hochzins-Fonds sollten anhand fundamentaler, technischer und bewertungsbezogener Faktoren verschiedene Alpha-Quellen quer über Branchen, Regionen und Währungen hinweg ausnutzen können.

ING Investment Management setze Makro-Themen über Top-down-Positionierungen bei Ländern, Branchen und Emittentenqualitäten sowie mit Zinskurvenpositionierungen und dem Durations-Management um. Ergänzend würden Bottom-up-Positionierungen über die Einzeltitelauswahl erfolgen. Die Absicherung erfolge durch ein dreistufiges Risikomanagement, das regelmäßig überprüft und angepasst werde. (19.11.2012/fc/a/f)

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